Nach der Empörung

Was tun, wenn wählen nicht mehr reicht

Klaus Werner-Lobo

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Beschreibung

Demonstrationen und Proteste auf der einen, Resignation und Politikverdrossenheit auf der anderen Seite. Gemeinsam ist vielen Bürgern das Gefühl, dass Politiker und Parteien nicht mehr halten, was man sich in einer Demokratie von ihnen erwartet. Was aber hilft wirklich, wenn wir uns über Stillstand, Korruption und Unmenschlichkeit ärgern? Klaus Werner-Lobo, der die Politik aus verschiedenen Perspektiven kennt - als Aktivist, als Autor und als Politiker -, macht Mut auf Engagement in unserer Gesellschaft. Anhand konkreter Erfolgsstorys zeigt er in diesem Ratgeber, wie einzelne Menschen und Initiativen etwas zum Positiven bewegt und sogar Geschichte geschrieben haben. Eine Anleitung zum Selberhandeln!

Klaus Werner-Lobo, 1967 geboren in Salzburg, lebt als Autor in Wien, wo er bis vor Kurzem auch Landtagsabgeordneter war. SPIEGEL ONLINE zählt ihn neben Noam Chomsky, Naomi Klein und Jean Ziegler zu den führenden Köpfen der alternativen Globalisierung.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 14.03.2016
Verlag Zsolnay
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Dateigröße 1563 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783552063242

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Wenn Wählen nicht mehr reicht? Engagiert euch!
von geheimerEichkater aus Essen am 19.04.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Klaus Werner-Lobo zeigt in seinem Buch „Nach der Empörung“ auf, dass wir auch abseits der Wahlen eine Wahl haben; in vier Kapiteln beschreibt er Mißstände, Handlungsstrategien und erfolgreiche Initiativen. Im ersten Kapitel „Was kommt nach der Wut“ beleuchtet er, wie Großkonzerne die Welt im Griff haben, wie engagierte Politi... Klaus Werner-Lobo zeigt in seinem Buch „Nach der Empörung“ auf, dass wir auch abseits der Wahlen eine Wahl haben; in vier Kapiteln beschreibt er Mißstände, Handlungsstrategien und erfolgreiche Initiativen. Im ersten Kapitel „Was kommt nach der Wut“ beleuchtet er, wie Großkonzerne die Welt im Griff haben, wie engagierte Politiker zu einem Teil des Systems der Macht werden. Es geht um Korruption und Misswirtschaft, Ausbeutung und Umweltzerstörung, Kriege und Flüchtlingselend, Statistiken zur Bevölkerungsteilnahme an Wahlen ( mehr als 60% der Deutschen glauben, dass in ihrem Heimatland keine echte Demokratie herrsche) sowie Beispiele von gebrochenen Wahlversprechen, darum, wie das Kapital verteilt ist ( Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt heute fast die Hälfte des Vermögens in der Welt). Im zweiten Kapitel „Was tun?“ geht es um Selbstermächtigung, Information, solidarisches Handeln, Zivilcourage zeigen, Privilegien reflektieren, aktiven Widerstand und Ungehorsam, um bewußten Konsum. Das dritte Kapitel „Demokratie neu gestalten“ befaßt sich mit der Anarchie ( in der es sehr wohl Regeln gibt), der Verbesserung der Demokratie und beschreibt das Vorgehen einzelner Städte, in denen die Bürger direkten Anteil an den Entscheidungen haben. Das vierte Kapitel listet viele, vor allem auch unbekanntere „Erfolgreiche Initiativen“ auf. Das Buch macht Mut, sich zu engagieren, zeigt auf, dass es doch möglich ist, etwas zu verändern und die Zukunft mitzugestalten und bietet konkrete Handlungsanleitung sowie die Kontaktdaten zu vielen bereits aktiven Initiativen.

Nach dem Empören kommt das Handeln - Los geht's!
von Xirxe aus Hannover am 15.04.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Vor einigen Jahren erschien das kleine Büchlein 'Empört Euch!' von Stéphane Hessel, das sofort viel Beifall fand, da es die Unzufriedenheit und den Ärger eines Großteils der Bevölkerung über den Zustand der Gesellschaft in klare Worte fasst: die zunehmende Distanz zwischen Arm und Reich, die Geiz-ist-Geil-Mentalität, die Rücksic... Vor einigen Jahren erschien das kleine Büchlein 'Empört Euch!' von Stéphane Hessel, das sofort viel Beifall fand, da es die Unzufriedenheit und den Ärger eines Großteils der Bevölkerung über den Zustand der Gesellschaft in klare Worte fasst: die zunehmende Distanz zwischen Arm und Reich, die Geiz-ist-Geil-Mentalität, die Rücksichtslosigkeit großer Industrieunternehmen gegenüber Mensch und Umwelt, die Dominanz der Wirtschaft in der Politik undundund. Doch Empörung schön und gut: Was (mir) fehlte, waren Hinweise und Ratschläge, was die/der Einzelne konkret unternehmen könnte. Klaus Werner-Lobo schließt diese Lücke mit seinem neuen Werk, soviel sei schon verraten, tadellos. Vier Teile umfasst das knapp 200 Seiten starke Buch. Im ersten Teil erfolgt eine Bestandsaufnahme der Dinge, die viele Menschen heute umtreiben: Dass Politik immer öfter im Hinterzimmer ohne Öffentlichkeit stattfindet. Dass die Wirtschaft zunehmend Politik betreibt. Dass Gewinne in Unternehmen verbleiben, Verluste aber die Gesellschaft tragen muss. Undsoweiterundsofort, Themen zuhauf wie sich die politisch Interessierten vorstellen können. Was tun? Dieser zweite Teil, der den größten Umfang des Buches einnimmt, ist erfreulicherweise sehr lebensnah. Klar ist, es gibt kein Patentrezept wie Dinge zu ändern sind, sieht man mal von etwas so Grundlegendem ab wie Informationen beschaffen und deren Verbreitung. Selbst die übelsten Missstände können weiterbestehen, wenn sie nicht bekanntgemacht werden. Doch wie dagegen angehen? So individuell die Menschen und die Anliegen, so individuell sind die möglichen Ansätze, von denen Werner-Lobo eine Menge aufzeigt. Beispielsweise Boykotte, Änderung der Lebensweise und/oder des Konsums, Engagement in NGOs und/oder Gewerkschaften, Kunst, ziviler Ungehorsam und Diverses mehr. Vieles mag Manchen bekannt sein, doch einer der großen Vorteile dieses Abschnittes ist es, auch die möglichen Gefahren dieser Aktivitäten aufzuzeigen und Hintergründe auszuleuchten, beispielsweise zum zivilen Ungehorsam. Reichlich Beispiele sind aufgeführt, die alle durch entsprechende Links oder Literaturverweise im Anhang vertieft werden können. Ist die repräsentative Demokratie noch zu retten? Wenn sich nichts ändert wohl nicht. Und so schlägt der dritte Teil neue Möglichkeiten bzw. Veränderungen vor, wie aus der mittlerweile bestehenden Oligarchie tatsächlich wieder eine Herrschaft des Volkes werden kann. Dieser Abschnitt ist mit gerade einmal 13 Seiten recht knapp ausgefallen, da hier Politiksysteme als Ganzes beschrieben werden, weniger die Handlungsmöglichkeiten von Einzelnen. Zuguterletzt gibt es eine Übersicht der momentan wohl aktivsten bzw. erfolgreichsten 'unbekannten' Initiativen, an denen man sich beteiligen kann, sofern man keine eigene Aktion auf den Weg bringen möchte. 'Eine Anleitung zum Selberhandeln' steht im Klappentext mit jeder Menge mutmachender Beispiele. Genau das ist es, für Alle, die sich nicht nur empören, sondern auch handeln wollen.


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