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Verlorene Welten

Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas. 1700-1910

(7)
Aram Mattioli erzählt die Geschichte Nordamerikas zwischen 1700 und 1900 aus der Sicht der »First Peoples«. Eingehend ergründet er die politischen Motive aller Seiten im erbarmungslosen Kampf um den Kontinent, der zur Vernichtung der Lebensformen und der Kultur der Indianer führte.

Umfassend erzählt und deutet Aram Mattioli die Geschichte der Indianer und ihrer Vernichtung vom 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Anschaulich schildert er die globalen Ereignisse vor dem Hintergrund aller zentralen Zeiterscheinungen. Eindringlich beschreibt er den langen und gewaltsamen Prozess der Kolonisierung durch die weissen Siedler. Zugleich bezieht er stets die Sicht der »Besiegten« gleichberechtigt in die Betrachtung mit ein und zeigt eindrucksvoll, wie indianische Nationen ganz unterschiedlich auf die Landnahme reagierten. Daneben kommen die kulturellen Leistungen der Indianer ebenso zur Sprache wie die grossen sozialen Umwälzungen und die vielfältigen Lebensformen. In packenden Szenen beschreibt der Autor die entscheidenden Kämpfe und zeichnet treffende Porträts der einfachen Menschen wie der grossen politischen Akteure. Ein anregendes und brisantes Buch über die Verwandlung der amerikanischen Welt, das nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart ein neues Licht wirft.
Portrait
Aram Mattioli, geboren 1961, lehrt als Professor für Neueste Geschichte an der Universität Luzern. Er studierte an der Universität Basel Geschichte und Philosophie. International bekannt wurde er durch seine Forschungen zum faschistischen Italien. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der Geschichte des indianischen Nordamerika. Er schreibt u.a. für DIE ZEIT.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 11.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94914-8
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3,5 cm
Gewicht 636 g
Auflage 6. Druckaufl.
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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7 Bewertungen
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Die Geschichte einer Tragödie
von einer Kundin/einem Kunden am 10.12.2017

Ein neues Standardwerk! Es ist beeindruckend, wie der Autor stets die Balance zwischen anklagendem und sachlichen Ton beibehält. Er beleuchtet nicht nur die von vielen Historikern als Genozid bezeichnete Landnahme der USA ab 1779, sondern wirft auch einen Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen der Indianer unter der Herrschaft der... Ein neues Standardwerk! Es ist beeindruckend, wie der Autor stets die Balance zwischen anklagendem und sachlichen Ton beibehält. Er beleuchtet nicht nur die von vielen Historikern als Genozid bezeichnete Landnahme der USA ab 1779, sondern wirft auch einen Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen der Indianer unter der Herrschaft der Spanier in Kalifornien und unter Engländern und Franzosen zu Beginn der Kolonisierung Amerikas. Hierbei pauschalisiert Aram Mattioli nicht, sondern geht von Fallstudien auf regionalen Ebenen aus. Er zeigt, dass es durchaus Zeiten der friedlichen Koexistenz gab. Diese waren aber durch den Expansionsdrang und die Politik der europäischen Großmächte zum Scheitern verurteilt. Auch zeigt er an Beispielen, dass die Indianerkonförderationen den Invasoren durchaus paroli bieten konnten, gegen die fortschreitende Industrialisierung jedoch chancenlos waren. Dieses Buch schildert facettenreich den Untergang vieler amerikanischer Völker, welche von den Europäern plump als "Indianer" zusammengefasst wurde. Auch wenn die Tradition in den heutigen amerikanischen Ureinwohnern weiterlebt ist ihr Schicksal verklärt durch Western, Romane und die amerikanische Politik. Aram Mattiolis Buch sollte eine Mahnung sein und von jedem der sich mit amerikanischer Geschichte befasst gelesen werden!

Schonungslose Wahrheit
von Buchgespenst am 25.11.2017

Amerika und seine Indianer – eine Geschichte voller Romantisierung, Politisierung und Vertuschung. Eine objektive geschichtliche Darstellung ist schwierig, da viele Quellen von persönlichen Zielen geprägt sind, doch auch in Amerika setzt sich ein differenzierte r Forschungsansatz, der nicht darauf beharrt das Gesicht zu wahren, immer mehr durch. Mit diesem... Amerika und seine Indianer – eine Geschichte voller Romantisierung, Politisierung und Vertuschung. Eine objektive geschichtliche Darstellung ist schwierig, da viele Quellen von persönlichen Zielen geprägt sind, doch auch in Amerika setzt sich ein differenzierte r Forschungsansatz, der nicht darauf beharrt das Gesicht zu wahren, immer mehr durch. Mit diesem Buch liegt eine schonungslose Darstellung der Geschichte der First Peoples zwischen 1700 und 1900 vor. Schonungslos ist sie in vielerlei Hinsicht. Nicht nur Vertreter der alten Politik, sondern auch diejenigen, die die Indianer romantisieren stoßen hier auf Erkenntnisse, die ihr Weltbild auf den Kopf stellen. Was bleibt ist ein großartiger Einblick in den erbarmungslosen Kampf um einen Kontinent, Kultur und Lebensform, der zur Vernichtung der Indianer führte. Das Buch nimmt dem Leser den Atem. Er möchte Weinen, er möchte helfen und doch weiß er, dass der große Kampf verloren ist. Dieses Werk ist schonungslos. Fundiert geschrieben wird der Bogen bis in die heutige Zeit gespannt; wie Nordamerika und Kanada mit ihrer Geschichte umgehen und wie sich die Indianerpolitik bis heute auswirkt. Ein brillantes Sachbuch, das nichts für schwache Nerven ist. Informativ und spannend verändert es den Leser und schafft ein völlig neues Welt- und Geschichtsverständnis. Eine klare Leseempfehlung!

von einer Kundin/einem Kunden am 15.11.2017
Bewertet: anderes Format

Hier wird die unfassbare Ungerechtigkeit geschildert, die den Indianern Nordamerikas zugefügt wurde. Sehr lesenswert!