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Das Ende des Geldes

Hyperinflation und ihre Folgen für die Menschen am Beispiel der Weimarer Republik

Adam Fergusson

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Beschreibung

Der Autor verbrachte hunderte Stunden in Archiven verschiedener Länder, um diese aussergewöhnliche Dokumentation aus der Zeit der Weimarer Republik zu Papier zu bringen. In den Zwanzigerjahren des vorherigen Jahrhunderts war Deutschland nicht in der Lage, die Reparationszahlungen für den Ersten Weltkrieg zu leisten. Die Folge waren eine galoppierende In?ation, Hunger, sich rapide verschlechternde Lebensumstände der Bevölkerung und ein fast handlungsunfähiger Staat. Was damals passiert ist, könnte uns wieder drohen, denn es gibt viele Parallelen zu der heutigen Zeit. Spannend und kenntnisreich geschrieben nimmt Adam Fergusson den Leser mit auf eine Zeitreise - von der Vergangenheit über die Gegenwart bis zur Zukunft unserer gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Gesamtordnung.

Produktdetails

Format PDF i
Herausgeber Max Otte
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.04.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783862485246
Verlag Finanzbuch Verlag
Dateigröße 1376 KB

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Intellektuell anspruchsvoller Titel zum Trauma zentraleuropäischer Wirtschaftsgeschichte
von S. Hölderich aus Mannheim am 05.06.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Adam Fergusson ist mit seinen fast 80 Jahren ein hochkarätiger Historiker aus Großbritannien, der nicht nur an den besten Universitäten des Landes arbeitete, sondern auch als Journalist bei führenden Zeitungen und als Regierungsberater sich profiliert hat. In seinem jüngst als Neuauflage erschienenen Werk zeigt der Autor in chr... Adam Fergusson ist mit seinen fast 80 Jahren ein hochkarätiger Historiker aus Großbritannien, der nicht nur an den besten Universitäten des Landes arbeitete, sondern auch als Journalist bei führenden Zeitungen und als Regierungsberater sich profiliert hat. In seinem jüngst als Neuauflage erschienenen Werk zeigt der Autor in chronologischer Abfolge die Entstehung, den Verlauf und die Zuspitzung sowie die Bewältigung der Hyperinflation in Deutschland und Österreich nebst seiner ehemaligen Reichsgebiete in den ersten Dekaden des 20. Jhd. auf. Die Ausführungen gehen sehr in die Tiefe und sind reich an Facetten. Sie setzen allerdings ein gutes historisches Wissen des Lesers über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Hintergründe und die handelnden Schlüsselpersonen voraus. Fergusson´s exzellente Recherchen in außergewöhnlichen Quellen sowie die wechselnden Perspektiven, die Entwicklung nicht nur aus der gängigen Sicht der betroffenen Deutschen und der Völker der ehemaligen Donaudoppelmonarchie zu beschreiben, sondern auch aus der Sicht der Entente bereichern die Erkenntnisse des historisch interessierten Lesers. Vielerorts zitiert der Autor zeitgenössische Presse und involvierte Zeitgenossen. Damit macht er die Historie lebendig und anschaulich ohne ein einziges Foto oder eine sonstige Abbildung zu verwenden. An Meilensteinen der Entwicklung zeigt er immer wieder die Außenwertrelation der Mark und der Krone zum Britischen Pfund Sterling, dem US Dollar und dem Französischen Francs auf und macht an Beispielen den Erdrutsch des Innenwerts und der Kaufkraft der Mark und Kronen plastisch. Im diesem Buch wird deutlich, wie das schier unvorstellbare Unheil, welches die Mittelschicht ihrer Existenzgrundlage beraubte, schon 1914 seinen Ausgangspunkt genommen hatte und mit der Einführung der Rentenmark im Herbst 1923 bzw. kurz darauf der Reichsmark nicht wirklich sein Ende fand. Die Schlussfolgerung, zu der Fergusson den Leser hinführt, zeigt auf, wie Vollbeschäftigung und vermeintlicher Aufschwung über Jahre hinweg mit einer extrem expansiven Geldpolitik geschaffen wurde und die stabile Währung mit der bekannten Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit einherging, die letztendlich ein guter Nährboden für die reaktionären Kräfte in der Weimarer Republik bildeten. Erstaunlich ist für den Leser, dass unser heutiges Steuersystem in seiner Breite und Perfektion aus den Unzulänglichkeiten der seinerzeitigen Fiskalpolitik entstanden ist und z.B. die Besteuerung von Löhnen und Gehältern sowie des Konsums auf seinerzeitigen Einführungen beruht. Das Buch ist eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit der Hyperinflation und ihrer Folgen, welche vom Leser selbst den Transfer der Erkenntnisse auf unsere heutigen Verhältnisse, die erschreckende Parallelen aufweisen, abverlangt. So hebt sich das Buch von vielen anderen Titeln ab.


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