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Kriminalroman

Conte Krimi Band 47

Kurt ist gestorben: das Herz. Fred, sein ewiger Widersacher, stöbert in Fotoalben aus den Fünfzigern. Waren die beiden Alten einmal Freunde? Freds Enkel Joris weiss nur von politischer Gegnerschaft und persönlichem Hass. Aber Joris fremdelt ohnehin mit seiner saarländischen Heimat. Zu lange war er fort, ein Aussenseiter, ungeschickt, perspektivlos. So einer weckt Vorbehalte – doch er ist nicht der Einzige. Mitten im Dorf sind Asylbewerber untergekommen, auf Verfügung des Landrats. Widerstand formiert sich, Ängste werden geschürt. Zu den Initiatoren des Protests gehörte der verstorbene Kurt. Was wiederum den alten Fred auf die Barrikaden trieb: Sollte man hier, im Grenzland, nicht Verständnis für die Flüchtlinge haben?
Plötzlich werden Zweifel am natürlichen Tod Kurts laut. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf, auch gegen Joris. Der hat für den betreffenden Abend kein Alibi, weshalb er selbst mit Recherchen beginnt. Und die führen ihn tief in die Vergangenheit – sowohl des Saarlands als auch seiner eigenen Familie. Immer drängender werden die Fragen nach Herkunft und Zugehörigkeit. Als Angelpunkt erweist sich das Jahr 1955: die Abstimmung über das Saarstatut, die aus dem roten Fred und dem schwarzen Kurt Weggefährten machte. Wenigstens für kurze Zeit.
Portrait
Marcus Imbsweiler, geb. 1967 in Saarbrücken, lebt seit 1990 in Heidelberg. Er studierte Germanistik und Musikwissenschaft und arbeitet seit 1997 als freier Musikredakteur und Autor. Mit Bergfriedhof startete 2007 seine Krimiserie um den Heidelberger Privatermittler Max Koller. Imbsweiler ist leidenschaftlicher Läufer, dem unterwegs die besten Einfälle kommen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 250
Erscheinungsdatum 15.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95602-076-6
Verlag Conte-Verlag
Maße (L/B/H) 20.5/13.9/2.5 cm
Gewicht 335 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Fr. 22.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Von einigen Längen abgesehen unterhaltsam und gerade noch glaubhaft
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 17.12.2015

Kurt liegt tot am Fuße der Kellertreppe. Unfall? Herzversagen? Für Joris stellen sich schnell zahlreiche Fragen, die auf das Jahr 1955 zurückgehen. Im September 1955 verunglückte James Dean und die Saarbevölkerung stimmte über das Saarstatut ab. Im saarländischen Dorf Dürrweiler passierte ebenfalls allerhand und man vergißt dort... Kurt liegt tot am Fuße der Kellertreppe. Unfall? Herzversagen? Für Joris stellen sich schnell zahlreiche Fragen, die auf das Jahr 1955 zurückgehen. Im September 1955 verunglückte James Dean und die Saarbevölkerung stimmte über das Saarstatut ab. Im saarländischen Dorf Dürrweiler passierte ebenfalls allerhand und man vergißt dort nichts. Der einheimische Joris war erst vor kurzem aus Berlin heimgekehrt und sucht nun die Fäden der Gegenwart zurück nach 1955. In einem Steinbruch kommt es zum dramatischen Showdown. Die vielseitige Aufklärungsarbeit der Polizei und des Protagonisten Joris deckt die Zusammenhänge für die Leser gut verfolgbar auf. Ob alles für jeden nachvollziehbar ist? Mitdenken ist jedenfalls angebracht. Nachdem beispielsweise der Landrat Kalrmann eingeführt wurde taucht Dr. Brix, ebenfalls Landrat für Dürrweiler, auf. Was geht im Saarland vor? Doppelspitze als Landrat? Allmählich dämmert es: Karlmann ist die Verballhornung von Karl-Josef Brix, die beiden sind identisch. Der Autor bringt die aktuelle Flüchtlingsproblematik ein und setzt damit einen Gegenpunkt zu 1955, als sich nach der Saarabstimmung auch einige fremd in Deutschland fühlten. Ein Syrer zeigt eine Seite der Problematik in einem Folterexperiment, eine der stärksten Szenen des Krimis. Die häufigen Rückblenden auf 1955 hemmen allerdings die Handlung, die Gegenwart kommt zu kurz. Die Beziehungs– und Betroffenheitsdialoge ufern aus. Das Geschehen wird theatralisch aufgeladen – so gleich die Eingangsszene – und verpufft zu oft. Dass in einem harmlosen Dorf die Schatten der Vergangenheit durch die Straßen wabbern ist nicht neu und verhalf beispielsweise schon Philippe Claudel: Die grauen Seelen zum Erfolg. Mir kamen beim Lesen die Polt-Romane von Alfred Komarek in den Sinn. Im Burgenland, ganz im Osten des deutschsprachigen Raums geht es aber etwas gemächlicher zu. Marcus Imbsweiler springt an den westlichen Rand und zeigt, dass es auch im saarländischen Dürrweiler unter der Oberfläche brodelt. Von einigen Längen abgesehen ist 55 unterhaltsam, die zugespitzen Beziehungen sind gerade noch glaubhaft, die Auflösung ist stringent.