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Spiegel, das Kätzchen

Nach einer Novelle von Gottfried Keller

Doris Lecher

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Beschreibung

Der Stadthexenmeister Pineiss braucht, um seine Hexerei auszuüben, Katzenschmer, und er verführt den halb verhungerten Spiegel zur Unterzeichnung eines Kontraktes. Spiegel soll zwar gefüttert werden, aber gleichzeitig auch mit seinem Fett und seinem Leben bezahlen. Des Hexenmeisters Hingabe ans Geld und an dunkle Geschäfte nährt sich vom Elend anderer. Aber ganz so einfach ist es nicht. Zwar locken den Kater die leckeren Speisen des Hexenmeisters mit unwiderstehlicher Gewalt, und er eignet sich bald die frühere Stattlichkeit seines Leibes zurück, doch auf der Basis der sicheren, regelmässigen Nahrung erwacht er auch wieder zu tätigem Denken und zu praktischer Vernunft.

Gottfried Keller, geboren 1819 in Zürich, gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 19. Jahrhunderts. Er zählt zu den Meistern der Novellendichtung und ist einer der bedeutendsten Erzähler des bürgerlichen Realismus.

Doris Lecher hat Illustration an der Parsons School of Design in New York studiert. Seit über 20 Jahren illustriert und schreibt sie Bilderbücher und Lehrmittel. Heute lebt Doris Lecher mit ihrer Familie bei Basel. Zuletzt veröffentlichte sie das Bilderbuch 'Peter und Wuff' (2011) und illustrierte 'Die schönsten Märchen der Schweiz' (2012).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 40
Altersempfehlung 6 - 8 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-314-10287-5
Verlag NordSüd Verlag
Maße (L/B/H) 28.7/22/1.2 cm
Gewicht 398 g
Abbildungen Durchgehend farbig illustriert
Auflage 1. Durchgehend farbig illustriert
Illustrator Doris Lecher

Kundenbewertungen

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Ein Klassiker in modernem Gewand
von einer Kundin/einem Kunden am 29.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Spiegel ist ein Kater, der bei einer ältlichen Frau lebt. Sie gibt so gut auf ihn acht, sein Fell ist so seidig wie es einer Katze wie ihm geziemt. Innig kümmert sich die alte Dame um ihn, und als Dank kümmert er sich um die Mäuse des Anwesens. Als die Dame verstirbt, kommen die Erben Erben und verkaufen das Haus. Den armen Spie... Spiegel ist ein Kater, der bei einer ältlichen Frau lebt. Sie gibt so gut auf ihn acht, sein Fell ist so seidig wie es einer Katze wie ihm geziemt. Innig kümmert sich die alte Dame um ihn, und als Dank kümmert er sich um die Mäuse des Anwesens. Als die Dame verstirbt, kommen die Erben Erben und verkaufen das Haus. Den armen Spiegel setzen sie vor die Tür. Der Kater ist darauf angewiesen sich selbst zu versorgen, was ihm mehr schlecht als recht gelingt. Er findet nur spärlich Essen und magert zunehmend ab. Da läuft ihm der Stadthexenmeister Pineiß über den Weg, der die Gelegenheit ergreifen will und dem Kater ein Geschäft anbietet, von dem nur er selbst profitiert. Pineiß will den Kater mit allerhand Leckereien füttern, um ihm beim nächsten Vollmond den Schmer des dann hoffentlich dicken Katers abzunehmen. Der geschwächte Spiegel willigt ein und unterzeichnet den Vertrag. Die Leckereien von sahniger Milch bis zu gebratenem Geflügel bekommt er. Mit der Lebenskraft kommen auch Spiegels Sinne wieder und er muss sich eingestehen, dass es kein gutes Geschäft ist, wenn er mit der Abnahme des Schmers auch sein Leben verliert, denn das ist, was ihm passieren wird. Von nun an mäßigt er seine unersättliche Gier beim Essen, um nicht so dick zu werden, dass ihn der Hexenmeister töten würde. Dieser bemerkt Spiegels Vorhaben, und weil er sich betrogen fühlt, sperrt er die Katze in einen Käfig, um sie zu mästen. In seiner Gefangenschaft erzählt der Kater Herrn Pineiß die Geschichte von einem Schatz, den seine alte Besitzerin in einem Brunnen versteckt hat und mit einer List gelingt es dem Kater aus seinem Vertrag herauszukommen. Auf das Buch bin ich gestoßen, als ich eine Vorschau der Insel-Bücherei durchgeblättert habe, und mittlerweile ergibt es sich, dass ich immer, wenn ich Bilder von Joelle Tourlonias sehe, mitten in der Bewegung innehalte, um zu schauen. Die Illustrationen haben mich dazu veranlasst diesen Klassiker für mich zu entdecken.

Katzenmärchen
von einer Kundin/einem Kunden am 07.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Früher in der Schule wurde uns noch dier Lektüre von Keller`s "Die Leute von Seldwyla" oder "Romeo und Julia auf dem Dorfe" verabreicht :-). Nun gibt es auch das Tiermärchen "Spiegel, das Kätzchen", das ebenfalls in Seldwyla beheimatet ist. Die hübsche Geschenk-Ausgabe vom Reclam Verlag wurde von Joelle Tourlonias verspielt un... Früher in der Schule wurde uns noch dier Lektüre von Keller`s "Die Leute von Seldwyla" oder "Romeo und Julia auf dem Dorfe" verabreicht :-). Nun gibt es auch das Tiermärchen "Spiegel, das Kätzchen", das ebenfalls in Seldwyla beheimatet ist. Die hübsche Geschenk-Ausgabe vom Reclam Verlag wurde von Joelle Tourlonias verspielt und liebenswert bebildert.Vom schwarzen Einband mit Kätzchen über die vielen sanftfarbenen Zeichnungen, lässt sie den Betrachter gut in die Geschichte eintauchen. Mein einziger Kritikpunkt: das Katerchen selbst sieht im Buch die meiste Zeit relativ knuddelig (wie ein Jungtier) aus, dabei ist er schon einige Jahre alt, als seine alte Besitzerin verstirbt und er ein hartes Leben ohne Zuhause kennenlernt. Wie der kluge "Spiegel" dann doch noch Glück hat und einen Hexenmeister zum Narren hält, sollten Sie aber ruhig mal selber lesen ... ein kurzweiliger Klassiker.


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