Kultiviert sterben

Über das Recht auf Sterbehilfe und den Unsinn des natürlichen Todes. Essay

Alois Schöpf

Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Die moderne Medizin ermöglicht uns ein längeres Leben und kann zunehmend mehr Krankheiten heilen. Durch solche Erfolge wird der Tod jedoch immer problematischer. Eine gefährliche Allianz aus High-Tech-Medizin, Pflegeindustrie und Religion hindert den Bürger daran zu sterben, wenn er nicht mehr weiterleben möchte, und versucht sich vor allem in Österreich das Geschäft mit dem Tod durch ein verfassungsmässiges Verbot der Sterbehilfe zu sichern.
Pointiert analysiert der Essayist Alois Schöpf eine Gesellschaft, in der weltanschauliche Feigheit und Faulheit – die für Kant mächtigsten Feinde der Aufklärung – den Bürger der letzten Freiheit berauben, sein Ende autonom zu gestalten. Denn wo durch Therapie bis zur letzten Stunde alles künstlich ist, erübrigt sich der natürliche Tod, der von nun an unter Qualen erschlichen werden muss. Schöpf plädiert daher für eine bewusste Kultivierung des Sterbens, das manchmal ohne den Beistand des Arztes, also ohne aktive Sterbehilfe, wo sie gewünscht wird, nicht auskommt.

Alois Schöpf, Autor und Journalist, lebt bei Innsbruck. Seit dreissig Jahren beobachtet er als Kolumnist kritisch die internationale und die Tiroler Kulturpolitik. Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Promenadenkonzerte. Zahlreiche Bücher, bei Limbus: Vom Sinn des Mittelmasses (2006), Heimatzauber (2007), Die Sennenpuppe (2008), Platzkonzert (2009, Neuauflage als Limbus TB 2015), Die Hochzeit (2010), Glücklich durch Gehen (2012) und Wenn Dichter nehmen (2014).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Herausgeber Alois Schöpf, Bernd Schuchter
Verlag Limbus Verlag
Seitenzahl 120
Maße (L/B/H) 19.5/12.4/2 cm
Gewicht 272 g
Auflage 1
Reihe Limbus Essay
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99039-050-4

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