Das sowjetische Fieber

Fußballfans im poststalinistischen Vielvölkerreich

Soviet and Post-Soviet Politics and Society Band 136

Manfred Zeller

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Beschreibung

Womit identifizierten sich Bürger der Sowjetunion? Wie grenzten sie sich voneinander ab? Destabilisierten Massenaufläufe die sowjetische Ordnung? Wie entstanden informelle Gruppierungen in einer Gesellschaft uniformer Konformität? Welchen Einfluss nahmen neue Medien und mediale Vernetzung auf die Entwicklung der multinationalen sowjetischen Gesellschaft? Was blieb, als nach dem Zusammenbruch der sowjetische Rahmen fiel? Manfred Zeller schreibt am Beispiel der Fans sowjetischer Fussballmannschaften aus Moskau (Spartak, Dynamo, ZSKA) und Kiew (Dynamo) eine Geschichte von Gemeinschaft und Gegnerschaft im poststalinistischen Vielvölkerreich. Er untersucht, zu welchen Gruppen sich sowjetische Bürger zusammenschlossen und gegen wen sie sich wandten. Seine Monographie handelt von komplexen Loyalitäten in der multinationalen Sowjetunion - und von der Hassliebe zwischen Kiew und Moskau. Zeller leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der sowjetischen Populärkultur nach Stalins Tod sowie zur aktuellen Debatte um Antagonismen im postsowjetischen Raum. „Moskau gegen Kiew“ war zu sowjetischer Zeit noch keine Frage von Krieg und Frieden, jedoch war es im Fussball damals schon eine Frage von Sieg und Niederlage sowie eines Gefühls von "Wir gegen die" im komplexen multinationalen Setting der Region.

Dr. Manfred Zeller studierte Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Russistik in Erlangen, Berlin und Moskau. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle Osteuropa in Bremen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Andreas Umland
Seitenzahl 340
Erscheinungsdatum 01.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8382-0757-5
Verlag Ibidem
Maße (L/B/H) 21.3/14.6/2.2 cm
Gewicht 438 g
Auflage 1. Auflage

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