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Der Schachautomat

Roman um den brillantesten Betrug des 18. Jahrhunderts

Robert Löhr

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Beschreibung

Als Hofrat Wolfgang von Kempelen 1770 am habsburgischen Hof seinen Schach spielenden Automaten präsentiert, gilt der Maschinenmensch als grossartigste Errungenschaft des Jahrhunderts. Doch tatsächlich verbirgt sich im Innern der Maschine ein Zwerg – und dieses menschliche Gehirn erweist sich als tödlich und sterblich zugleich. Von den Bleikammern Venedigs zum kaiserlichen Hof in Wien, von den Palästen des Pressburger Adels in die Gassen des Judenviertels – ein spannender historischer Roman um ein legendäres Täuschungsmanöver.


Robert Löhr, geboren 1973, ausgebildeter Journalist und Drehbuchautor, lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben zahlreichen Filmskripten und Theaterstücken verfasste er die Romane »Der Schachautomat«, »Das Erlkönig-Manöver« , »Das Hamlet-Komplott«, »Krieg der Sänger« und »Erika Mustermann«. Seine Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 408
Erscheinungsdatum 15.12.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30517-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18.7/12/2.8 cm
Gewicht 426 g
Auflage 1. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Der Schachautomat..
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

..die erste selbst denkende Mschine und dann auch noch in so einer komplexen Materie wie Schach. Alle wollten ihn sehen, die 'getürkte' Maschine. Toller, spannender historischer Roman nach einer wahren Geschichte.

Endlich eine liebevolle literarische Abrechnung mit Politik 2.0?
von Dr. M. am 04.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine solche Abrechnung soll dieser Roman sein, liest man auf der Rückseite des Buches. Der Autor begab sich dazu ins Milieu der Berliner Piratenpartei und schreibt, dass gewisse Ähnlichkeiten seiner Figuren mit lebenden Personen nicht unbeabsichtigt seien. Seine Hauptfigur Friederike traf der unerwartete Wahlerfolg der Pirate... Eine solche Abrechnung soll dieser Roman sein, liest man auf der Rückseite des Buches. Der Autor begab sich dazu ins Milieu der Berliner Piratenpartei und schreibt, dass gewisse Ähnlichkeiten seiner Figuren mit lebenden Personen nicht unbeabsichtigt seien. Seine Hauptfigur Friederike traf der unerwartete Wahlerfolg der Piratenpartei bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ins politische Herz, denn sie ist Grüne, natürlich alleinerziehend und Lehrerin. Nun schwört sie persönliche Rache und hat sich dazu auch schon ein Opfer unter den Neuparlamentariern der Piraten ausgesucht. Um näher an ihr Opfer zu kommen, steigt sie erst einmal mit einem anderen Piraten in die Kiste und erfährt von ihrem treuherzigen Liebhaber, wer dessen Parteifreunde sind: "Raubkopierer, Hacker und Autisten, Opfer von DSA und ADS, Stotterer, Stammler und Lispler, hautkranke, pockennarbige Modemuffel mit nerdigen T-Shirts in XL, infantile Zyniker mit Arme-Leute-Sarkasmus und peinlichen Amerikanismen, chronisch untervögelte Eremiten und besserwisserische Fachidioten mit einer Sprache, die von vorne bis hinten nur aus Codes, Insidern und Abkürzungen besteht; die vor allem über ihre eigenen Witze lachen oder zumindest über solche, die sie schon kennen." Man merkt diesem Buch an, dass sein Autor seine Milieukenntnisse und gewisse tatsächliche Ereignisse in irgendeine Handlung zwängen wollte. Große Emotionen, Tiefsinn oder Spannung sollte man also nicht erwarten. Vielmehr beschreibt Robert Löhr kenntnisreich die Parallelwelten, in denen die beiden Hauptfiguren Friederike und ihr ausgesuchtes Piratenopfer Plauschenat leben. Wenn man sich anstrengt, findet man auch so etwas wie eine Abrechnung mit Politik, denn Friederikes Rachemotive sind ebenso infantil wie die Politikvorstellungen ihres Opfers. Ihr geht es nicht um die besseren Ideen, sondern um einen persönlichen Vernichtungsfeldzug, der dann auch tatsächlich zeitverzögert einsetzt, allerdings anders als gedacht. Und Plauschenat gehört einer Partei an, die Dinge fordert, die er selbst nicht eingehalten hat. Was passiert, wenn seine Parteifreunde an die Macht kommen, ahnt man als literarischer Zeuge des Mobbings, das über Plauschenat hereinbricht als sein angebliches Vergehen bekannt wird. Besonders neu oder originell ist das alles nicht. Man hat es nur mit einer anderen Erscheinungsform der sattsam bekannten politischen Kindereien zu tun. Was bleibt, ist eine gelungene Schilderung einer Spezies des politischen Biotops, die zwar neu, aber letztlich im Grunde auch nicht anders ist als das, was sich da bisher tummelte. Das Buch liest sich gut, auch wenn der Text ziemlich oft von milieugerechten Twitter-Kauderwelsch oder Wikipedia-Zitaten unterbrochen wird.

Ein Erfinder und sein Wunderwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 10.02.2019

Wolfgang von Kempelen ist als Sekretär am Hofe Kaiserin Maria Theresias tätig und bittet darum, seine Arbeit für ein halbes Jahr niederlegen zu dürfen. Er möchte die Zeit für eine Erfindung nutzen, welche das ganze Reich in Staunen versetzen soll - die erste denkende Maschine. Dieser Schachautomat wird zu einer Sensation. Ruhm, ... Wolfgang von Kempelen ist als Sekretär am Hofe Kaiserin Maria Theresias tätig und bittet darum, seine Arbeit für ein halbes Jahr niederlegen zu dürfen. Er möchte die Zeit für eine Erfindung nutzen, welche das ganze Reich in Staunen versetzen soll - die erste denkende Maschine. Dieser Schachautomat wird zu einer Sensation. Ruhm, Faszination, aber auch Argwohn und Neid folgen auf das Wunderwerk. Doch es handelt sich um einen Betrug, einen "Scheinautomaten". Denn im Inneren des Tisches verborgen sitzt der kleinwüchsige Tibor, der die Schachfiguren setzt und seine Gegner scheinbar en passant besiegt. Im Laufe der Zeit wird es für von Kempelen und seine Gehilfen immer schwieriger das Geheimnis zu hüten, denn eine Spionin wird auf sie angesetzt, ein Mord begangen, Bestechungsgeld angeboten... Ein toller Roman, der eine Erfindung in den Mittelpunkt rückt, welche es tatsächlich gegeben hat aber heute schlichtweg in Vergessenheit geraten ist.


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