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Sagt uns die Wahrheit!

Was die Politiker verschweigen und warum

KIWI Band 1467

Bernd Ulrich

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Beschreibung

Das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Am 29. April dieses Jahres erschien in der ZEIT ein bemerkenswerter Leitartikel des stellvertretenden Chefredakteurs Bernd Ulrich, der hohe Wellen in der politischen Öffentlichkeit schlug. Sein Text beinhaltete eine grundlegende Kritik an der politischen Klasse der Bundesrepublik, der Bernd Ulrich nicht weniger als eine gefährliche Verdrängung der politischen Wirklichkeit vorwarf. Seine These: »Nie haben sich deutsche Politiker so sehr vor der Wahrheit gedrückt.« Die Wahrheit – das sind die ungelösten Grosskrisen unserer Gegenwart, die Ängste erzeugen, nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei den Politikern selbst: die Flüchtlingsströme, die Griechenlandkrise, die ungewisse Zukunft des Euro, der Krieg in der Ukraine ...

Bernd Ulrich formuliert angesichts dieses Bedrohungsszenarios nachdrücklich die Forderung nach Offenheit und Ehrlichkeit und kritisiert die herrschende Beschwichtigungspolitik, die die Aussicht auf konstruktive Lösungen nicht verbessert, sondern zerstört. Sein selbstkritischer Blick zielt dabei auch auf die Rolle der Medien. Seine nun erweiterte Streitschrift fragt nach den Ursachen dieser öffentlichen Verdrängungen und Verharmlosungen und ist zugleich ein Plädoyer für eine neue politische Kultur der Offenheit und eines furchtlosen Dialogs zwischen Politik und Bevölkerung auf Augenhöhe.

Bernd Ulrich, geboren 1960 in Essen, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Politikressorts der ZEIT. Für seine journalistische Arbeit erhielt er 2013 den Henri-Nannen-Preis und 2015 den Theodor-Wolff-Preis. Bei KiWi erschienen bisher: »Sagt uns die Wahrheit! Was was Politiker verschweigen und warum« (2015) und »Guten Morgen, Abendland – Der Westen am Beginn einer neuen Epoche« (2017).

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 10.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04857-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19.1/12.7/1.1 cm
Gewicht 128 g
Auflage 1. Auflage

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Was hält denn die Presse ab, die Wahrheit zu sagen?
von Dr. M. am 18.08.2020

Früher habe ich bei langen Zugfahrten gelegentlich auch mal die ZEIT gelesen, es aber dann bald gelassen. Langatmige Artikel voller intellektueller Wichtigtuerei und wenig Substanz halten nicht wach. Nun hat mir die künstliche Intelligenz eines Buchvertriebes empfohlen, dieses Buch zu lesen. Weil der Titel interessant klingt, ha... Früher habe ich bei langen Zugfahrten gelegentlich auch mal die ZEIT gelesen, es aber dann bald gelassen. Langatmige Artikel voller intellektueller Wichtigtuerei und wenig Substanz halten nicht wach. Nun hat mir die künstliche Intelligenz eines Buchvertriebes empfohlen, dieses Buch zu lesen. Weil der Titel interessant klingt, habe ich mich verleiten lassen. Der Text stammt aus dem Jahr 2015 und bestätigt meine Erfahrungen mit dieser Zeitschrift. Es hat sich nichts geändert. Wenigstens habe ich ein neues Wort gelernt: Überlastungsdepression. Die hätten so manche Politiker. "Was die Politiker verschweigen und warum" heißt der Untertitel dieser "Streitschrift". Irgendwie habe ich etwas verpasst, denn mir ist auch nach dem Lesen das Was und das Warum nicht wirklich klar geworden. Stattdessen erwartet den Leser ein langatmiges Pamphlet mit vorgestanzten Meinungen, die man aus der Presse dieses Landes kennt, soweit man sie noch liest. Beispiel: Das "aggressive Russland" und sein Präsident. Da wird nichts hinterfragt. Das ist intellektuell einfach nur dünn. Wenn man Politik verstehen will, muss man die Fähigkeit besitzen, sich in die Lage der jeweiligen Spieler zu versetzen. Das geht Bernd Ulrich völlig ab. Er begreift nicht, dass der Westen absehbar mit seinem Handeln in der Ukraine die letzte rote Linie bei Putin überschritten hatte. Der konnte gar nicht anders. Oder ist es vielleicht vorstellbar, dass die russische Schwarzmeerflotte einen Stützpunkt in einem potentiellen NATO-Land betreibt? Die ganze Geschichte beginnt mit den 2+4-Verhandlungen und nicht erst viel später. Es ist übrigens natürlich nicht aggressiv, wenn der Westen Libyen destabilisiert oder irgendeinen Diktator wegbombt. Das Völkerrecht liefert dafür jedenfalls keine Grundlage. Und ohne das Vakuum, dass die verblichene Sowjetunion hinterlassen hat, hätten sich das auch keiner getraut. Mir ist völlig unerklärlich, was Ulrich eigentlich davon abhält, die Wahrheit zu schreiben. Irgendwie ist auch ihm schon bis 2015 aufgefallen, dass die Auflagen der früheren "Leitmedien" dramatisch sinken. Woran das wohl liegt? Hätte er nicht erst einmal allen Grund gehabt, über die eigene Wahrheitsliebe nachzudenken? Das aber kommt ihm nicht in den Sinn. Sehr schwach in jeder Beziehung.


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