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Depressive Erkrankungen in Thüringen: Epidemiologie, Prävalenz, Versorgung und Prävention

Sebastian Selzer, Sabrina Mann

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Beschreibung

Das Wort "Depression" leitet sich von dem lateinischen "depremire" ab und bedeutet so viel wie "niederdrücken". Es wird vermutet, dass weltweit ungefähr 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass im Jahr 2020 affektive Störungen zu der zweithäufigsten Krankheit weltweit zählen werden. In Deutschland gibt es schätzungsweise drei Millionen Menschen die betroffen sind. Die Versorgungssituation bietet trotz der hohen Anzahl noch keine adäquate Behandlung.
Die vorliegende Studie widmet sich den folgenden Fragen: Wie viele Menschen sind im Bundesland Thüringen betroffen und gibt es regionale Unterschiede? Wie verteilt sich die Depression in der Thüringer Bevölkerung und wie sieht es mit der Versorgung im Freistaat aus? Mit vielen Fakten, Zahlen und Belegen geben die Autoren einen Überblick über die aktuelle Lage. Bei ihren Forschungen konnten sie eine Vielzahl an Datenmaterialien sammeln und auswerten, die bis dahin noch nicht bekannt waren.

Sebastian Selzer, B.A., wurde 1983 in Gera geboren. Sein Studium der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik an der Fachhochschule Erfurt schloss der Autor im Jahr 2014 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts erfolgreich ab. Vor dem Studium arbeitete er als Rettungsassistent in Weissenfels. Seit 2014 studiert der Autor Sonder- und Integrationspädagogik im Masterstudiengang an der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt. Nebenbei ist er Mitglied der AG 3 des Gesundheitszielprozesses im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Sabrina Alicia Mann, B.A., geboren 1988 in Saalfeld/Saale, beendete 2005 ihren Realschulabschluss in Kaulsdorf an der Saale. Danach entschloss sie sich in die soziale Berufswelt einzusteigen. 2008 beendete sie an der katholischen Schule St. Elisabeth in Erfurt den Sozialassistenten. Die Fachhochschulreife erlangte sie mit einer Ausbildung als Heilerziehungspflegerin am DEB 2010 in Saalfeld.
Neben ihrer Arbeit als Erzieherin und ihrem Studium, welches sie 2014 als Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin an der Fakultät für Sozialwissenschaften in Erfurt erfolgreich mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts abschloss, widmete sie sich der Familienhilfe. Seit 2015 engagiert sie sich für Jugendliche und Familien in Hennigsdorf b. Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 188
Erscheinungsdatum 16.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95934-593-4
Verlag Diplomica Verlag
Maße (L/B/H) 27.1/18.9/1.5 cm
Gewicht 469 g
Abbildungen mit 38 Abbildungen

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  • Textprobe:
    Kapitel 4, Prävalenz von depressiven Erkrankungen in der bundesdeutschen Bevölkerung (Sebastian Selzer):
    Im Kapitel 4 wird der Zusammenhang zwischen Depression und Lebensalter, Geschlecht, sozioökonomischen Status, beruflicher Tätigkeit und Komorbidität beschrieben. Hierbei wird auf die einzelnen Lebensabschnitte der Betroffenen eingegangen. Einige Berufsfelder werden vorgestellt, bei denen möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Depression und beruflicher Tätigkeit besteht. Zusätzlich wird dargestellt wie viele Erwerbstätige aufgrund einer depressiven Erkrankung frühberentet werden. Am Ende des Kapitels wird auf die Suizidalität in den einzelnen Bundesländern eingegangen.
    4.1, Depression im Zusammenhang mit dem Lebensalter (Sebastian Selzer):
    In Deutschland ist das Erkrankungsrisiko für Depressionen bei Kindern und Jugendlichen bis zum 14. Lebensjahr mit 2% bis 3% sehr niedrig. Bei Jugendlichen ab einem Alter von 15 bis 17 Jahren steigt die Querschnittsprävalenz an und erreicht das Niveau von jungen Erwachsenen (9,5%). Ab diesem Zeitpunkt erhöht sie sich moderat bis zum 49. Lebensjahr (12,4%). In der Lebensspanne von 50 bis 65 Jahren geht die 12 - Monatsprävalenz leicht zurück und beläuft sich auf 11,6% (Wittchen u.a. 2010, 19). Statistisch gesehen ist die Prävalenz von Depressionen bei den über 65 Jährigen mit 6,3% am niedrigsten. Jedoch geht man davon, aus das die Dunkelziffer in dieser Altersspanne sehr viel höher ist (DAK-Gesundheit 2013, 41).
    4.1.1, Depressive Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen (Sebastian Selzer):
    Kinder und Jugendliche, die an einer Depression erkrankt sind, weisen sowohl ähnliche als auch andere Symptome wie Erwachsene auf. Gleiche Symptome sind zum Beispiel Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Suizidgedanken. Unterschiede bestehen in einem aggressiven Verhalten, Gereiztheit, Schuldgefühle und einem höheren Anteil an Parasuiziden. Auf Grund dieser Verhaltensweisen ist es schwierig eine Depression bei Kindern und Jugendlichen zu diagnostizieren, denn die oben genannten Verhaltensauffälligkeiten treffen auch auf andere psychische Störungen (Angststörung, Hyperaktivität, Lernprobleme, Borderline-Störung, Essstörung, Verhaltensauffälligkeiten durch starken Alkoholkonsum) zu (Wittchen u.a. 2010, 22).
    Die Prävalenz für depressive Episoden bei Kindern beträgt weltweit 3%. Bei Jugendlichen variieren die Zahlen sehr stark. Das Robert Koch Institut und das Statistische Bundesamt gaben, in der gemeinsam verfassten "Gesundheitsbericht-erstattung des Bundes" Werte an, die zwischen 0,4% und 25% liegen. Die hohe Variation des Prävalenzanteils bei Jugendlichen liegt darin begründet, dass sich einige Symptome einer Depression mit Symptomen anderer Krankheitsbilder überschneiden. Erst mit dem Älterwerden ist eine genauere Diagnose möglich (Wittchen u.a. 2010, 22). In Deutschland ergab sich, dass 5% der Kinder und Jugendlichen Hinweise auf eine depressive Störung haben. Geschlechtsbezogene Unterschiede gibt es bis zum Eintreten der Pubertät kaum.
    In der Studie "Early Development Stage of Psychopathologie Study", die vom Max - Planck - Institut für Psychiatrie in Deutschland durchgeführt wurden ist, kam heraus, dass die 12-Monatsquerschnittsprävalenz für 14 bis 17 jährige Jugendliche bei 6% liegt. Weiterhin wurde festgestellt, dass bei Jugendlichen, bei denen eine depressive Episode festgestellt worden ist, ein erhöhtes Risiko besteht innerhalb der nächsten fünf Jahre an einer manischen oder hypomanischen Episode bzw. einer bipolaren Störung zu erkranken (Wittchen u.a. 2010, 22). Für Kinder und Jugendliche, die an einer Depression erkrankt sind, ist das Risiko eines Rückfalls sehr hoch. Ebenfalls ist die Wahrscheinlichkeit grösser an weiteren psychischen Krankheiten zu erkranken (Wittchen u.a. 2010, 23).
    4.1.2, Depressive Erkrankungen im erwerbsfähigen Alter (Sebastian Selzer):
    Innerhalb eines Jahres leiden 12% der erwachsenen deutschen