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Engel im Winter

Roman

Guillaume Musso

(7)
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Beschreibung

Nathan Del Amico hat viel erreicht: Aus armen Verhältnissen stammend ist er mit 38 Jahren ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt. Doch glücklich ist er nicht. Seine Frau Mallory hat ihn verlassen, mit ihr auch seine Tochter, und als wäre das nicht genug, verspürt er in letzter Zeit merkwürdige Stiche in seiner Brust. Zwei Wochen vor Weihnachten taucht plötzlich ein geheimnisvoller Arzt bei ihm auf, der Nathan ein beunruhigendes Angebot macht – das Nathans Leben auf dramatische Weise verändern wird ...

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 396
Erscheinungsdatum 12.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30378-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19.2/12.1/3.2 cm
Gewicht 292 g
Originaltitel Et après
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Antoinette Gittinger
Verkaufsrang 4410

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
4
2
1
0
0

spannend, eigenartig und mysteriös zugleich
von einer Kundin/einem Kunden am 04.01.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein packender Gegenwartsroman der einen viel über das zerbrechliche und vergängliche Leben nachdenken lässt. Ein erfolgreicher Anwalt hat alles in seinen Leben und doch nichts. Als ihn auch noch seine Frau verlässt droht alles zu zerbrechen, bis ein geheimnisvoller Arzt auftaucht und sein Leben auf den Kopf stellt.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2018
Bewertet: anderes Format

Eine sehr abstrakte Geschichte, aber wenn man sich darauf einlässt auch eine sehr berührende Geschichte.

Großartiger Musso 5 *****
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 01.11.2018

Das ist einer der besten Romane von ihm. Man kann das Buch nicht aus der Hand geben. Genial geschrieben, leicht und flüssig. Etwas mysteriös aber daher auch die Spannung. Sehr zu empfehlen!


  • Artikelbild-0
  • Kapitel 1
    Wie jeden Morgen wurde Nathan Del Amico durch doppeltes Klingeln geweckt. Er stellte immer zwei Wecker: einen, der ans Stromnetz angeschlossen war, und einen anderen, der mit Batterien betrieben wurde. Mallory fand das lächerlich. Nachdem er eine halbe Schale Cornflakes verschlungen, in einen Trainingsanzug geschlüpft und ein paar abgenutzte Reeboks angezogen hatte, verliess er die Wohnung für sein tägliches Training. Der Spiegel im Aufzug zeigte ihm einen jungen Mann mit angenehmem Äusseren, aber erschöpften Gesichtszügen.
    Du könntest dringend Urlaub gebrauchen, mein kleiner Nathan, dachte er und betrachtete aus der Nähe die bläulichen Schatten, die sich über Nacht unter seine Augen gelegt hatten.
    Er zog den Reissverschluss seiner Jacke bis zum Kragen hoch, schob seine Hände in gefütterte Handschuhe und stülpte sich eine Wollmütze mit dem Logo der Yankees über. Nathan wohnte im 23. Stock des San Remo Buildings, jenem Komplex mit luxuriösen Wohnhäusern an der Upper West Side. Er hatte einen Blick direkt auf den Central Park West. Kaum hatte Nathan die Nase zur Tür rausgestreckt, entströmte ein kalter und weisser Dunst seinem Mund. Es war noch nicht richtig hell, und die Wohnhäuser am Strassenrand tauchten erst langsam aus dem Nebel auf. Am Vorabend hatte der Wetterbericht Schnee angesagt, doch bislang war keine einzige Flocke vom Himmel gefallen.
    Mit kurzen Schritten lief er die Strasse hinauf. Die Weihnachtsbeleuchtungen und die Kränze aus Stechpalmen an den Eingangstüren tauchten das Viertel in festlichen Glanz. Nathan lief am Naturkundemuseum vorbei, und am Ende eines Hundertmetersprints betrat er den Central Park.
    Zu dieser Tageszeit und bei dieser Kälte war kaum jemand unterwegs. Ein eisiger Wind kam vom Hudson her und fegte über die Joggingstrecke, die um den Reservoir, den künstlichen See inmitten des Parks, herumführte.
    Auch wenn es nicht unbedingt als empfehlenswert galt, diesen Weg zu nehmen, so lange es noch dunkel war, tat Nathan es dennoch ohne Furcht. Seit Jahren joggte er hier, und nie hatte er etwas Unangenehmes erlebt. Nathan hielt sich an einen gleichmässigen Laufrhythmus. Die Luft war klirrend kalt, aber um nichts in der Welt hätte er auf seine tägliche Stunde Sport verzichtet.
    Nach einer Dreiviertelstunde gleichmässigen Laufens hielt er auf der Höhe der Traverse Road an, löschte seinen Durst und setzte sich einen Moment auf den Rasen.
    Er dachte an die milden Winter Kaliforniens, andie Küste von San Diego, wo sich ein kilometerlanger Strand ideal fürs Laufen eignete. Für einen Augenblick sah er in Gedanken seine Tochter Bonnie, wie sie sich vor Lachen schüttelte.
    Sie fehlte ihm so sehr, dass es schmerzte.
    Das Gesicht seiner Frau Mallory und ihre grossen, meerblauen Augen kamen ihm auch in den Sinn, aber er zwang sich, dieses Bild zu verdrängen.
    Hör auf, mit dem Messer in der Wunde herumzustochern.
    Dennoch blieb er auf dem Rasen sitzen, beherrscht von dieser grenzenlosen Leere, die er empfunden hatte, als sie gegangen war. Eine Leere, die ihn seit mehreren Monaten innerlich verzehrte.
    Er hätte es niemals für möglich gehalten, dass Schmerz solche Ausmasse annehmen konnte.
    Er fühlte sich einsam und elend. Einen kurzen Moment lang füllten sich seine Augen mit Tränen, bis der eisige Wind sie vertrieb.
    Er trank noch einen Schluck Wasser. Seit er am Morgen erwacht war, fühlte er einen seltsamen Schmerz in der Brust, etwas wie Seitenstechen, das seine Atmung behinderte.
    Die ersten Flocken fielen. Nun erhob er sich doch, lief mit langen Schritten zum San Remo Building zurück, weil er noch duschen wollte, bevor er zur Arbeit aufbrach.
    Nathan schlug die Tür des Taxis zu. Im dunklen Anzug und frisch rasiert betrat er den Glasturm an der Ecke Park Avenue und 52. Strasse, in dem sich die Büros der Kanzlei Marble & March befanden. Von allen Anwaltskanzleien der Stadt war Marble die erfolgreichste. Sie beschäftigte über neunhundert Angestellte in