Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus

Darwins religiöse Gegner und ihre Argumentation

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Beschreibung

Ungeachtet der einzigartigen Erfolgsgeschichte der Evolutionstheorie brandet ihr bis heute aus religiös-weltanschaulichen Gründen ein erheblicher Widerstand entgegen. Kein Wunder, bestimmt doch die Frage nach der Herkunft des Menschen unser Weltbild wie kaum eine andere. Dieser Sammelband setzt sich anlässlich des Darwin-Jahres kritisch mit Inhalt und Struktur evolutionskritischer Argumentation sowie mit den Hauptvertretern der deutschen Kreationisten und des Intelligent Design auseinander. Die Beiträge richten sich sowohl an interessierte Laien als auch an Biowissenschaftler, aufgeklärte Christen und Publizisten, die sich kritisch mit den Argumenten der Anti-Evolutionsbewegung auseinandersetzen wollen oder müssen. Die Autoren haben sich langjährig mit der Materie beschäftigt, unter ihnen Christina Aus der Au, Andreas Beyer, Hansjörg Hemminger, Thomas Junker, Peter Michael Kaiser, Martin Neukamm, Stefan Schneckenburger und Johannes Sikorski.

Produktdetails

Format PDF i
Herausgeber Martin Neukamm
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.01.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783647569413
Verlag Vandenhoeck + Ruprecht
Dateigröße 30073 KB

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Reichhaltig und fundiert
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 27.07.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Die Entwicklung in Westeuropa und Deutschland lässt das Thema Kreationismus versus Evolution wichtiger werden. Dogmatische und fundamentalistische Positionen sind unausrottbar. Daher ist dieses Buch hoch willkommen. Es ist zudem gut gelungen. Inhalt des Sammelbands Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus I Einführung • 1 H... Die Entwicklung in Westeuropa und Deutschland lässt das Thema Kreationismus versus Evolution wichtiger werden. Dogmatische und fundamentalistische Positionen sind unausrottbar. Daher ist dieses Buch hoch willkommen. Es ist zudem gut gelungen. Inhalt des Sammelbands Evolution im Fadenkreuz des Kreationismus I Einführung • 1 Hansjörg Hemminger: Die Geschichte des neuzeitlichen Kreationismus: Von „creation science“ zur Intelligent-Design-Bewegung • 2 Martin Neukamm, Andreas Beyer: Wissenschaft oder Pseudowissenschaft? II Der Inhalt evolutionskritischer Argumentation • 3 Martin Neukamm: Die Evolutionstheorie als Ziel wissenschaftstheoretischer Kritik • 4 Martin Neukamm: Evolution – kein Zufall! Die Argumentation mit der Wahrscheinlichkeit • 5 Martin Neukamm: Die Rekonstruktion der Stammesgeschichte. Phylogenetische Systematik, Fossilien, Zwischenformen • 6 Hansjörg Hemminger/Andreas Beyer: Evolutionäre Entwicklungsbiologie. Schlüssel zum kausalen Verständnis der Evolution • 7 Peter M. Kaiser: Die chemische Evolution: Hat es sie gegeben und wenn ja, wie sah sie aus? • 8 Martin Neukamm: Kritik an der „Makroevolution“: Das Argument der nicht reduzierbaren Komplexität • 9 Martin Neukamm, Stefan Schneckenburger, Johannes Sikorski: Was die Selektion angeblich nicht leisten kann: Diskussion von drei Paradebeispielen III Argumentsstrukturen • 10 Martin Neukamm: Populäre Fehlschlüsse und rhetorische Stilmittel • 11 Thomas Junker: Kreationisten erklären die Evolution: Das „kritische Lehrbuch“ von R. Junker und S. Scherer IV Religion und Wissenschaft • 12 Christina aus der Au: Wie Orgel und Staubsauger: Das Verhältnis von Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte aus theologischer Sicht • 13 Martin Neukamm: Das Begriffspaar „Mikro-/Makroevolution“ • 14 Resümee Dieser breit gefächerte Inhalt zeigt die dreifache Herangehensweise: methodologische und wissenschaftstheoretische Kritik und sachliche Zurückweisung. Die methodologische Kritik beruft sich im wesentlichen auf den der Wissenschaft zugrundeliegenden Naturalismus. Kreationismus und Intelligent Design versuchen oft die Evolution wissenschaftlich zu diskredieren oder die eigene Position als Wissenschaft auszugeben. Beides wird in einigen der Beiträge zurückgewiesen. Die Diskussion sachlicher Einwände nimmt breiten Raum ein und konzentriert sich auf die irreduzible Komplexität und die Einwände, die in Deutschland eine besondere Rolle spielen. Sie stammen zumeist aus dem gut aufgemachten Buch von Reinhard Junker und Siegfried Scherer: "Evolution - ein kritisches Lehrbuch". Die irreduziblen Komplexität hatte - wenn auch nicht unter diesem Begriff - schon Darwin in "Die Entstehung der Arten" diskutiert, explizit erst in der 6. Auflage. Darwin warnte vor zu schnellen Unmöglichkeitserklärungen und verwies im speziellen Fall des Seeigels auf einen Funktionswechsel hin. Martin Neukamm verweist zur irreduziblen Komplexität u.a. ebenso auf mögliche Funktionswechsel. Diese Sachdiskussionen sind zum Teil auf hohem Niveau und für Laien nicht immer verständlich. Der reichhaltige Sammelband liefert eine gute Argumentsbasis, die gezielt auf die Angriffe der deutschen Kreationismus-Szene eingeht. Er ist allen sehr zu empfehlen, die bei dieser Debatte mitreden wollen oder sich allgemein einen detailreichen Überblick zuoffenen Fragen der Evolution verschaffen wollen.


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