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Stier

Roman

Bibliothek Suhrkamp Band 1364

Ralf Rothmann

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Beschreibung

»Ein wesentliches Kapitel der Geschichte der Bundesrepublik, der zwischen Melancholie und Furor pendelnde Abgesang auf die verlorene Generation der siebziger Jahre«, schrieb Matthias Bischoff in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Erscheinen von Ralf Rothmanns erstem Roman 1991.Weit ausholend lässt der Autor den Hinterhaus-Berliner Kai Carlsen seine Geschichte erzählen. Sie führt ins Ruhrgebiet. Wo »Bergschäden« das Gesicht der Häuser prägen und die Väter im Pütt arbeiten, wird der von der »Herzkrankheit Frau unheilbar infizierte« stille Rebell und stürmische »Rotlichtcasanova« zum Maurer – und entdeckt ein Leben hinter dem Leben. Als Kai Carlsen Arbeit und Wohnung bei Eckhart Eberwein, dem ehemaligen Bauingenieur und Betreiber des »Blow up«, eines Treffpunkts der Subkultur, findet, begegnet der Träumer auf seiner Suche nach innerer Freiheit neuen verwegenen Freunden. Doch über ihre sorglosen Feste legt sich der Schatten einer Frau und ihrer schönen Tochter ... Schliesslich arbeitet Kai Carlsen als Pflegehelfer und »Blutwäscher«. Im Waldklinikum trifft er einen kunstsinnigen Kolumbianer und die »von Gerüchten umwitterte« Krankenschwester Marleen. Und lernt zu leben mit der Alltäglichkeit des Exitus in der Pathologie.Stier ist eine Hommage an die Jugend. Unruhig und intensiv teilt sich das Lebensgefühl einer Generation mit in der Bildungsgeschichte eines jungen Mannes, der zum Erzähler wird, weil er Wesentliches begriffen hat: »Die Zeit, wieviel Menschenalter sie auch dauern würde, war zu kurz. Es ist die Sehnsucht der Verstorbenen, die an uns zerrt, ihre Liebe macht uns und die Dinge vergänglich.«

Ralf Rothmann wurde am 10. Mai 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Er lebt seit 1976 in Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 371
Erscheinungsdatum 17.03.2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-22364-2
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18.3/12.4/2.9 cm
Gewicht 376 g
Auflage 1

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Kundenbewertungen

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Melancholie
von Polar aus Aachen am 11.07.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gibt es deutsche Autor mit Humor, die literarischen Ansprüchen genügen? Ralf Rothmann gehört sicher dazu. Als eine Art Entwicklungsroman könnte man Stier bezeichnen. Was in deutschen Ohren streng nach Bildung klingt. Eine Jugend in den Siebzigern taucht vor uns auf, wenn wir den Roman lesen, eine Jugend, die vom Ruhrgebiet aus ... Gibt es deutsche Autor mit Humor, die literarischen Ansprüchen genügen? Ralf Rothmann gehört sicher dazu. Als eine Art Entwicklungsroman könnte man Stier bezeichnen. Was in deutschen Ohren streng nach Bildung klingt. Eine Jugend in den Siebzigern taucht vor uns auf, wenn wir den Roman lesen, eine Jugend, die vom Ruhrgebiet aus in die große weite, deutsche Welt aufbricht, sich mit Jobs auf Baustellen durchschlägt und sich den Auswüchsen der Subkultur verschreibt. Eine Welt, die trotz nahem Deutschem Herbst unschuldig erscheint, da sie sich einen naiven Blick auf die Art von Freiheit bewahrte, in der sich romantische Rebellen mit Haschisch versorgten und von der einen Frau träumten, die auf sie wartete. Dabei ist ihr prägendes Merkmal die Unruhe, das Unstete. Ralf Rothmann fängt diese Zeit der Hoffnungen, des geglaubten Paradieses in drei Teilen ein, in denen sein Ich-Erzähler sich in unterschiedlichen Berufen versucht. Die Menschen, die er dabei trifft, die Frauen, in die er sich verlieben könnte, bergen viel von dem Zeitkolorit jener Jahre. Nach Woodstock, vor den profitstrebenden Achtzigern. Rothmann verleitet uns dazu, gnädig zurückzublicken.


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