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Vielen Dank für das Leben

Roman

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe

»Das ist kein Roman, das ist ein Manifest.« ›Die Welt‹

Toto ist ein Wunder. Ein Waisenkind ohne klares Geschlecht. Zu dick, zu gross, im Suff gezeugt. Der Vater schon vor der Geburt abgehauen, die Mutter bald danach. Im kalten Sommer 1966 geboren, wandelt er durch die DDR, als ob es alles noch gäbe: Güte, Unschuld, Liebe. Warum, fragt er sich, machen die Menschen dieses Leben noch schrecklicher, als es schon ist? Toto geht in den Westen, wo der Kapitalismus zerstört, was der Sozialismus verrotten liess. Nur zwei Dinge machen ihm Hoffnung – das Wiedersehen mit Kasimir und das Singen.

Portrait

Sibylle Berg, geboren in Weimar, lebt heute in Zürich. Sie schreibt Romane, Theaterstücke, Essays und Kolumnen (u.a. für die ›NZZ‹ und für die ›ZEIT‹). Zuletzt erschienen ›Das Unerfreuliche zuerst - Herrengeschichten‹ (2001), ›Ende gut‹ (2004), ›Die Fahrt‹ (2007) und ›Der Mann schläft‹ (2009). 2008 wurde sie mit dem Wolfgang-Koeppen-Preis ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14341-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12.1/2.5 cm
Gewicht 336 g
Verkaufsrang 30031
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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"Vielen Dank für das Leben" - Wem gebührt dieser Dank?, dem gilt dieses Urteil!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.04.2019

Analysierend und mit wachem Verstand ist hier ein Leben beschrieben als grausige Metapher unseres Lebens - die Figuren bewusst überzeichnet, um das Grauen 'grauen' zu lassen... Minutiös seziert die Autorin nach Bedarf Motivation oder auch Naivität im Verhalten ihrer Protagonisten. Zynisch gießt sie Verachtung, Ekel, Wut in ihre... Analysierend und mit wachem Verstand ist hier ein Leben beschrieben als grausige Metapher unseres Lebens - die Figuren bewusst überzeichnet, um das Grauen 'grauen' zu lassen... Minutiös seziert die Autorin nach Bedarf Motivation oder auch Naivität im Verhalten ihrer Protagonisten. Zynisch gießt sie Verachtung, Ekel, Wut in ihre Sätze und zwischen die Zeilen: auf das, was 'Leben' heißt und - durch den Titel vorgegeben - dahin, woher 'Leben' kommt... So, wie die Autorin ihre Sprache benutzt und einsetzt, dadurch im Lesenden die bedrückendste Stimmung erzeugt, ist wohl literarische Kunst! Kunst aber zu welchem Zweck?? Dieses Kunstwerk wirkt destruktiv und in keiner Weise konstruktiv! Es überhebt sich, indem es sich Urteil anmaßt über Gott und die Welt. Sogar jetzt noch, während ich dem Gelesenen nachsinne, spüre ich latente Übelkeit und Trauer über die als Roman inszenierte und proklamierte - so entsetzliche! - Hoffnungslosigkeit! ...aber doch bricht in mir wieder Freude durch: über das Leben (dessen Geheimnis bis heute keine Wissenschaft entschlüsselt hat...), die Hoffnung, die Liebe und darüber, dass ich ehrlich danken kann, dem, dem dieser Dank gebührt: Vielen Dank für das Leben!

meisterhaft
von Martinus Oktobre aus München am 21.04.2016

Sibylle Berg ist eine Meisterin der Wahrheit. So schmerzhaft jedes Thema auch sein kann, es findet bei ihr den idealen Rahmen. Vielleicht ist das Buch nichts für die grauen Herbsttage, aber als abwechselnde Lektüre zwischen Sonnenschein und Kaffee/Kuchen passt das Buch ganz wunderbar in meinen Lebensentwurf.

Ein trostloses Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 06.11.2015

Solche Bücher muss man mögen. Sicherlich ist es auch anspruchsvoll. Mir persönlich hat es aber nicht gefallen. Nirgendwo ist Liebe oder Freundlichkeit von den Menschen zu erwarten. Die Hauptfigur schafft es nicht das Leben in die Hand zu nehmen, sondern wird von Zufall zu Zufall geworfen. Ob das jetzt wirklich als "gute" Wesense... Solche Bücher muss man mögen. Sicherlich ist es auch anspruchsvoll. Mir persönlich hat es aber nicht gefallen. Nirgendwo ist Liebe oder Freundlichkeit von den Menschen zu erwarten. Die Hauptfigur schafft es nicht das Leben in die Hand zu nehmen, sondern wird von Zufall zu Zufall geworfen. Ob das jetzt wirklich als "gute" Wesenseigenschaft zu bezeichnen ist, bleibt fraglich. Wer nur erträgt, ist nicht unweigerlich gut. Und so reiht sich Kapitel für Kapitel aneinander. Von fast allen Menschen wird nur das Schlechte hervorgeholt, von Süchten über Schwächen und Gewalt. Ich blieb mit der Frage zurück, was das Buch eigentlich will.