Darwin heute

Evolution als Leitbild in den modernen Wissenschaften

Andreas Beyer, Josef Gassner, Peter-Michael Kaiser, Bernulf Kanitscheider, Harald Lesch

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Beschreibung

Was hat Darwins Evolutionstheorie aus dem 19.Jh. mit der Erzeugung massgeschneiderter Moleküle im Reagenzglas, mit der Enstehung des Universums oder regenerativer Medizin zu tun? Die Antwort gibt dieses Buch, indem es aufzeigt, dass die Darwinschen Gedanken auch ausserhalb der Biologie Einzug in die modernen Wissenschaften gehalten haben. Die Autoren zeigen, dass sich grundlegende Phänomene in den Naturwissenschaften ohne Evolution überhaupt nicht verstehen und erklären lassen. Hochranginge Wissenschaftler demonstrieren die Rolle evolutionären Denkens in der Philosophie, Kosmologie, Molekularbiologie und Biochemie, Biotechnologie, Verhaltensbiologie und Medizin. Sie geben Einblick in neue Forschungsfelder wie evolutionäre Biotechnologie und regenerative Medizin und machen deutlich, wie evolutionäres Denken heute in den unterschiedlichsten Disziplinen als Instrument zur Problemlösung eingesetzt wird.

»Ein empfehlenswertes Buch für alle Interessierten.« Spektrum der Wissenschaft

»Die Zeitreise vom Urknall bis zur Entstehung unseres ›blauen Diamanten‹ und den Randbedingungen der Entstehung von Leben ist äusserst lesenswert.« Fachbuchjournal

Peter Michael Kaiser Jg. 1944, Dr. rer. nat. studierte Chemie von 1963 bis 1972 an der Universität Marburg (Promotion im Fach Biochemie). Von 1972 bis 1981 Wissenschaftlicher Assistent im Institut für Biochemie an der Universität Münster (Prof. Dr. Dr. H. Witzel). Danach von 1982 bis Anfang 1993 in der klinischen Forschung in der pharmazeutischen Industrie (zuletzt Leiter Forschung und Entwicklung). Seit 1993 selbständig als Berater und Auditor zahlreicher pharmazeutischer Firmen sowie Qualitätsbeauftragter einer Reihe von deutschen und osteuropäischen Contract Research Organizations..
Bernulf Kanitscheider Jg. 1939, Prof. Dr. ist ein Philosoph und Wissenschaftstheoretiker. Er schrieb mehrere naturphilosophische Bücher, vorwiegend zu Fragen der Kosmologie, der Lebensphilosophie und zu einem aufgeklärten Hedonismus. Er promovierte 1964 (Thema: Das Problem des Bewusstseins) an der Universität Innsbruck, wo er sich 1970 auch mit dem Thema „Geometrie und Wirklichkeit“ habilitierte. 1974 wurde er auf den Lehrstuhl für Philosophie der Naturwissenschaft an der Universität Giessen berufen. Im Oktober 2007 trat Kanitscheider in den Ruhestand. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Philosophia naturalis und gehört zum Beirat der Zeitschriften Folia Humanistica, Argumentos de Razón Técnica, Erkenntnis und Zeitschrift für allgemeine Wissenschaftstheorie. Ferner gehört er dem wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung an und ist Mitglied des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften und der Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg..
Harald Lesch, der eigenen Angaben zufolge das Reden in der väterlichen Gastwirtschaft lernte, ist nicht nur Professor für Astronomie und Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Dozent für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Durch seine Präsenz in Funk und Fernsehen ist er darüber hinaus als hervorragender „Erklärer“ bekannt: In Sendungen wie „alpha Centauri“, „Leschs Kosmos“ oder dem Youtube-Kanal „Terra X Lesch & Co“ vermittelt er komplizierte Phänomene und Fakten leicht verständlich an ein grosses Publikum. Denn Wissensvermittlung und Bildung sind zwei seiner Herzensthemen. Daher ist es nur folgerichtig, dass er seit 2018 als Schirmherr der Kinderuniversität Weimar fungiert und vielfache Auszeichnungen für die verständliche Vermittlung von Wissenschaft erhielt..
Martin Neukamm, geb. 1972, studierte Chemie an der Fachhochschule Aalen mit Schwerpunkt Analytik. Seit 1998 ist er Chemie-Ingenieur an der TU München. 2004-2009 Geschäftsführer der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland (VdBiol). Seit 2010 leitet Neukamm zusammen mit dem Essener Biochemiker Prof. Dr. Andreas Beyer die "AG EvoBio - Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft". Neukamm ist Buchautor, Verfasser und Coautor mehrerer wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Artikel. Zu seinen Interessensgebieten zählen u. a. die chemische Evolution, Evolutionsbiologie, Kosmologie, Wissenschaftsphilosophie und evolutionskritische Pseudowissenschaften (Kreationismus)..
Peter Schuster Jg.1941, Prof. Dr. rer. nat. Studium der Chemie und Physik an der Universität Wien. 1967 Promotion sub auspiciis praesidentis zum Dr. phil. 1968-1969 Post-Doktorand beim Nobelpreisträger Prof. Dr. Manfred Eigen am Max-Planck-Institut für Physikalische Chemie in Göttingen. 1971 habilitierte er sich an der Universität Wien im Fach Theoretische Chemie und wurde 1973 für das gleiche Fach zum Ordentlichen Universitätsprofessor an der Universität Wien ernannt. Seitdem (mit kurzer Unterbrechung) Vorstand des Instituts für Theoretische Chemie. 2004 Dekan der Fakultät für Chemie. 2006 bis 2009 Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Schuster ist Autor von neun Büchern und etwa 300 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. In mehreren wissenschaftlichen Journalen ist er (Mit-)Herausgeber..
Charlotte Störmer Geboren 1981 in Herford (Nordrhein-Westfalen). Studium der Biologie mit den Schwerpunkten Anthropologie und Biophilosophie an den Universitäten Osnabrück, Giessen und Wien. Promotionsprojekt zum Einfluss von Mortalitätskrisen auf menschliche Lebensverläufe in historischen Populationen mit Forschungsaufenthalt an der Universität Sheffield. Stipendiatin der Volkswagen-Stiftung. Derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie der Biowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Giessen. Zu ihren Interessenschwerpunkten zählen die Life-History Theory, Developmental programming, Einfluss von Infektionskrankheiten auf menschliche Lebensverläufe (Lebenserwartung und Reproduktion), Historische Demographie..
Eckart Voland Jg. 1949, Prof. Dr. rer. nat. Studium der Biologie und Sozialwissenschaften in Hann. Münden. 1978 wurde er über das Thema seiner Dissertation Sozialverhalten von Primaten zum Dr. rer. nat. promoviert. 1992 Habilitation an der hiesigen Universität im Fach Anthropologie. In den Jahren 1993-1994 war Voland Senior Research Fellow am Department of Anthropology des University College London. Seit 1995 Professor für Philosophie der Biowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Giessen. Seine Forschungsarbeiten liegen auf den Gebieten der Evolutionären Anthropologie, Biophilosophie und der historischen Demographie. Seine Veröffentlichungen wurden vielfach in andere Sprachen übersetzt. Voland ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung..
Gerhard Vollmer Jg. 1943, Prof. Dr. rer. nat. Studierte Mathematik, Physik und Chemie in München, Berlin, Hamburg und Freiburg. Nach dem Diplom in Physik (1968) studierte er in Freiburg zusätzlich Philosophie und Sprachwissenschaften. Gerhard Vollmer lehrte ab 1975 an der Universität Hannover, ab 1981 im Fach Biophilosophie an der Universität Giessen und ab 1991 in Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig. Im Jahr 2004 erhielt er "für die Grundlegung einer Evolutionären Erkenntnistheorie und für seine herausragende Mittlerfunktion zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“ den Kulturpreis der Eduard Rhein-Stiftung. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Humanistischen Akademie Bayern, der Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle, der Giordano-Bruno-Stiftung und der Braunschweigschen Wissenschaftlichen Gesellschaft. Ferner ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Aufklärung und Kritik und gehört zum Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)..
Martin Neukamm, geb. 1972, studierte Chemie an der Fachhochschule Aalen mit Schwerpunkt Analytik. Seit 1998 ist er Chemie-Ingenieur an der TU München. 2004-2009 Geschäftsführer der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland (VdBiol). Seit 2010 leitet Neukamm zusammen mit dem Essener Biochemiker Prof. Dr. Andreas Beyer die "AG EvoBio - Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft". Neukamm ist Buchautor, Verfasser und Coautor mehrerer wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Artikel. Zu seinen Interessensgebieten zählen u. a. die chemische Evolution, Evolutionsbiologie, Kosmologie, Wissenschaftsphilosophie und evolutionskritische Pseudowissenschaften (Kreationismus).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Martin Neukamm
Seitenzahl 268
Erscheinungsdatum 01.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-534-26439-1
Verlag Wbg Academic in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Maße (L/B/H) 24.6/17/2.4 cm
Gewicht 648 g
Abbildungen etwa 35 s7w Abbildungen

Kundenbewertungen

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Kein klassisches Buch über die Evolution (, was nicht zwingend negativ ist.)
von einer Kundin/einem Kunden aus Würzburg am 04.04.2021

Jeder, der bei diesem Buch erwartet, noch einmal die gesamte Geschichte Darwins in allen Einzelheiten erzählt zu bekommen, wird nicht zufrieden mit diesem Buch sein. Ich würde sogar sagen, ein Grundwissen über die Evolutionstheorie ist vorausgesetzt. Für jeden, der die Evolutionstheorie gerne einmal aus anderen Blickwinkeln se... Jeder, der bei diesem Buch erwartet, noch einmal die gesamte Geschichte Darwins in allen Einzelheiten erzählt zu bekommen, wird nicht zufrieden mit diesem Buch sein. Ich würde sogar sagen, ein Grundwissen über die Evolutionstheorie ist vorausgesetzt. Für jeden, der die Evolutionstheorie gerne einmal aus anderen Blickwinkeln sehen möchte und universelle Interessen hat, ist dieses Buch perfekt. Es beschreibt die Evolution innerhalb anderer Fachkompetenzen als der der Biologie, die standardisiert mit Darwins Lehre in Verbindung gebracht wird. Den einen Stern Abzug gebe ich, da ich mir dann doch noch ein Einstiegskapitel über Darwin und seine Interpretation der Evolution gewünscht hätte. So wird man - selbst wenn man über grundsätzliche Dinge Bescheid weiß - etwas ins kalte Wasser gestoßen.

Nicht einfache, aber ungemein lohnende disziplinsübergreifende Lektüre
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 01.11.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Sammelband „Darwin heute: Evolution als Leitbild in den modernen Wissenschaften” will offensichtlich zeigen, dass das Konzept der Evolution in viele Disziplinen eingezogen ist. Das wird in acht fundierten Beiträgen erfolgreich ausgeführt. Mir drängte sich bei der Lektüre aber auch eine weitere Absicht des Sammelbands auf: zu... Der Sammelband „Darwin heute: Evolution als Leitbild in den modernen Wissenschaften” will offensichtlich zeigen, dass das Konzept der Evolution in viele Disziplinen eingezogen ist. Das wird in acht fundierten Beiträgen erfolgreich ausgeführt. Mir drängte sich bei der Lektüre aber auch eine weitere Absicht des Sammelbands auf: zu zeigen, dass das Gerede über die Evolution als „nur eine Theorie” zwar prinzipiell richtig, aber durch die Wirklichkeit in den Wissenschaft schon längst obsolet geworden ist. Der Herausgeber Martin Neukamm führt den Siegeszug des Konzepts der Evolution auf die folgenden Punkte zurück. Das Evolutionskonzept 1. zeigt die Veränderung aller Systeme der empirischen Welt 2. erklärt die Veränderung ganz natürlich aus der Vergangenheit 3. kommt darin ganz ohne Hexenmeister aus 4. unterstützt damit ein naturalistisches Weltbild, in dem – grob vereinfachend – alles mit rechten Dingen zugeht. Der Sammelband umfasst acht Beiträge aus ganz unterschiedlichen Disziplinen, geschrieben von namhaften Vertretern ihres Fachs. Das Konzept der Evolution wird dabei in vielen Disziplinen verortet: Philosophie, Kosmologie, Molekularbiologie, Biochemie, Biotechnologie, Verhaltensbiologie, Medizin und neuen Unterdisziplinen der Biologie, wie der Lebensgeschichtenevolution. Sie untersucht, wie Umweltbedingungen die Lebensbereiche Selbsterhalt, Wachstum und Reproduktion beeinflussen. Wer von Evolution wenig Ahnung hat ist mit dem Sammelband „Darwin heute” allerdings zunächst eindeutig überfordert. Wer sich aber etwas kundig fühlt oder kundig gemacht hat, kann Dietrich Schwanitz und Ignoranten trotzen und mit „Darwin heute” sein Weltbild erweitern und Hintergründe erkunden. Die Lektüre ist nicht immer einfach, daher der Rat vorher ein Einführungswerk zu studieren. Winziger Wermutstropfen: Das Stichwortverzeichnis ist besonders bezüglich Personenverweise mehr als lückenhaft.


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