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Erika Mustermann

Roman

Robert Löhr

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Beschreibung

Friederike (Grüne) verabscheut die Piraten: Raubkopierer, Rollenspieler und Einzelgänger, die sich den Teufel um die Umwelt scheren, solange das Netz nur frei bleibt. Also startet sie einen Feldzug gegen die Piratenpartei. Ihr erstes Opfer: Volker Plauschenat, der harmloseste der 15 Berliner Abgeordneten. Aber je tiefer Friederike in dessen Keller nach Leichen buddelt, desto mehr lernt sie das piratische Paralleluniversum schätzen. Und als sie erst ihr Herz an einen dieser Freaks verliert, wird es verdammt schwer, wieder von Bord zu gehen ...
Mit "Erika Mustermann" gelingt Robert Löhr zweierlei: ein geschliffenes Portrait von Parlamentariern und Basis in der Hauptstadt der Orientierungslosigkeit. Und der erste Roman über eine Partei, die entweder das langersehnte Update des Systems ist - oder das hellste politische Strohfeuer unserer Zeit.

»Sehr, sehr unterhaltsam. Könnte ich mir sogar verfilmt vorstellen. (...) Kann ich schwerstens empfehlen.«, rbb - Radio 1, 17.09.2013

Robert Löhr, geboren 1973, ausgebildeter Journalist und Drehbuchautor, lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben zahlreichen Filmskripten und Theaterstücken verfasste er die Romane »Der Schachautomat«, »Das Erlkönig-Manöver« , »Das Hamlet-Komplott«, »Krieg der Sänger« und »Erika Mustermann«. Seine Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783492982542
Verlag Piper
Dateigröße 1825 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Der Schachautomat..
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

..die erste selbst denkende Mschine und dann auch noch in so einer komplexen Materie wie Schach. Alle wollten ihn sehen, die 'getürkte' Maschine. Toller, spannender historischer Roman nach einer wahren Geschichte.

Endlich eine liebevolle literarische Abrechnung mit Politik 2.0?
von Dr. M. am 04.03.2019

Eine solche Abrechnung soll dieser Roman sein, liest man auf der Rückseite des Buches. Der Autor begab sich dazu ins Milieu der Berliner Piratenpartei und schreibt, dass gewisse Ähnlichkeiten seiner Figuren mit lebenden Personen nicht unbeabsichtigt seien. Seine Hauptfigur Friederike traf der unerwartete Wahlerfolg der Pirate... Eine solche Abrechnung soll dieser Roman sein, liest man auf der Rückseite des Buches. Der Autor begab sich dazu ins Milieu der Berliner Piratenpartei und schreibt, dass gewisse Ähnlichkeiten seiner Figuren mit lebenden Personen nicht unbeabsichtigt seien. Seine Hauptfigur Friederike traf der unerwartete Wahlerfolg der Piratenpartei bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ins politische Herz, denn sie ist Grüne, natürlich alleinerziehend und Lehrerin. Nun schwört sie persönliche Rache und hat sich dazu auch schon ein Opfer unter den Neuparlamentariern der Piraten ausgesucht. Um näher an ihr Opfer zu kommen, steigt sie erst einmal mit einem anderen Piraten in die Kiste und erfährt von ihrem treuherzigen Liebhaber, wer dessen Parteifreunde sind: "Raubkopierer, Hacker und Autisten, Opfer von DSA und ADS, Stotterer, Stammler und Lispler, hautkranke, pockennarbige Modemuffel mit nerdigen T-Shirts in XL, infantile Zyniker mit Arme-Leute-Sarkasmus und peinlichen Amerikanismen, chronisch untervögelte Eremiten und besserwisserische Fachidioten mit einer Sprache, die von vorne bis hinten nur aus Codes, Insidern und Abkürzungen besteht; die vor allem über ihre eigenen Witze lachen oder zumindest über solche, die sie schon kennen." Man merkt diesem Buch an, dass sein Autor seine Milieukenntnisse und gewisse tatsächliche Ereignisse in irgendeine Handlung zwängen wollte. Große Emotionen, Tiefsinn oder Spannung sollte man also nicht erwarten. Vielmehr beschreibt Robert Löhr kenntnisreich die Parallelwelten, in denen die beiden Hauptfiguren Friederike und ihr ausgesuchtes Piratenopfer Plauschenat leben. Wenn man sich anstrengt, findet man auch so etwas wie eine Abrechnung mit Politik, denn Friederikes Rachemotive sind ebenso infantil wie die Politikvorstellungen ihres Opfers. Ihr geht es nicht um die besseren Ideen, sondern um einen persönlichen Vernichtungsfeldzug, der dann auch tatsächlich zeitverzögert einsetzt, allerdings anders als gedacht. Und Plauschenat gehört einer Partei an, die Dinge fordert, die er selbst nicht eingehalten hat. Was passiert, wenn seine Parteifreunde an die Macht kommen, ahnt man als literarischer Zeuge des Mobbings, das über Plauschenat hereinbricht als sein angebliches Vergehen bekannt wird. Besonders neu oder originell ist das alles nicht. Man hat es nur mit einer anderen Erscheinungsform der sattsam bekannten politischen Kindereien zu tun. Was bleibt, ist eine gelungene Schilderung einer Spezies des politischen Biotops, die zwar neu, aber letztlich im Grunde auch nicht anders ist als das, was sich da bisher tummelte. Das Buch liest sich gut, auch wenn der Text ziemlich oft von milieugerechten Twitter-Kauderwelsch oder Wikipedia-Zitaten unterbrochen wird.

Ein Erfinder und sein Wunderwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 10.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wolfgang von Kempelen ist als Sekretär am Hofe Kaiserin Maria Theresias tätig und bittet darum, seine Arbeit für ein halbes Jahr niederlegen zu dürfen. Er möchte die Zeit für eine Erfindung nutzen, welche das ganze Reich in Staunen versetzen soll - die erste denkende Maschine. Dieser Schachautomat wird zu einer Sensation. Ruhm, ... Wolfgang von Kempelen ist als Sekretär am Hofe Kaiserin Maria Theresias tätig und bittet darum, seine Arbeit für ein halbes Jahr niederlegen zu dürfen. Er möchte die Zeit für eine Erfindung nutzen, welche das ganze Reich in Staunen versetzen soll - die erste denkende Maschine. Dieser Schachautomat wird zu einer Sensation. Ruhm, Faszination, aber auch Argwohn und Neid folgen auf das Wunderwerk. Doch es handelt sich um einen Betrug, einen "Scheinautomaten". Denn im Inneren des Tisches verborgen sitzt der kleinwüchsige Tibor, der die Schachfiguren setzt und seine Gegner scheinbar en passant besiegt. Im Laufe der Zeit wird es für von Kempelen und seine Gehilfen immer schwieriger das Geheimnis zu hüten, denn eine Spionin wird auf sie angesetzt, ein Mord begangen, Bestechungsgeld angeboten... Ein toller Roman, der eine Erfindung in den Mittelpunkt rückt, welche es tatsächlich gegeben hat aber heute schlichtweg in Vergessenheit geraten ist.

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