Sprachwandel

Von der unsichtbaren Hand in der Sprache

Rudi Keller

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Beschreibung

Eine natürliche Sprache ist eine spontane Ordnung; dabei ist sie weder Naturphänomen noch Artefakt, sondern ein Phänomen der dritten Art. Ihr gegenwärtiger Zustand ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - unbeabsichtigter, unreflektierter Nebeneffekt von Wahlhandlungen der einzelnen Sprecher im Zuge ihrer kommunikativen Bemühungen. Sprachwandel ist damit ein prototypisches Beispiel soziokultureller Evolution. Die Rekonstruktion des Wandels ist ein zentraler Baustein einer erklärenden Theorie eines Sprachzustandes. Der ihr adäquate Modus ist die Erklärung mittels der unsichtbaren Hand.

"The book is a singulary good one; … It will take some effort to surpass it."
Studies in Language

Prof. (em.) Dr. Rudi Keller, Jahrgang 1942, lehrte Germanistische Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 16.07.2014
Verlag Utb GmbH
Seitenzahl 240
Maße (L/B/H) 18.5/12.1/1.7 cm
Gewicht 253 g
Auflage 4. unv. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8252-4253-4

Kundenbewertungen

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Sprache entwickelt sich durch freien Sprachgebrauch
von Dr. Christian-Uwe Behrens aus Wilhelmshaven am 09.07.2005
Bewertet: Taschenbuch

Das Buch von Rudi Keller zeigt beeindruckend, dass die Entwicklung der Sprache durch freien Sprachgebrauch erfolgt. Wieviel wertvoller wäre es, würde dieses Buch im Deutschunterricht behandelt, als z. B. so manche zusätzliche Stunde mit der Grammatik zugebracht. Möge sich jeder an Sprache Interessierte durch Lektüre selbst ein U... Das Buch von Rudi Keller zeigt beeindruckend, dass die Entwicklung der Sprache durch freien Sprachgebrauch erfolgt. Wieviel wertvoller wäre es, würde dieses Buch im Deutschunterricht behandelt, als z. B. so manche zusätzliche Stunde mit der Grammatik zugebracht. Möge sich jeder an Sprache Interessierte durch Lektüre selbst ein Urteil bilden, was er wohl lieber im Unterricht erfahren hätte. Ich meine, dieses Buch ist überaus lesenswert. Von mir wird es empfohlen, vor allem auch denen, die glauben, Sprache ließe sich von der Obrigkeit verordnen.

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  • Vorwort zur vierten Auflage 9

    Vorwort zur zweiten Auflage 10

    Vorwort 13

    Teil I

    1. Das Problem des Sprachwandels 17

    1.1. Warum ändert sich die Sprache? 17

    1.2. Organismus oder Mechanismus? 20

    1.3. Intentionen, Pläne und Bewusstsein 25

    1.4. Wesen, Wandel und Genese 30

    2. Vermutende Geschichte 37

    2.1. Sprachursprung. Eine Geschichte und ihre Interpretation 37

    2.2. Das Mandevillesche Paradox 51

    2.3. Conjectural History 57

    3. Im Gefängnis der Dichotomien 62

    3.1. Natur versus Kunst – Gefühl versus Verstand 62

    3.2. Argumente im Gefängnis: Schleicher, Müller, Whitney 72

    3.3. Ist die Sprache von Menschen gemacht? 81

    Teil II

    4. Das Wirken der unsichtbaren Hand 87

    4.1. Sprache – ein Phänomen der dritten Art 87

    4.2. Invisible-hand-Erklärungen 95

    4.3. Kausale, finale und funktionale Erklärungen 109

    4.4. Maximen sprachlichen Handelns 125

    4.5. Stase und Dynamik der Sprache 131

    5. Diskussion 147

    5.1. Lüdtkes Sprachwandelgesetz 147

    5.2. Natürlichkeitstheorie 155

    5.3. Diachronie oder Synchronie? 167

    5.4. Chomskys I-Sprache 171

    5.5. Poppers Welt 3 181

    6. Fazit 191

    6.1. Sprachwandel als evolutionärer Prozess 191

    6.2. Resümee und Plädoyer für Erklärungsadäquatheit 206

    Literaturverzeichnis 217

    Rezensionen der ersten Auflage 227

    Namenregister 228

    Sachregister 231