Haus voller Wolken

Roman

Jan Stressenreuter

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Beschreibung

Es beginnt mit Kleinigkeiten: Karsten verlegt seinen Schlüsselbund, er vergisst einen geschäftlichen Termin, manchmal fallen ihm Worte nicht mehr ein. Als sein Arzt Alzheimer diagnostiziert, bricht für ihn und seinen Freund Roman eine Welt zusammen. Gemeinsam versuchen sie, der Krankheit die Stirn zu bieten, schöpfen Hoffnung und stecken Niederlagen ein, weichen Stück für Stück zurück. Bis Roman erkennt, dass er eine Entscheidung treffen muss.
Noch einmal trommelt er Freunde und Familie zusammen, noch einmal feiern Karsten und er ein rauschendes Fest, an einem Wochenende voller Lachen und Tränen.
Mit Haus voller Wolken beweist Stressenreuter erneut, warum er zu den wichtigsten zeitgenössischen schwulen Autoren im deutschsprachigen Raum gehört. Mit berührenden Bildern, einer einfühlsamen, schnörkellosen Sprache und leisem Humor wagt er sich an ein Thema, dem in Zukunft immer mehr Beachtung geschenkt werden wird, auch von schwulen Männern.

Jan Stressenreuter zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten schwulen Autoren im deutschsprachigen Raum. Er hat eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen und Krimis veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen Ihn halten, wenn er fällt (2004), Mit seinen Augen (2008), und Haus voller Wolken (2015). Aus Hass ist der vierte Fall des Kölner Ermittlerteams um Maria Plasberg und Torsten Brinkhoff. Alle sind in der Reihe quer criminal erschienen. Jan Stressenreuter verstarb am 17.12.2018.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.03.2015
Verlag Querverlag
Seitenzahl 336
Maße (L/B/H) 20.6/12.8/2.8 cm
Gewicht 400 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89656-231-9

Kundenbewertungen

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Das große Vergessen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.04.2015

Das Buch "Haus voller Wolken" verfolgt mich, lässt mich nicht los, immer wieder finde ich mich im Leben von Karsten und Roman, und dem was davon noch übrig ist, wieder - eine Endlosschleife an Emotionen. Jan Stressenreuter erzählt die Geschichte von Karsten und Roman, glücklich verheiratet, beide berufstätig, ein kleines Häus... Das Buch "Haus voller Wolken" verfolgt mich, lässt mich nicht los, immer wieder finde ich mich im Leben von Karsten und Roman, und dem was davon noch übrig ist, wieder - eine Endlosschleife an Emotionen. Jan Stressenreuter erzählt die Geschichte von Karsten und Roman, glücklich verheiratet, beide berufstätig, ein kleines Häuschen mit Garten, die Idylle könnte so perfekt sein, wenn Karsten denn gesund wäre, aber er leidet an einer sehr aggressiven Form von Alzheimer, mit 47 Jahren ist er nur noch ein Schatten seiner selbst, erkennt selbst seinen Mann nicht mehr immer ... Im Verlauf einer Abschiedsparty wird für Karsten eine Art Erinnerungs-Video gedreht, ein letzter Anker, ein letzter Halt vor dem völligen Vergessen. Freunde und Familie erinnern sich, setzen sein Leben in kleinen Stückchen wieder zusammen, machen dadurch aber auch den grenzenlosen Verlust des eigenen Ichs überdeutlich. Feinfühlig erzählt der Autor in Sequenzen aus Karstens und Romans Sicht, wie der Alltag erlebt, gelebt, durchgehalten wird; wie Roman mit der Pflege seines Partners an seine Grenzen stößt, Anfeindungen von Außenstehenden ertragen und Entscheidungen treffen muss, mit denen er selber nur schwer zurecht kommt, die ihn zerreißen, auffressen, sich selbst hassen lassen. Besonders betroffen hat mich auch Karstens Sicht auf seine eigene Verwirrtheit gemacht, dieses schleichende Entgleiten des eigenen Lebens, die Unumkehrbarkeit, kein Weg zurück, nur vorwärts ins Nichts... Ein ganz großes Buch, das durch das gekonnte Zusammensetzen von Erinnerungen, Zukunftsträumen und tatsächlicher Lebenswirklichkeit die Einbahnstraße Alzheimer nur noch deutlicher und beklemmender darstellt – unbedingt lesen!


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