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Das Herz aller Dinge

Roman


Eine dramatische Dreiecksgeschichte um Liebe und Schuld

Major Scobie hat fünfzehn Jahre Dienst in einer kleinen westafrikanischen Hafenstadt hinter sich und wird bei der Beförderung wieder einmal übergangen. Das trifft seine Frau Louise tiefer als ihn. Scobie liebt seine Frau nicht mehr, behandelt sie jedoch mit Respekt. Als Louise nach Südafrika reist, lernt Scobie Helen Rolt kennen. Ihr Dampfer war von einem U-Boot torpediert worden, und sie gehört zu den überlebenden Passagieren. Das Mitleid, das Scobie für Helen empfindet, wandelt sich in Liebe, und der gläubige Katholik gerät in ein unauflösliches Dilemma.

Rezension
"Der Roman, erschienen 1948, entwickelt auch heute noch einen erzählerischen Sog, was vor allem Greenes grandiosen Beschreibungen und der aktuellen Übersetzung von Edith Walter zu verdanken ist."
Nürnberger Nachrichten 23.02.2016
Portrait
Graham Greene wurde am 2. Oktober 1904 in Berkhampstead, Hertfordshire, geboren. Sein Grossonkel war der Autor der 'Schatzinsel', Robert Louis Stevenson. Da Greene der Sohn des örtlichen Schuldirektors war, behandelten seine Mitschüler ihn als Aussenseiter. Er entwickelte einen Hang zum Einzelgängertum, gegen den auch seine beiden Brüder nichts tun konnten. Nach Beendigung der Schule ging Greene nach Oxford und studierte am Balliol College Neuere Geschichte. Seine erste Anstellung war ein Redakteursposten bei der Times in London, danach fand er eine Stelle als Filmkritiker beim Spectator.

Die grossen Reisen, die er unternahm – u.a. nach Westafrika und Asien – wurden auch zum Fundus für seine schriftstellerische Tätigkeit. Ein entscheidender Schritt war 1934 sein Übertritt zum Katholizismus. Sein erster Roman, 'The Man Within' (1929, dt. 'Zwiespalt der Seele'), beschreibt bereits den Konflikt zwischen Gut und Böse, der im Zentrum von Graham Greenes Werk steht. Man findet ihn in den Kriminalgeschichten wie in den psychologisch ausgerichteten Romanen. Als 1940 'The Power and the Glory' (dt. 'Die Kraft und die Herrlichkeit') erschien, erhielt Greene dafür den Hawthorne-Preis. Viele halten es für sein vielleicht bestes Werk. Zweimal leitete er Verlage, Mitte der vierziger Jahre Eyre & Spottiswoode und Anfang der sechziger Jahre Bodley Head. Am 3. April 1991 starb Graham Greene in Genf. Er wurde mehrmals als heisser Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 19.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14483-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12.1/3.2 cm
Gewicht 374 g
Originaltitel The Heart of the Matter
Übersetzer Edith Walter
Verkaufsrang 55868
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Literarischer Giftpfeil, der nicht tödlich ist, sondern süchtig macht
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 19.10.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Scobie sollte nie vergessen, wie man sie in sein Leben trug – auf einer Krankentrage, die Augen fest geschlossen und ein Briefmarkenalbum umklammernd.“ (S. 157) Graham Greene (1904 – 1991) war ein literarischer Giftmischer, dessen Gift zwar langsam, aber sicher wirkt. Nein, natürlich NICHT im klassischen Sinne einer (tödlich... „Scobie sollte nie vergessen, wie man sie in sein Leben trug – auf einer Krankentrage, die Augen fest geschlossen und ein Briefmarkenalbum umklammernd.“ (S. 157) Graham Greene (1904 – 1991) war ein literarischer Giftmischer, dessen Gift zwar langsam, aber sicher wirkt. Nein, natürlich NICHT im klassischen Sinne einer (tödlichen) Vergiftung. Obwohl, vergiftet worden bin ich *g*. Jedoch eher ähnlich, wie es mir mit Gabriel Garcia Marquez ging und geht: je mehr ich von ihm lese, umso höher steigt er in meiner Gunst. Graham Greene hat definitiv keine Bücher für „eben mal so zwischendurch“ geschrieben. Davon zeugt schon „Das Herz aller Dinge“, einem Roman, dem ich durch Zufall begegnet bin. Als ich noch jung und unerfahren war *hust* und ich in der hiesigen Buchhandlung gearbeitet habe, war ich schon einmal über Graham Greene und sein „Schlachtfeld des Lebens“ gestolpert. Damals konnten wir jedoch keine Freunde werden. Aber so ist das mit dem Alter und der Weisheit bla bla bla *g* So, nun aber zurück zu „Das Herz aller Dinge“: es braucht so ziemlich genau bis zur Hälfte des Buches, um das zentrale Ereignis, nämlich, dass sich der „Held der Story“ neu verliebt und so seinem (selbstverschuldetem?) Untergang entgegen geht, stattfinden zu lassen. Deswegen sind die vorhergehenden 156 und die nachfolgenden Seiten nicht minder spannend. Man lernt die verschiedenen Charaktere relativ genau kennen, fühlt mal mit der einen, dann mit der anderen Figur mit, denkt sich an mancher Stelle vielleicht auch „Mh, wann beginnt die Story denn richtig?“ und merkt erst am Schluss, dass man die ganze Zeit mittendrin war. Denn alle Puzzleteile, mögen sie auch noch so unbedeutend, langatmig und langweilig erscheinen, ergeben beim „Grand Finale“, dass es einem übrigens unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen, ein faszinierendes Bild einer Gesellschaft kranker Seelen, die mit sich, ihrem Leben und ihrem Glauben hadern und genau an dieser Mixtur scheitern. Dieser Roman ist ein literarischer Giftpfeil, der sein Ziel (das Herz des Lesers) langsam, aber zielgenau trifft und es so zu einem weiteren literarischen Highlight in einem schon nicht gerade Highlight-armen Jahr macht.