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Damals war Heimat

Die Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums

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Ein historisches Panorama der »Welt von gestern"

»In dieser Epoche war meine Heimat." Sie sind Fabrikanten oder Wissenschaftler, Schriftstellerinnen oder Rabbiner, Industrielle oder Journalisten, Operettenkönige oder Pädagoginnen, Architekten oder Ärzte. Ihre Geschichten rekonstruieren im Kleinen eine grosse Gesellschaft, geprägt von enormer Vielfalt, unglaublicher Kreativität und wachem Innovationsgeist. Die Menschen, von denen Marie-Theres Arnbom erzählt, haben etwas gemeinsam: Sie haben ihre Wurzeln im Judentum und zählen zum Wiener Grossbürgertum. Manchen ist Religion wichtig, andere stammen aus Familien, deren Eltern oder Grosseltern konvertiert sind; erst 1933 respektive 1938 werden viele brutal an weit zurückliegende Ursprünge erinnert, die mit ihrem eigenen Leben kaum etwas zu tun haben.

Marie-Theres Arnbom zeichnet ungewöhnliche, mitunter skurrile Lebenswege nach, die von Wien nach Kansas führten oder aus Bad Ischl nach Afrika. Ein grossartiges historisches Panorama der Welt des Wiener jüdischen Grossbürgertums und ihres Fortlebens.
Portrait
Marie-Theres Arnbom, Dr. phil., ist Historikerin, Autorin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie veröffentlicht Bücher und Beiträge zu zeit und kulturhistorischen Themen, die sie als Kuratorin auch an Museen in Szene setzt, und schreibt Programmhefte und Artikel für grosse Konzertveranstalter. 2004 gründete sie das Kindermusikfestival St. Gilgen als wesentlichen Bestandteil des Musiksommers im Salzkammergut. Zuletzt erschienen: »Die Welt der Operette. Glamour, Stars und Showbusiness« (2011); Lotte Tobisch, »Langweilig war mir nie« (2013).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 248 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783902862976
Verlag Amalthea Signum Verlag
Dateigröße 4373 KB
eBook
Fr. 20.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Ein zeitgeschichtlich überaus interessantes Buch mit vielfältigen gesellschaftlichen Einblicken
von Peter Krackowizer aus Neumarkt am Wallersee am 14.12.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wussten Sie, dass der Roman „Désirée“ über Désirée Clary, der ehemaligen Verlobte Napoleons, von der gebürtigen Wienerin Annemarie Selinko stammt, zwischen 1952 und 1960 über 1,8 Millionen Bücher davon verkauft wurden, er in 22 Sprachen übersetzt wurde und in Amerika monatelang auf den Besteller-Listen Platz eins belegte? Wahrscheinlich wussten... Wussten Sie, dass der Roman „Désirée“ über Désirée Clary, der ehemaligen Verlobte Napoleons, von der gebürtigen Wienerin Annemarie Selinko stammt, zwischen 1952 und 1960 über 1,8 Millionen Bücher davon verkauft wurden, er in 22 Sprachen übersetzt wurde und in Amerika monatelang auf den Besteller-Listen Platz eins belegte? Wahrscheinlich wussten Sie es ebenso wenig wie. Annemarie Selinko ist eines der Beispiele, die die Autorin in diesem teilweise ergreifenden Buch präsentiert. Anhand drei weiterer Familien schildert sie die gesellschaftliche Situation der Zeit von etwa 1890 bis 1940. Dabei gibt es immer wieder Erstaunliches und wenig Bekanntes zu lesen: Victor Léon, eigentlich Victor Hirschfeld, schrieb 1905 den Text für Franz Léhars Operette „Die lustige Witwe“, die dann wohl Léhars größter Erfolg wurde. Aus der Familie Bienenfeld stammte Bianca, die erste weibliche Musikkritikerin Österreichs und ihre Schwester Bianca, Österreichs erste Frau, die zum Facharzt der Gynäkologie ernannt wurde. Aber auch die Schattenseiten der damaligen jüdischen Gesellschaft verheimlicht Arnbom nicht. Morphium und Alkohol bestimmten das Leben, besser ausgedrückt, das Sterben in der Familie Koritschoner. Manche der zahlreichen Zitate der beschriebenen Personen oder von Zeitgenossen über sie lassen hie und da die Texte etwas langatmig werden. Aber man kann ja solche Passagen auch einmal überspringen. Die Autorin hat sehr gewissenhaft recherchiert, mittels Fußnoten verweist sie auf die zahlreichen Quellen und am Ende des Buches gibt es auch ein Literaturverzeichnis. Etliche Schwarzweißbilder lockern die Texte auf und zeigen Personen, die im Buch erwähnt oder beschrieben werden. Das Buch macht einmal mehr deutlich, welche Persönlichkeiten, Künstler, Wissenschaftler, Ärzte usw. einst das jüdische Volk in Österreich hervorgebracht hatte. Viele Mitglieder aus den beschriebenen Familien wurden Opfer des Nationalsozialismus, aber doch haben auch etliche diesen Terror überlebt und konnten ihr Wissen weitergeben. Auch von solchen Personen berichtet dieses zeitgeschichtlich überaus interessante Buch.

Begegnungen mit einer untergegangenen Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 26.10.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Am Beispiel ausgewählter Biographien beschreibt die Autorin eine grossbürgerliche Welt, die spätestens im Jahr 1938 ein jähes und brutales Ende fand. In diesem Buch treffen wir Rechtsanwälte, Ärztinnen, Ethnologen, Schriftstellerinnen - Menschen, deren Leistungen und Werke heute grossteils vergessen sind. Die Spuren dieser Familien führen von Wien in... Am Beispiel ausgewählter Biographien beschreibt die Autorin eine grossbürgerliche Welt, die spätestens im Jahr 1938 ein jähes und brutales Ende fand. In diesem Buch treffen wir Rechtsanwälte, Ärztinnen, Ethnologen, Schriftstellerinnen - Menschen, deren Leistungen und Werke heute grossteils vergessen sind. Die Spuren dieser Familien führen von Wien in die USA, nach Dänemark, ja sogar nach Tansania. In diesem Band treffen wir auf die Welt von gestern, in der Zweig oder Schnitzler lebten.