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Die Schopenhauer-Kur

Roman

Vom Autor des Bestsellers „Die rote Couch“
Julius Hertzfeldt ist 65 und ein renommierter Psychoanalytiker, als er ernsthaft erkrankt. Zeit, sich wichtigen Fragen zu stellen. War sein Wirken wirklich bedeutungsvoll? Er erinnert sich an einen Fall, bei dem er kläglich versagt hat: An Philip Slate, den er einst wegen dessen Sexsucht in Behandlung hatte. Dieser ist immer noch so arrogant und ichbezogen wie früher, dennoch behauptet er, sich mittlerweile selbst geheilt zu haben – und zwar mit Hilfe der Lektüre von Arthur Schopenhauer ...
Rezension
„Ein so kluger wie spannender Schmöker.“
Portrait
Irvin D. Yalom wurde 1931 als Sohn russischer Einwanderer in Washington, D.C. geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA und ist vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher gelten als Klassiker. Seine Romane wurden international zu Bestsellern und zeigen, dass die Psychoanalyse Stoff für die schönsten und aufregendsten Geschichten bietet, wenn man sie nur zu erzählen weiss.
Zitat
"Ein kluger und unterhaltsamer Roman."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.05.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641119782
Verlag btb
Übersetzer Almuth Carstens
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2018
Bewertet: anderes Format

Yaloms Roman ist das Hohelied auf die Gruppentherapie und nebenbei eine kleine Schopenhauerbiographie. Wieder einmal hat der amerikanische Psychotherapeut ein faszinierendes Thema!

Philosophie trifft Psychotherapie!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Julius hat nur noch ein Jahr zu leben und möchte nun Vergangenes reflektieren. In seinem Job als Therapeut war er bisher immer sehr erfolgreich, bis auf einige wenige Ausnahmen, wo er trotz langjähriger Beratung von einzelnen Patienten keinen Erfolg erzielen konnte. Philipp ist einer dieser Härtefälle, die sich Julius nun... Julius hat nur noch ein Jahr zu leben und möchte nun Vergangenes reflektieren. In seinem Job als Therapeut war er bisher immer sehr erfolgreich, bis auf einige wenige Ausnahmen, wo er trotz langjähriger Beratung von einzelnen Patienten keinen Erfolg erzielen konnte. Philipp ist einer dieser Härtefälle, die sich Julius nun wieder in Erinnerung ruft. Er meldet sich bei seinem ehemaligen Klienten und trifft sich mit ihm um herauszufinden, ob seine Therapie vielleicht doch eine langfristige Besserung hervorbrachte. Doch das Treffen verläuft dann ganz anders, als Julius das geplant hatte: Philipp scheint vollständig geheilt von seinem damals sehr stark ausgeprägtem Suchtverhalten und möchte eine Praxis als philosophischer Berater eröffnen. Um die Berechtigung zu erhalten benötigt er eine Supervision - die Julius ihm geben könnte. Doch Julius ist skeptisch, da Philipp zwar von seinen Süchten geheilt scheint, jedoch immer noch kalte, dissoziale Charakterzüge aufweist. Darum fordert er eine Gegenleistung in Form einer halbjährigen Teilnahme Philipps an Julius Gruppentherapiesitzungen. Neben der Handlung in der Jetzt-Zeit beschäftigt sich jedes zweite Kapitel mit der Geschichte Arthur Schopenhauers. Von der Beschreibung der Ehe vor der Geburt Arthurs bis zu seinem Leben als einsamer Sonderling erhält man ein Grundverständnis von der Literatur und der Denkweise Schopenhauers und dadurch auch von Philips Denkweise, da dieser Schopenhauer in der Jetzt-Zeit darstellt. Da ich ab dem ersten Buch, das ich von Irvin Yalom gelesen habe von seinem Schreibstil sehr angetan war, hat mir auch dieser Roman wieder sehr gut gefallen. Ohne dieses Buch hätte ich wohl nie mit so viel Vergnügen über Arthur Schopenhauers Leben gelernt!

Schopenhauer, Psychologie und die Frage nach Heilung
von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schopenhauer war für viele ein eher unangenehmer Zeitgenosse, Menschen hat er abwertend als "Volk der bipedes" bezeichnet. Er sah sich selbst als Genie, den alten Meistern der Philosophie ebenbürtig und nur Goethe vermag in seiner Zeit seinem Anspruch genügen. Warum Schopenhauer womöglich dennoch den sexsüchtigen Philip Slate besser heilen... Schopenhauer war für viele ein eher unangenehmer Zeitgenosse, Menschen hat er abwertend als "Volk der bipedes" bezeichnet. Er sah sich selbst als Genie, den alten Meistern der Philosophie ebenbürtig und nur Goethe vermag in seiner Zeit seinem Anspruch genügen. Warum Schopenhauer womöglich dennoch den sexsüchtigen Philip Slate besser heilen konnte, als der feinfühlige und anerkannte Psychiater Julius Hertzfeldt erfahren wir in diesem Buch. Dafür hat der Autor verschiedene Herangehensweisen gewählt. Die Kapitel sind teils einer Biografie Schopenhauers nachempfunden und teils direkte Einblicke in die Gruppentherapie von Hertzfeldt. Dieser muss Slate mittlerweile auch beiwohnen und wird dort mit dem baldigen Tod des Psychiaters konfrontiert. Yalom verbindet die Gedanken Schopenhauers mit dem Leben eines Mannes, der Antworten sucht und glaubt sie in den Schriften des Philosophen gefunden zu haben. Dabei gelingt das Zusammenspiel von Psychologie, Philosophie und Existenzialismus auf eine faszinierende Art und Weise.