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Großer Bruder Zorn

(10)
Box-Promoter Aris braucht den Befreiungsschlag gegen die drohende Insolvenz und organisiert einen letzten großen Kampfabend. Jessi vom Netto will ein besseres Leben für ihre kleine Tochter und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Und Serdar aus dem Späti denkt an nichts anderes, als am Freitag den Wikinger umzuhauen
Eine Woche im Weddinger Kiez, jeder hat seine eigenen Pläne und eine andere Herkunft, aber alle haben dieselbe Heimat. Die Wege der Protagonisten irrlichtern jeden Tag schneller umeinander, bis sie bei der großen Fight Night schließlich aufeinanderprallen.
Ein Plot, der in die Sitze presst, Typen wie das echte Leben, ein unverwechselbarer Sound.
Rezension
"Rau. Schnörkellos. Direkt. Mit Protagonisten, die ans Herz gehen. Ich warte jetzt schon auf die Fortsetzung. Und auf einen Produzenten, der daraus die erste coole deutsche Fernsehserie macht." Tobias Schlegl

"Ein knackiger und rasanter Kiezroman." Radio Fritz, 05.04.2016

"Solche Geschichten erzählen sonst amerikanische oder britische Filme. In der deutschen Literatur sind sie selten." WDR 4
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 396 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 11.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783732523627
Verlag Bastei Entertainment
Dateigröße 2461 KB
eBook
Fr. 11.00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Großer Bruder Zorn
von einer Kundin/einem Kunden aus Eberswalde am 09.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Eine Woche im Berliner Kiez: Wedding. Viele verschiedene Personen mit unterschiedlicher Herkunft und Ansichten vom Leben. In ständig wechselnden Kapiteln wird über die Personen, u.A.. Aris, der den großen Boxkampf organisiert, Jessi, die Kassiererin vom Netto, Serdar, aus dem Späti und dem Flaschenfascho erzählt. Im Allgemeinen geht es um... Eine Woche im Berliner Kiez: Wedding. Viele verschiedene Personen mit unterschiedlicher Herkunft und Ansichten vom Leben. In ständig wechselnden Kapiteln wird über die Personen, u.A.. Aris, der den großen Boxkampf organisiert, Jessi, die Kassiererin vom Netto, Serdar, aus dem Späti und dem Flaschenfascho erzählt. Im Allgemeinen geht es um die große Fight Night die am Ende der Woche geplant ist. Ich fand das Buch, in der "Berliner Sprache "sehr interessant und spannend geschrieben, so dass man das Buch (Manuskript) schon gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Anfangs recht witzig geschrieben, was dann aber nachgelassen hat, trotz allem spannend geblieben ist. Es ist fesselnd und spannend zu gleich, weil man neugierig auf das ist, was wohl als nächstes passiert. Ich war soweit mit dem Buch zufrieden, konnte mir das alles auch real vorstellen, jedoch war mir das Ende zu lasch. So in etwa wie der Boxkampf vorüber war, war auch schon bald das Buch zu Ende. Meine letzten Gedanken waren....was ist aus Jessy und Aris geworden? Wie ging es mit Aris weiter? Kommt da etwa noch eine Fortführung von dem Buch? Ich würde mich darüber freuen, denn ich wüsste gern wie die Geschichte richtig ausgehen würde.

Ein pralles, saftiges und lebenssattes Romandebüt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Camberg am 08.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Mit "Großer Bruder Zorn" legt Johannes Ehrmann seinen Debütroman vor. Auf knapp 400 Seiten lernen wir eine Gruppe von Menschen rund um den fiktiven Bellermannplatz im Berliner Wedding kennen, und verbringen eine Woche mit ihnen und ihren Sorgen, Ängsten, Nöten, Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Die Geschichte glänzt mit echten... Mit "Großer Bruder Zorn" legt Johannes Ehrmann seinen Debütroman vor. Auf knapp 400 Seiten lernen wir eine Gruppe von Menschen rund um den fiktiven Bellermannplatz im Berliner Wedding kennen, und verbringen eine Woche mit ihnen und ihren Sorgen, Ängsten, Nöten, Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Die Geschichte glänzt mit echten Typen und einer geraden, unverfälschten Sprache. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass ich alle Protagonisten schon lange kenne, so vertraut waren mir die Charaktere. Der Spannungsbogen des Romans steuert unausweichlich seinem Höhepunkt zu, um in einem grandiosen, filmreifen und auch irgendwie lustigen Finale zu eskalieren. Johannes Ehrmanns Erstling ist ein starker Roman mitten aus dem Leben und dem Großstadtalltag. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf seine zukünftigen Werke.

Berliner Flair und echte Charaktere
von Felisbuecherregal am 03.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Zum Inhalt: Wir sind in Berlin. Berlin-Wedding um genau zu sein und das Leben geht seinen Gang rund um den Bellermann-Platz. Das Buch beginnt damit, dass wir unsere vier Protagonisten kennenlernen. Völlig ungeschönt in ganz alltäglichen Situationen. Als erstes Aris, den ehemals erfolgreichen Box-Promoter – jetzt kurz vor der Insolvenz stehend.... Zum Inhalt: Wir sind in Berlin. Berlin-Wedding um genau zu sein und das Leben geht seinen Gang rund um den Bellermann-Platz. Das Buch beginnt damit, dass wir unsere vier Protagonisten kennenlernen. Völlig ungeschönt in ganz alltäglichen Situationen. Als erstes Aris, den ehemals erfolgreichen Box-Promoter – jetzt kurz vor der Insolvenz stehend. Eine letzte große Fight-Night soll ihn vor dem Untergang retten, aber zuallererst muss er sich nach der letzten Nacht von einem höllischen Kater erholen und das, wo er doch eigentlich trocken war. Aris ist die gescheiterte Existenz in seiner Familie, der Bruder ein gutverdienender Immobilienmakler. Umso schlimmer lastet jetzt der Druck auf ihm, dass es diesmal klappen muss. Er braucht die Einnahmen aus der Fight-Night dringen. Als nächstes Serdar. Er arbeitet im Spätkauf seines Stiefvaters, träumt aber von der ganz großen Box-Karriere. Die Fight-Night soll es richten. Hier möchte er endlich entdeckt werden, endlich vernünftig Geld verdienen. Wäre seine Freundin Ella nur nicht am Morgen in den Laden gestolpert mit den Worten: „Ich bin schwanger“. Jessi ist alleinerziehende Mutter und sitzt beim Netto am Bellermann-Platz an der Kasse. Mit dem Wenigen, was sie hat, versucht sie das Leben ihrer Tochter Line so gut wie möglich zu machen. Aber ein Schatten aus ihrer Vergangenheit – besser gesagt: ein Mann – lässt ihr keine ruhige Sekunde. Nur einer scheint es ihr angetan zu haben und das ist ausgerechnet Aris. Als letztes ist da noch der Flaschenfascho, ein Pfandsammler mit bewegtem Leben. Er erzählt das Geschehen am Bellermannplatz aus seiner ganz eigenen Perspektive. In „Großer Bruder Zorn“ begleitet der Leser diese vier Leben eine Woche lang. Immer mit der großen Fight-Night vor Augen. Hier sollen alle Geschichten irgendwie zusammenlaufen. Hier wartet das große Finale. Meine Meinung: Dieses Buch ist Berlin. Sowohl die Protagonisten als auch die Sprache. All das könnte eins zu eins so passiert sein. Johannes Ehrmanns Roman hat einen ganz eigenen Stil. Sein ganz eigenes Klima. Wer schon einmal in Berlin war, wird sich bei der Beschreibung des Ballermann-Platzes sofort dorthin zurückversetzt fühlen. Hier wird das raue, das echte Leben beschrieben und genau so ist auch der ‚Ton‘ im Buch. Statt auf grammatikalisch richtige Satzstellungen oder Anführungszeichen wurde hier Wert auf die „Berliner Schnauze“ gelegt. Jeder spricht hier so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Zugegeben, das – zusammen mit der teilweise recht stürmischen Szenenwechseln – war am Anfang eine echte Herausforderung für mich. Mir liegen Romane mit akribisch ausgearbeiteten Dialogen anscheinend einfach mehr. Aber umso mehr man in der Geschichte und ihren Persönlichkeiten versinkt, umso besser passt diese Sprache. Umso unpassender wäre alles andere. In Ehemanns Roman darf man keine Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung erwarten. Die Protagonisten tragen nicht gerade kleine Päckchen mit sich herum und auch die ein oder andere Randfigur ist problematisch. Ehrmann konfrontiert mit dem echten Leben und zum Teil ist dies auch leicht überzogen. Gerade Jessi ist mir im Laufe der Geschichte besonders ans Herz gewachsen und das ein oder andere Mal hätte ich mir gewünscht, dass alles irgendwie besser für sie läuft. Aber so ist es nunmal nicht. Trotzdem war es bewundernswert mit anzusehen, wie sich die Protagonisten im Laufe der sechs Tage verändert haben. Wie sich ihre Leben und ihre Einstellungen unter dem schweren Druck, den sie alle irgendwo haben, wandeln. Am Ende lässt und Ehrmann mit unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen zurück und das Leben in Wedding geht weiter seinen gewohnten Gang. Alles hat sich verändert, aber irgendwie auch nichts. Mein Fazit: „Großer Bruder Zorn“ lässt und mitten in die dunkelsten Ecken Berlins hineinfallen. Es nimmt uns mit in die Leben von Menschen, die so ehrlich sind, wie ihre Geschichten. Ehrmann gelingt es die ganz besondere Atmosphäre dieses Ortes einzufangen. Für mich waren es zum Teil jedoch zu abrupte Szenenwechseln. Am Anfang brauchte es lange, in die Geschichte reinzukommen. Immer wieder wurden kurz Protagonisten vorgestellt, nur um dann gleich zum nächsten Protagonisten und der nächsten persönlichen Geschichte zu springen. Dennoch schafft er es am Ende alle einzelnen Geschichten zu einer Runden Story zu vereinen und schafft ein interessantes Ende, mit viel Raum zum eigenen Interpretieren. Alles in Allem ein gelungener Roman. Den rauen Ton muss man allerdings mögen.