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Die Bestatterinnen

Gestorben wird immer

(2)
Die beiden Schwestern Doris Hochstrasser-Koch, geb. 1955, und Karin Koch Sager, geb. 1966, arbeiten in der dritten Generation im familieneigenen Bestattungsunternehmen in Wohlen AG. Den Grundstein dazu legte ihr Grossvater mit einer Fuhrhalterei. Sein Pferdegespann räumte nicht nur Schnee weg, sondern transportierte auch Holz und Kies. Und Tote auf den Friedhof. So drehen sich bereits die frühesten Kindheitserinnerungen der beiden Frauen um die Endlichkeit unseres Daseins. Als ihre Eltern, die insgesamt acht Kinder hatten, den Betrieb weiterführten, tauschten diese das Pferdegespann Ende der Sechzigerjahre durch einen Leichenwagen aus, und als Doris und Karin in die Fussstapfen ihrer Eltern traten, setzten auch sie ihre eigenen Ideen um. Nicht bereit, den Tod als diskrete und schnell zu erledigende Angelegenheit zu akzeptieren, entwickelten die sympathischen Unternehmerinnen mit viel Herz und Verstand neue Ansätze, übernahmen zunehmend zeremonielle Funktionen, adaptierten überkonfessionelle und alternative Rituale und konzentrierten sich auf die Kunst des Ausklangs: den würdevollen Umgang mit den Verstorbenen samt der Aufgabe, sie für einen Abschied vorzubereiten, der den Hinterbliebenen nicht nur Trost spenden soll, sondern auch Zuversicht. Durch ihre Arbeit kamen die zwei Frauen zu Einsichten, die ihr Dasein positiv beeinflussten. Und so handelt ihr Buch zwar in vielerlei Hinsicht vom Tod, viel eher aber vom Leben.
Portrait
Doris Hochstrasser-Koch kam 1955 als ältestes von acht Kindern in Wohlen AG zur Welt. Nach ihrer Schul- und Lehrzeit heiratete sie, wurde Mutter von zwei Söhnen und arbeitete immer mehr im elterlichen Betrieb - einem Bestattungsinstitut und Transportunternehmen. 1999 übernahm sie - zusammen mit ihrer Schwester Karin Koch Sager - das Unternehmen, das einst ihre Grosseltern gegründet hatten. 2001 bildete sie sich zur Bestatterin mit eidgenössischem Fachausweis und 2009 zur Lebens- und Trauerbegleiterin weiter. Doris Hochstrasser lebt in Hägglingen AG. Karin Koch Sager kam 1966 in Wohlen AG zur Welt. Nach einer kaufmännischen Lehre stieg sie 1990 nebenamtlich im elterlichen Geschäft, einem Bestattungsinstitut und Transportunternehmen, ein. Neun Jahre später übernahm sie mit ihrer Schwester Doris Hochstrasser-Koch den Betrieb und bildete sich 2000 zur Bestatterin mit eidg. Fachausweis weiter. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Nottwil LU.
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Beschreibung

Produktdetails


Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783037635919
Verlag Wörterseh Verlag
Dateigröße 1562 KB
eBook
Fr. 15.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Die Bestatterinnen
von einer Kundin/einem Kunden aus Aarau am 16.02.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch „Die Bestatterinnen“ über Doris Hochstrasser-Koch und Karin Koch Sager ist wirklich top. Es ist inhaltlich sehr informativ, vor allem aber habe ich geschätzt, dass sehr empathisch, gefühlsvoll und mit Humor über den Tod geschrieben wird. Personen über fünfzig kennen diese früheren Rituale noch, die im Buch beschrieben... Das Buch „Die Bestatterinnen“ über Doris Hochstrasser-Koch und Karin Koch Sager ist wirklich top. Es ist inhaltlich sehr informativ, vor allem aber habe ich geschätzt, dass sehr empathisch, gefühlsvoll und mit Humor über den Tod geschrieben wird. Personen über fünfzig kennen diese früheren Rituale noch, die im Buch beschrieben sind. Ich kann diese Lektüre wärmstens empfehlen und bedaure, nicht schon viel früher über die beschriebenen Kenntnisse verfügt zu haben. Sie hätten mir geholfen, Erlebnisse der Trauer zu verarbeiten.

Für mich keine leichte Kost
von peedee am 21.01.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In diesem Buch erzählen die beiden Schwestern Doris Hochstrasser-Koch, geb. 1955, und Karin Koch Sager, geb. 1966, die Geschichte ihres Familienunternehmens; aufgezeichnet von Franziska K. Müller, Journalistin und freie Autorin. Doris und Karin betreiben in dritter Generation ein Bestattungsunternehmen in Wohlen (Aargau). Wie ist das Leben, wenn sich im... In diesem Buch erzählen die beiden Schwestern Doris Hochstrasser-Koch, geb. 1955, und Karin Koch Sager, geb. 1966, die Geschichte ihres Familienunternehmens; aufgezeichnet von Franziska K. Müller, Journalistin und freie Autorin. Doris und Karin betreiben in dritter Generation ein Bestattungsunternehmen in Wohlen (Aargau). Wie ist das Leben, wenn sich im Alltag alles um den Tod und Trauer dreht? Wieso wählt jemand freiwillig einen so negativ besetzten Beruf? Erster Eindruck: Zwei sympathische Frauen mit einem Sarg am Rande eines Feldes; der Titel ist schlicht und der Untertitel „Gestorben wird immer“ ist leider absolut stimmig. Warum lese ich ein Buch über Bestatterinnen? 1. Weil ich Bücher aus dem Wörterseh-Verlag sehr mag und 2. weil ich über die Schwestern bereits in den nationalen Medien gelesen habe. Die Autorin Franziska K. Müller ist mir bereits bekannt durch das Buch „Mutanfall – Mein Leben ohne Ernst“, ebenfalls aus dem Wörterseh-Verlag. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Es ist interessant, den Wandel des Familienunternehmens zu lesen: Vom einfachen Pferdegespann des Grossvaters über den ersten Leichenwagen der Eltern bis zu weiteren Modernisierungen durch die dritte Generation, den beiden Schwestern. Es stehen sogar schon die vierte und fünfte Generation für das Fortführen des Familienunternehmens parat: Ein Sohn von Doris ist Bestatter und eine Enkeltochter interessiert sich ebenfalls für diesen Beruf. Die Liebe der beiden Schwestern ist sehr gut spürbar, denn Doris war für die kleine Karin quasi Mutterersatz – sie sorgte für Liebe und Zuwendung. Das Verhältnis zu der Mutter, die eine sehr strenge Frau zu sein scheint, wirkt ziemlich angespannt. Wie ist es für eine Bestatterin, wenn sie selbst vom Tod betroffen ist? Doris verliert ihren Mann Sepp – zuerst handelt sie wie die Berufsfrau und ordnet gewisse Abläufe an, aber dann ist sie einfach die Witwe, die um ihren Mann und Vater ihrer Kinder trauert. Interessant fand ich die Vergleiche, wie Beerdigungen z.B. in den USA oder Westafrika ablaufen. Es gibt z.B. in den USA doch tatsächlich die 3-Minuten-Abdankung – im Auto!! Oder auch wie sich die schwarzen Schafe der Bestatter-Branche verhalten, z.B. abhören des Polizeifunks, um als erster vor Ort zu sein. Es werden auch wirklich tragische Geschichten aus dem Firmenalltag erzählt, wo es z.B. manche Hinterbliebenen nicht schaffen, weiterzuleben. Weiter wird der Beruf des Thanatologen vorgestellt: Dieser richtet extrem verunstaltete Tote wieder her, so dass die Hinterbliebenen den Verstorbenen doch noch anschauen und so Abschied nehmen können. Die Schwestern haben für mich einen sehr lebenslustigen Eindruck gemacht und ich finde es sehr schön, dass sie die Verstorbenen auf dem letzten Weg begleiten und natürlich auch deren Familien begleiten und versuchen, ihnen von der Trauer zurück ins Leben zu helfen. Das Buch hat mir sehr gefallen, auch wenn es für mich ganz und gar keine leichte Kost war. Es war häufig beklemmend. Ich wäre sicherlich nicht geeignet, um den Beruf eines Bestatters auszuüben. Bei Krankheit und Tod fühle ich mich hilflos. Hochachtung für all die, die diesen Beruf ausüben!