Berlin Feuerland

Roman eines Aufstands

Titus Müller

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Beschreibung

Zwischen Schloss und Barrikaden: eine Geschichte voller Liebe und Abenteuer, minutiös recherchiert, packend und atmosphärisch dicht erzählt

Hannes Böhm lebt in dem Industrieviertel, das die Berliner Feuerland nennen, weil hier die Schornsteine der Industrie qualmen. Als eine Art selbst ernannter Fremdenführer verdient er sich ein kleines Zubrot, indem er neugierigen Bürgern die Armut und die Not in den Hinterhäusern zeigt. Bei einer solchen Gelegenheit lernt er Alice kennen, die als Tochter des Kastellans im Berliner Stadtschloss wohnt, der Frühlingsresidenz des preussischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Alice ist schockiert über das Ausmass der Verelendung - und zugleich tief beeindruckt von Hannes, der voller Ehrgeiz und Fantasie zu sein scheint.

Doch als die Märzunruhen 1848 ausbrechen, als sich der Konflikt zwischen dem preussischen König und den Aufständischen zuspitzt und gemässigte Kräfte nur schwer Gehör finden, scheint es für die Gefühle, die Hannes und Alice füreinander entwickeln, keine Zukunft mehr zu geben.

Titus Müller entwirft in seinem neuen Roman ein grosses Panorama der revolutionären Ereignisse und zeigt, dass die Zweifel an der Politik des Königs selbst in der Armee und im Polizeiapparat immer grösser wurden.

"Viel Berliner Geschichte steckt in dem gerade erschienenen Buch Berlin Feuerland. Titus Müller ist es gelungen, einen sehr unterhaltsamen, historischen Roman rund um die Märzrevolution zu schreiben."

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641125110
Verlag Random House ebook
Dateigröße 12013 KB
Verkaufsrang 26149

Kundenbewertungen

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Zwei Verliebte in den Wirren der Revolution 1848
von Gertie G. aus Wien am 21.11.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser historische Roman von Titus Müller ist spannend bis zur letzte Seite. Penibel recherchiert und historisch genau, wie wir es vom Autor gewöhnt sind, entführt er sie Leser in das Berlin von 1848. Die Lebensbedingungen sind für die Arbeiterfamilien brutal. Schwerstarbeit in den Fabriken, aber kaum Lohn. Und wenn, dann rei... Dieser historische Roman von Titus Müller ist spannend bis zur letzte Seite. Penibel recherchiert und historisch genau, wie wir es vom Autor gewöhnt sind, entführt er sie Leser in das Berlin von 1848. Die Lebensbedingungen sind für die Arbeiterfamilien brutal. Schwerstarbeit in den Fabriken, aber kaum Lohn. Und wenn, dann reicht der Verdienst weder für Miete noch für ausreichend Essen. Die schwächsten sterben als erstes – Kinder und Alte. In diesem Umfeld ist sich jeder der Nächste und Hannes Böhm ein junger Mann, der diesem Sumpf aus Armut und Alkohol entrinnen will, führt junge adelige Damen durch die Elendsquartiere im Feuerland. Bei einer dieser Führungen lernt er Alice Gauer, die Tochter des Berliner Schlosskastellans kennen. Alice durchschaut die Gaunereien und schämt sich für das Elend. Auf eigene Faust versucht sie das Leid einiger Familien zu lindern. Dabei erfährt sie mehr über den Alltag in Feuerland. Unversehens geraten Hannes und Alice in den Sog der Revolution, die mit Toten und Verhaftungen endet. Wird Alice mit ihrer behüteten Familie brechen und mit Hannes ins Feuerland ziehen? Titus Müller hat mit diesem historischen Roman ein Stück Zeitdokument geschaffen. Er verwendet Originalquellen, lässt die Barrikaden an den damaligen Schauplätzen wieder auferstehen. Die Charaktere sind authentisch. Wir können mit Hannes und Alice mitfiebern. Wir erleben einen zaudernden König, einen intriganten Prinzen und einen Polizeipräsidenten, der durchaus Verständnis für die Anliegen der Arbeiter hat. Der Autor lässt auch einige Zeitgenossen in den Reihen der Aufständischen mitmarschieren. Der Virologe Rudolph Virchow zum Beispiel, wird für sein Engagement für die Revolution mit einem Aufenthaltsverbot belegt. Alexander von Humboldt nimmt am Begräbniszug für die Opfer auf Seiten der Rebellen teil. Wie wir es von Titus Müller kennen, wertet er nicht. Der Leser soll sich selbst ein Urteil bilden. Bei Müller herrscht die Devise „Audiatur et altera pars“ (Man höre auch den anderen Teil) vor. Der Autor ist ein brillanter Geschichtenerzähler und verwebt Historie und Fiktion zu einem spannenden Buch. Sehr hilfreich auch das Glossar. Fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!


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