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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 3

Alle Toten fliegen hoch Band 3

Joachim Meyerhoff

(55)
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Beschreibung

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Grosseltern einzieht

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Grosseltern in die grossbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Grossmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Grossvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen grosselterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Grosseltern gegen eine grosse Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach aussen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. 2018 erhielt er für sein Prosawerk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 12.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04828-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20.8/13.7/3.4 cm
Gewicht 445 g
Auflage 12. Auflage
Verkaufsrang 47642

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
55 Bewertungen
Übersicht
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Es ist eine Homage an die Großeltern und eine geniale Einführung in den Beruf des Schauspielers!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 27.07.2020

Da sage noch einer:Schauspieler sind dumm.-Ich darf das sagen,ich bin selbst Schauspielerin. Joachim Meyerhoff ist ein wirklich begabter Schriftsteller und wunderbarer Geschichtenerzähler,dazu mit einer sehr guten Portion Humor(ich mußte an einigen Stellen laut lachen),und gleichzeitig schafft er es mit seiner liebevollen Art ... Da sage noch einer:Schauspieler sind dumm.-Ich darf das sagen,ich bin selbst Schauspielerin. Joachim Meyerhoff ist ein wirklich begabter Schriftsteller und wunderbarer Geschichtenerzähler,dazu mit einer sehr guten Portion Humor(ich mußte an einigen Stellen laut lachen),und gleichzeitig schafft er es mit seiner liebevollen Art ,den Leser in eine sich wärmenden ,melancholischen Atmosphäre zu verabschieden!Es ist eine Homage an die Großeltern und eine geniale Einführung in den Beruf des Schauspielers!

von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2020
Bewertet: anderes Format

Joachim Meyerhoff gibt Einblicke in sein außergewöhnliches Leben. Dieses war mein erstes Buch von ihm. Ich habe mich köstlich amüsiert und werde bestimmt noch die beiden Vorgänger lesen. Kurzweilige und mal etwas ganz andere Lektüre mit Tiefgang. Auch als Hörbuch ein großer Spaß!

Ach, diese Lücke
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 19.09.2019

Im August erhielt ich den ersten von sechs Teilen "Alle Toten fliegen hoch". Seitdem habe ich die bisher er- schienenen Bände gelesen und bin Joachim-Meyerhoff-süchtig. Was für eine Entdeckung! Ein Menschenkenner, der Erlebtes mit leichter Hand serviert. Erst, wenn man eine Pause macht, merkt man, wie eigene Erfahrungen auftau... Im August erhielt ich den ersten von sechs Teilen "Alle Toten fliegen hoch". Seitdem habe ich die bisher er- schienenen Bände gelesen und bin Joachim-Meyerhoff-süchtig. Was für eine Entdeckung! Ein Menschenkenner, der Erlebtes mit leichter Hand serviert. Erst, wenn man eine Pause macht, merkt man, wie eigene Erfahrungen auftauchen und durch JF eine neue Wertigkeit erlangen. Man lacht mit ihm, aber nie über ihn. Seine Selbstironie und die Prise Sarkasmus lassen das nicht zu. Eins fehlt mir: Die Fortsetzung... Ilse Lodd


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