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Lettipark

Erzählungen

Judith Hermann

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Beschreibung

Seit ihrem grossen Debüt-Erfolg ›Sommerhaus, später‹ ist Judith Hermann berühmt für ihren unverwechselbaren Ton, die Eleganz und Schönheit ihrer Sprache.
In ihren neuen Erzählungen setzt sie so konzentriert wie leicht die Worte, zwischen denen sich das unfassbare Drama der Existenz zeigt. Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen?
Wie nah können wir den Menschen sein, die wir lieben?
Durch einen Blick, eine Berührung entsteht eine plötzliche Nähe, oder Menschen entfernen sich voneinander. Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet – Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns, machen uns glücklich und bleiben unfassbar.
Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, wie eines seiner Bildmotive, und seine Frau sieht diesen Blick. Vielleicht wird darüber alles zerbrechen.
Ein alter Mann denkt an eine lange Reise nach Nantucket, die viele Jahre zurückliegt, zu Freunden, in ein Haus, das erst in Umrissen existierte. Walter hatte für ihn dieses Haus mit Worten in die Luft gezeichnet. Er glaubt sich an eine Umarmung zu erinnern, zum Abschied.
Judith Hermanns Figuren sind manchmal ganz schutzlos. Umso intensiver sind ihre Begegnungen mit anderen, geliebten, fremden Menschen. Diese Momente geschehen beiläufig, unaufgeregt und entfalten unter der Oberfläche eine existentielle Wucht. In ihren Erzählungen spürt Judith Hermann diesen alles entscheidenden Momenten nach, unserer Einsamkeit und Wut und Sehnsucht.

Es ist die Kargheit dieser Geschichten, die dazu zwingt (dazu Gelegenheit gibt), markante Ein- und Vorfälle überscharf wahrzunehmen. Judith von Sternburg Frankfurter Rundschau 20160525

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine ausserordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien »Alice«, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, »Aller Liebe Anfang«. 2016 folgten die Erzählungen »Lettipark«, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Im Herbst 2020 erschien der Roman »Daheim«.  Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.  Literaturpreise: Blixenprisen 2018 für »Lettipark«Erich-Fried-Preis 2014Friedrich-Hölderlin-Preis 2009Kleist-Preis 2001Hugo-Ball-Förderpreis 1999Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 1999

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 25.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-002493-0
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21.1/13.1/2.5 cm
Gewicht 335 g
Auflage 1. Auflage

Kundenbewertungen

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Leise und zugleich unglaublich laut
von einer Kundin/einem Kunden am 21.05.2017

Judith Herrmanns Schreibstil ist leise und zugleich unglaublich laut. Auch in "Lettipark" schafft sie es, dramatische menschliche Schicksale auf eine Art und Weise zu beschreiben, die den Leser einfach mitreißen muss. In diesen Kurzgeschichten wird die Kraft der Sprache sichtbar.


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