Das falsche Gewicht

Die Geschichte eines Eichmeisters

Reclams Universal-Bibliothek Band 18864

Joseph Roth

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Beschreibung

Roths 1937 im Exil-Verlag Querido erschienene Erzählung um den Eichmeister Anselm Eibenschütz, um Betrug, Recht, Gerechtigkeit und Liebe, entwickelte sich schnell zum Klassiker. Der Autor zieht hier alle Register der Erzählkunst: »Die Konstellation des vermeintlich redlichen Helden in feindlicher Umwelt ist ebenso spannungsgeladen wie die Geschichte einer Liebe, die zu spät kommt, das damit verbundene Leiden, der Alkoholismus und die Selbstzerstörung, das Kriminalistische der Handlung, samt abenteuerlichen Figuren und kaltblütigem Mord, und schliesslich das alles überwölbende, jüdischen wie christlichen Traditionen entsprechende Erzählmuster von Schuld und Sühne.« (Jürgen Pelzer)

Joseph Roth (2.9.1894 Brody, Galizien – 27.5.1939 Paris) suchte in Bildern der Vergangenheit nach Gegenentwürfen zur nationalsozialistischen Zeit. Der jüdisch-stämmige Österreicher studierte Germanistik und Philosophie in Wien und war an seinen zahlreichen Lebensstationen als Journalist tätig. 1933 floh er vor dem Nationalsozialismus nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. Hatte er in »Hiob«, seinem ersten literarischen Erfolg, die Gefühlswelt eines Entwurzelten geschildert, beklagte er in »Radetzkymarsch« und »Die Kapuzinergruft« sehnsuchtsvoll den Niedergang des österreichischen Judentums und der Donaumonarchie. Mit Andreas, der Hauptfigur seines Romans »Die Legende des Heiligen Trinkers«, teilte Roth die innere Zerrissenheit und die Zufluchtnahme im Alkohol. Das Werk, das er als sein »eigenes Testament« bezeichnet, sollte tatsächlich sein letztes sein: Kurz nach Beendigung starb der körperlich geschwächte Joseph Roth an einer Lungenentzündung.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.06.2013
Herausgeber Jürgen Pelzer
Verlag Reclam, Philipp
Seitenzahl 165
Maße (L/B/H) 14.7/9.5/1.5 cm
Gewicht 87 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018864-4

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Auf der Waage
von Polar aus Aachen am 15.01.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wie steht es um die Redlichkeit eines Kleinbürgers? Gut, würde man im Allgemeinen behauptet. Denn sie, die Redlichkeit, ist alles, was er besitzt. Sie unterscheidet ihn von anderen. Sie hält seine kleine Welt zusammen. Mit ihr kann er sich über andere erheben. Joseph Roth erzählt von einem solchen Mann, der glaubt, dass die Welt... Wie steht es um die Redlichkeit eines Kleinbürgers? Gut, würde man im Allgemeinen behauptet. Denn sie, die Redlichkeit, ist alles, was er besitzt. Sie unterscheidet ihn von anderen. Sie hält seine kleine Welt zusammen. Mit ihr kann er sich über andere erheben. Joseph Roth erzählt von einem solchen Mann, der glaubt, dass die Welt sich eichen lässt, obwohl schon die eigene Frau längst ein falsches Gewicht in ihrer Ehe aufgelegt hat. Sind es die Gauner, die Deserteure, die Schmuggler, die ihn zu Fall bringen, oder nicht vielmehr er selbst. Hinter allen Geschichten von Joseph Roth steht der Untergang der Habsburger Monarchie. Auch sie schillernd, stolz, mächtig, bis sie urplötzlich feststellen mußte, dass sie sich überlebt hatte. Und so muß auch Anselm Eibenschütz feststellen, dass er in dem Beruf, den er seiner Frau zu liebe übernimmt, die Verlockungen so mächtig sind, dass er ihnen erliegt. Der Mann verliebt sich zuerst und wirft dann all das, was ihn ausmacht über Bord. Dass er ohne all das nicht zu Recht kommt, erkennt er zu spät. Jeder trägt ein Bild von sich vor sich her, und wer glaubt, ein völlig anderer zu sein, dem wird nicht selten vor Augen geführt, wie kurz das Glück doch sein kann. Joseph Roths Roman ist ein Meisterwerk über das große Glück, über das Aufbegehren gegen sich selbst und über die wunderbare Manie des Menschen sich glauben zu machen, das man eigentlich ganz anders leben will.


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