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Amerikanisches Idyll

Roman

Die amerikanische Trilogie Band 1

Philip Roth

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Beschreibung

Newark, New Jersey: Seymour Levov, Leiter einer weltberühmten Handschuhfabrik, lebt zufrieden mit seiner Frau Dawn und seiner Tochter Merry. Als die verwöhnte Merry in den Untergrund gerät und sich an einem Bombenanschlag beteiligt, bei dem ein Mensch getötet wird, bricht die Idylle zusammen. In grossartigen, unvergesslichen Szenen beschreibt Roth, wie sich der amerikanische Traum vom erfolgreichen, glücklichen Leben jäh in einen Alptraum verwandelt. Der Roman wurde mit dem Pulitzer-Preis 1998 ausgezeichnet.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 464 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.12.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783446251250
Verlag Hanser
Originaltitel American Pastoral
Dateigröße 4484 KB
Übersetzer Werner Schmitz
Verkaufsrang 25225

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Kundenbewertungen

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Lesenswertes Familienportrait, deren Harmonie bröckelt
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 04.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Merry Levov entstammt einer Familie aus der Oberschicht. Nachsichtig und liebevoll wird sie aufgezogen, doch eines Tages zerbricht die Familienidylle: Alles beginnt damit, dass die kleine Merry Levovs im Fernsehen Bilder von Mönchen sieht, die sich in Vietnam als Protest gegen Diktator Diem selbst anzünden. – Diese Ereignisse un... Merry Levov entstammt einer Familie aus der Oberschicht. Nachsichtig und liebevoll wird sie aufgezogen, doch eines Tages zerbricht die Familienidylle: Alles beginnt damit, dass die kleine Merry Levovs im Fernsehen Bilder von Mönchen sieht, die sich in Vietnam als Protest gegen Diktator Diem selbst anzünden. – Diese Ereignisse und noch viele kleine andere Faktoren verwandeln die stotternde, aber aufgeweckte Tochter von Seymour und Dwan Levov, in ein Kind, das voller Hass gegen das eigene Land ist. Sie, die eigentlich aus dem guten Hause einer Oberschicht-Familie stammt, preist plötzlich totalitäre kommunistische Diktaturen. Mehr noch: Sie beginnt ihren eigenen Eltern Hass und Verachtung entgegenzuschreien und dann passiert das Unfassbare. Roths Roman brilliert mit einer detaillierten Ausarbeitung seiner Charaktere und der dichten Beschreibung ihrer Lebensumstände. Im Mittelpunkt dieses Romans steht die psychische Analyse von Merrys Vater, ein jüdischer Einwanderer der 2. Generation. Er versucht mit allen Mitteln, sich der amerikanischen Realität anzupassen. Der "Schwede" steht wohl für unzählige Amerikaner, die einem anderen Kulturkreis entstammen, sich jedoch völlig kompromisslos ihrer neuen Lebenswelt assimilieren. Roth zeigt meisterhaft die Brüche in den Lebensläufen der Familienmitglieder. Hier ist es die Tochter Merry, die während der 60er Jahren gegen diese Assimilierung revoltiert: aus ihr wird eine Terroristin und Aussteigerin. Letztendlich geht das Buch aber nicht über diese junge Frau. Ganz im Gegenteil ist sie nur der Spiegel, in dem sich der assimilierte Vater neu erkennen muss. Empfehlenswert!

Schön häßlich
von Polar aus Aachen am 16.06.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In ihrer Verzweiflung merken deutsche Kritiker gerne an, daß der wahre Familienroman, der sich als Epos seiner Zeit versteht, aus Amerika stammt. Wer Amerikanisches Idyll gelesen hat, wird dem zustimmen und hinzufügen, daß er sich alle Jahrzehnte neu erfindet. Sitte und Anstand sind die Leitmotive vieler Familien. Hinzu kommt, d... In ihrer Verzweiflung merken deutsche Kritiker gerne an, daß der wahre Familienroman, der sich als Epos seiner Zeit versteht, aus Amerika stammt. Wer Amerikanisches Idyll gelesen hat, wird dem zustimmen und hinzufügen, daß er sich alle Jahrzehnte neu erfindet. Sitte und Anstand sind die Leitmotive vieler Familien. Hinzu kommt, daß die Kinder einen anständigen Beruf lernen sollen und die Eltern im Alter niemandem zur Last fallen wollen. Irgendwo dazwischen dreht sich dann alles um Politik und Religion. Nur läuft's meisten schief. Selbst bei denen, die mit blauen Augen und blonden Haaren ausgestattet sind, die erfolgreich ein Familienunternehmen leiten, die eine Schönheitskönigin geheiratet haben - selbst bei denen. Wie Roth das Schicksal der Familie Levov beschreibt, bedarf all der Fähigkeiten, die sich der Autor mit den Jahren zugelegt hat. Seine Ton spiegelt sich sowohl in der abtrünnigen Tochter wie in der Suche des verzweifelten Vaters wieder. Eine Ehe versinkt im Elend der eigenen Unzulänglichkeit und gleichzeitig setzt sich Roth mit Terrorismus, Sekten und dem Judentum auseinander, als wäre es nichts. Viele Autoren scheitern daran, sich wenigstens einem dieser Themen zu widmen. Ein Philip Roth nicht.

Genial!!!
von Julchen23 aus Braunschweig am 28.01.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Philip Roth seziert in seinem Roman das "Amerikanische Idyll". Eine Psychoanalyse über das Amerika wie es wirklich ist.

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