Der amerikanische Architekt

Roman

Amy Waldman

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Beschreibung

Eine Jury hat sich in Manhattan versammelt, um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auszuwählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält – und sind schockiert. Der Architekt ist ein Muslim.
Innerhalb der Jury setzt sich Claire Burwell am leidenschaftlichsten für den umstrittenen Gewinner ein. Als Betroffene, die ihren Mann bei dem Attentat verlor, hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Doch als die Entscheidung an die Öffentlichkeit gelangt, gerät Claire ins Visier entrüsteter Familienangehöriger und wird zur Zielscheibe sensationshungriger Journalisten, radikaler Aktivisten und ehrgeiziger Politiker. Nicht zuletzt bringt der so komplizierte wie begabte Architekt sie an ihre Grenzen.
Amy Waldman zeichnet in ihrem furiosen Debüt das Porträt einer zerrissenen Stadt, die bei dem Versuch, mit ihrer Verletzung umzugehen, die Chance auf ein erneuertes demokratisches Selbstverständnis verspielt.

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 18.03.13
Ein ganz beeindruckendes Werk. Man spürt auf jeder Seite die geschundene Seele Amerikas. Amy Waldman beleuchtet mit ihrer Geschichte grosse Themen, vor allem die Bedeutung der Religion in unserer heutigen Gesellschaft. Aber auch die Ehe, Freundschaft, das Berufsleben, das brutale Medienzeitalter, die Gier, das Streben nach Macht und Anerkennung, und die Rücksichtslosigkeit in unserer Ellbogengesellschaft. Und sie zeigt ein Land, das Grösse hat, aber einen tiefen Schmerz verarbeiten muss. Dieser Schmerz und diese Wut kanalisiert sich auf den Entwurf eines Architekten. Zugleich ist es ein Bild der Menschen, die in unserer heutigen Zeit mit den vielen Einflüssen von aussen sich eine Welt erschaffen müssen, in der sie Bestand haben können. Der amerikanische Architekt ist eine grossartige Analyse unserer Gesellschaft nach 9/11. Ein Roman, der einen aufwühlt und tief ins Mark trifft. Ein Buch, das einen noch weit über die Lektüre hinaus beschäftigt. Einer von Mohammeds besten Gedanken: Ein Muslim der Alkohol trank, um mit dem Stress des Muslimseins zurechtzukommen.

Amy Waldman, Jahrgang 1969, leitete acht Jahre lang das Südasien-Büro der New York Times und war dort Korrespondentin für The Atlantic. Ihr Roman »Der amerikanische Architekt« wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Brooklyn..
Brigitte Walitzek, geboren 1952, lebt in Berlin. Seit 1986 ist sie Übersetzerin, u. a. von Margaret Atwood, Peter Behrens, Jane Bowles, Margaret Forster, Germaine Greer, Sadie Jones, Carson McCullers, Katherine Mansfield, Beverley Nichols, Rudolf Vrba, Jeanette Winterson und Virginia Woolf.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 04.02.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89561-491-0
Verlag Schöffling
Maße (L/B/H) 21.4/14.2/4.8 cm
Gewicht 706 g
Originaltitel The Submission
Auflage 6
Übersetzer Brigitte Walitzek

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zwei Jahre nach den Anschlägen des 11. September erfolgt eine Ausschreibung über die Gestaltung der Gedenkstätte. Die Jury entscheidet sich schließlich für das Modell eines Gartens. Doch dann wird der Architekt desselben bekannt: Es ist ein Moslem. Große Teile der Nation und der Interessenverbände schreien auf. Aus verschiedenen... Zwei Jahre nach den Anschlägen des 11. September erfolgt eine Ausschreibung über die Gestaltung der Gedenkstätte. Die Jury entscheidet sich schließlich für das Modell eines Gartens. Doch dann wird der Architekt desselben bekannt: Es ist ein Moslem. Große Teile der Nation und der Interessenverbände schreien auf. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden wir Zeuge der Dynamik dieser Kontroverse. Ein unaufhaltsamer Kreislauf aus Verleumdungen, Mutmaßungen und Schuldzuweisungen entwickelt sich in alle Richtungen. Es zeigt eine zutiefst verunsicherte Gesellschaft und wie diese funktioniert. Ein Buch, das aufrüttelt und zur eigenen Reflexion anregt.

Sehr intellektuel
von einer Kundin/einem Kunden am 15.02.2014

Eine Jury hat sich versammelt um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlages vom 11. September auszuwählen. Die Ausschreibung des Wettbewerbes ist anonym. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Gewinners beginnt, als die Jury bemerkt, dass es sich um einen islamischen Namen handelt. Ein Ka... Eine Jury hat sich versammelt um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlages vom 11. September auszuwählen. Die Ausschreibung des Wettbewerbes ist anonym. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Gewinners beginnt, als die Jury bemerkt, dass es sich um einen islamischen Namen handelt. Ein Kampf beginnt zwischen Journalisten, radikalen Aktivisten und ehrgeizigen Politikern. Ziemliche intellektuelle Geschichte.

Der Garten
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 30.10.2013

Ein Muslim als Architekt der Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September. Geht das überhaupt? Die Jury, die seinen Entwurf nach einem anonymen Wettbewerb ausgesucht hat, ist entsetzt. Vor allem Claire, die als Vertreterin der Angehörigen in der Jury mit dabei ist und sich für genau diesen Entwurf sehr einges... Ein Muslim als Architekt der Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September. Geht das überhaupt? Die Jury, die seinen Entwurf nach einem anonymen Wettbewerb ausgesucht hat, ist entsetzt. Vor allem Claire, die als Vertreterin der Angehörigen in der Jury mit dabei ist und sich für genau diesen Entwurf sehr eingesetzt hat, gerät sehr ins Zweifeln. Große Diskussionen folgen, und wenn die Öffentlichkeit von dem Dilemma erfährt, entsteht eine wahre Hetzkampagne in den Medien. Dabei ist Mo, der Architekt, alles andere als ein fanatischer Muslim. Er fühlt sich vor allem Amerikaner und will mit dem Entwurf etwas Gutes für sein Land und die Opfer tun. Bald geht es um viel mehr als um einen Entwurf für eine Gedenkstätte … Amy Waldmans Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Es gelingt ihr sehr gut, das Thema von allen Seiten darzustellen. Man kann für alle Parteien Verständnis aufbringen. Was ist richtig? Wie würde ich entscheiden? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheint. Ein Buch, das noch lange nachwirkt und den Leser zwingt, über seine eigenen Prinzipien nachzudenken.


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