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Geschichte für einen Augenblick

Roman

(5)

Ruth Ozeki erkundet, was es heisst, in diesem Augenblick, genau jetzt, ein Mensch zu sein – »bezaubernd, klug und herzzerreissend« (Junot Díaz).

»Hallo! Ich heisse Nao, und ich bin ein Zeitwesen. Weisst du, was ein Zeitwesen ist? Wenn du einen Moment hast, erzähl ich es dir.« So beginnt das Tagebuch des japanischen Teenagers Nao, das eines Tages am Strand einer kanadischen Pazifikinsel angespült wird. Nao schreibt von Einsamkeit und Mobbing, vom depressiven Vater, von ihrer schillernden Urgrossmutter Jiko und den Geheimnissen des Zen. Die Autorin Ruth, die das Tagebuch gefunden hat, ist bald wie gebannt von Naos Notizen und beginnt zugleich um ihr Leben zu fürchten – hat Nao letztlich Selbstmord begangen? Ist sie im Tsunami gestorben? Die Suche nach Antworten gerät für Ruth zu einer magischen Reise durch die Gegenwart, die am Ende auch den Blick auf ihr eigenes Leben verwandelt.

Rezension
vielschichtig und tragikomisch.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 560 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783104028217
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1364 KB
Übersetzer Tobias Schnettler
eBook
Fr. 22.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Bezaubernd, poetisch, nahegehend! Eines der Bücher, die in mir noch lange nachklingen. Ich habe es vor einem Jahr gelesen und es beeindruckt mich immer noch zutiefst.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ruth Ozaki versteht es wie kaum jemand, zwei Geschichten, die durch Ort und Zeit getrennt sind, so wunderbar und spannend zu verknüpfen. Konnte das Buch gar nicht mehr weglegen!

Japanische Gegenwartsliteratur per excellence
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2015

„Geschichte für einen Augenblick“ ist wohl einer dieser Romane, die mir lange nach dem Lesen, noch in meinen Gedanken herum gespukt sind und die es mir nicht gerade einfach machen, eine anständige Rezension zu schreiben ohne zu viel zu erzählen, gerade wenn ein Buch so von der Sprache und... „Geschichte für einen Augenblick“ ist wohl einer dieser Romane, die mir lange nach dem Lesen, noch in meinen Gedanken herum gespukt sind und die es mir nicht gerade einfach machen, eine anständige Rezension zu schreiben ohne zu viel zu erzählen, gerade wenn ein Buch so von der Sprache und den Details lebt, wie es eben diesem der Fall ist. Erzählt wird die ganze Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und Ruth wäre dann auch eine der zentralen Figuren. Sie lebt mit ihrem Mann Oliver und ihrem Kater Schrödinger auf einer Pazifikinsel, und versucht ein Buchprojekt über die Memoiren ihrer Mutter, die an Alzheimer verstorben ist, zu Ende zu bringen. Geschichte für einen Augenblick, der auf der Shortlist des Man Booker Prize 2013 stand und der erste ist, der von Ruth Ozeki in deutscher Sprache erschienen ist, beginnt mit einer anderen Frauenfigur: Nao, die eigentlich Naoko heißt und ein sechzehnjähriges Mädchen ist, das sich in Japan nicht sehr wohl fühlt. In der Schule wird sie entweder ignoriert, oder bis auf das Äußereste gedemütigt und gemobbt. Den einzigen Halt findet sie bei ihrer hundertvierjährigen buddhistischen Urgroßmutter, die trotz ihres unglaublich hohen Alters einen Computer bedienen kann und mit ihrer Urenkelin auch mal per SMS in Kontakt tritt. Ruth weiß nur deswegen von Naoko, weil sie bei einem Spaziergang am Strand, ihr wasserdichtverpacktes Tagebuch findet, dass höchstwahrscheinlich während des Tsunamis ins Meer gefallen und nun an die kanadische Insel, auf der Ruth wohnt, gespült worden ist. In einem Interview des S. Fischer Verlages sprach die talentierte Schriftstellerin über ihre erste Fassung des Romans und darüber, wie sie sich selbst in diesen Roman eingeschrieben hatte. Der Vorschlag kam von ihrem Mann Oliver der meinte, dass sie unmittelbar auf die Katastrophe in Fukushima reagieren könnte und den Rahmen des Romans dadurch aufbrechen und der Realität mehr Raum geben würde. Das ist ihr auch sehr gut gelungen und auf diese Weise wurde Rutz Ozeki ein ganz eigener Teil des Romans und schließlich hat auch Oliver, genauso wie ein wenig Surrealismus, einen Platz in „Geschichte für einen Augenblick“ erlangt. Als Naoko im ersten Kapitel gleich darüber schreibt, dass sie ihre Tagebucheinträge aus einem bestimmten Grund vor ihrem Tod macht, wurde in mir die Befürchtung wach, dass diese Geschichte vielleicht nicht gut ausgehen könnte. Tatsächlich hat der Tod in dieser Geschichte viele Gesichter und dennoch bleibt die Erzählung leichtfüßig, was sich aber gegen Mitte und Ende des Romans verändert und einer Bedeutungsschwangeren Atmosphäre Platz macht. Wenn man die Erzählweise und den Stil bedenkt, die vielen Anekdoten und Querverweise, könnte man sehr wohl sagen, dass dieser Roman sehr wohl anspruchsvoll ist. Geht man aber mit Geduld an das Lesen heran, entfaltet sich meiner Meinung nach ein großer Teil der japanischen Seele. Belletristisch gesehen, habe ich bisher nur eine sehr karge und einseitige Sicht auf die japanische Gegenwartsliteratur, aber spätestens mit Ruth Ozeki hat sich das verändert und sie bekommt in meinem Bücherregal, neben Haruki Murakami einen Ehrenplatz und wird wahrscheinlich nicht die Letze sein die bei mir Einzug hält.