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Quecksilber

Roman

detebe Band 23382

Amélie Nothomb

(4)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Auf der Insel Mortes-Frontières hält der alte Kapitän Loncours die junge Hazel gefangen. Als sie erkrankt, reist Krankenschwester Françoise vom Festland an, um sie zu pflegen. Sie ist die einzige Person, die Zutritt zu Hazels Zimmer bekommt. Denn der Alte scheint ein furchtbares Geheimnis zu hüten. Warum zum Beispiel gibt es im ganzen Haus keinen Spiegel?
Ein phantastischer philosophischer Thriller über Freundschaft, Liebe und deren Grenzen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 27.02.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-23382-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18.1/11.5/1.5 cm
Gewicht 158 g
Originaltitel Mercure
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Wolfgang Krege
Verkaufsrang 70495

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
1
1
0
2
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2017
Bewertet: anderes Format

Nothomb ist die Meisterin der intelligenten und bitterbösen Dialoge. Auch mit "Quecksilber" enttäuscht sie nicht. Ein hochwertiges Lesevergnügen.

Pointiertes literarisches Gift
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2012

Amélie Nothomb ist die absolute Großmeisterin des giftigen, doppelbödigen Kurzromans. „Quecksilber“ ist da keine Ausnahme. Die 22jährige, im Krieg schlimm verunstaltete Hazel wird von einem alten Kapitän am Verlassen der gemeinsam bewohnten Insel gehindert. Kapitän Loncours sieht sich als Hazels Beschützer und Vaterfigur, was ... Amélie Nothomb ist die absolute Großmeisterin des giftigen, doppelbödigen Kurzromans. „Quecksilber“ ist da keine Ausnahme. Die 22jährige, im Krieg schlimm verunstaltete Hazel wird von einem alten Kapitän am Verlassen der gemeinsam bewohnten Insel gehindert. Kapitän Loncours sieht sich als Hazels Beschützer und Vaterfigur, was ihn jedoch nicht davon abhält, Sex mit dem über 50 Jahre jüngeren wehrlosen Mädchen zu haben. Die Situation ändert sich, als die resolute Krankenschwester Francoise auf die Insel kommt und die erkrankte Hazel gesundpflegen soll, aber heimlich gegen den Kapitän zu arbeiten beginnt und Hazel befreien will. "Quecksilber" steht ganz in der Tradition des klassischen viktorianischen Schauerromans wie Austens "Northanger Abbey", Wildes "Gespenst von Canterville" oder auch wie Brontes "Jane Eyre". Jedoch kommt der pointierte, dialoglastige Stil von Amélie Nothomb zu jeder Zeit klar durch. Ein besonderes Highlight: die beiden völlig konträren, aber dennoch schlüssigen Enden der Geschichte. "Quecksilber" ist sicherlich nicht für jeden etwas. Nicht ohne Grund ist Amélie Nothomb, trotz ihres Kultstatus in Frankreich und Belgien, ein seltener Gast auf der deutschen Bestsellerliste. Wer jedoch gerne literarisch höherwertige Bücher liest und sich für eine gewisse "verbale Giftigkeit" begeistern kann, sollte diese Autorin unbedingt mal ausprobieren. Mir ist "Quecksilber" 4 Sterne wert.

konnte meine Erwartungen nicht erfüllen
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 11.12.2011

Krankenschwester Françoise wird von Kapitän Omer Lancours engagiert, sich um die Krankenpflege seines Mündels Hazel zu kümmern. Die junge Frau ist fasziniert von ihrem Auftrag, denn der Kapitän wohnt allein mit seinem Mündel und seinen Angestellten auf der Insel Mortes-Frontières. Sie nimmt den Auftrag zu den Bedingungen des Kap... Krankenschwester Françoise wird von Kapitän Omer Lancours engagiert, sich um die Krankenpflege seines Mündels Hazel zu kümmern. Die junge Frau ist fasziniert von ihrem Auftrag, denn der Kapitän wohnt allein mit seinem Mündel und seinen Angestellten auf der Insel Mortes-Frontières. Sie nimmt den Auftrag zu den Bedingungen des Kapitäns an, u. a. wird sie immer, wenn sie die Insel betritt, auf verbotene Gegenstände durchsucht werden und sie darf keinerlei Gegenstände bei sich tragen, die spiegeln. Etwas verwirrt beugt sich Françoise den Bedingungen. Als sie an ihrem ersten Tag vorstellig wird, erfährt sie in einem Gespräch mit Kapitän Lancours, dass sein Mündel Hazel einen Fliegerangriff knapp überlebte. Über ihr Aussehen darf kein Wort verloren werden! Als Françoise Hazel das erste Mal sieht, ist sie sprachlos ... Bei dieser Erzählung handelt es sich um die Auseinandersetzung mit der Moral der 1920er. Was ist richtig, was ist falsch? Die Figuren konnten mich leider nicht überzeugen, ihre Handlungen waren für mich teilweise gar nicht nachvollziehbar und auch der Schreibstil, der recht tiefgründig war, war leider nicht sonderlich fesselnd. Zum Glück handelte es sich um ein dünnes Buch, sodass ich es relativ schnell durchgelesen hatte. Interessant fand ich allerdings, dass dieses Buch nach dem Ende noch ein alternatives Ende aufwies, wovon mich allerdings keines so recht überzeugen konnte.


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