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Mr. Lee

Mr. Lee? Wer ist dieser Mr. Lee? Der schweigsame Reisende, der sich vor den Seelen der Geschundenen im S21, dem Folterkerker, verneigt, den die barfüssigen Kinder in den Slums von Phnom Penh lieben, weil er ihnen ihre Postkarten oder Zigaretten abkauft, wer ist der stille Europäer, den sie "der weisse Elefant" nennen? Reinhard Mey wahrt sein Geheimnis, aber er legt musikalische Kieselsteine für die Fährtenleser aus, sie werden Mr. Lee finden.Diese Spurensuche zieht sich wie ein Leitmotiv durch das neue Album. Es ist sein 27. Studio-Album, fast genau 50 Jahre nach "Ich wollte wie Orpheus singen" entstanden. Die alte Begeisterung ist zu spüren, mehr denn je, sie hat sich von Album zu Album gesteigert, diese Lust zu erzählen, das Leben in all seinen Facetten zu leben, zu beobachten und es dann in liebevollen Miniaturen und grossflächigen Bildern festzuhalten. Mit 15 Liedern ist das Album erfüllt von diesen verblüffenden Augenblicken des Erkennens: Ja, das ist genau meine Geschichte, das ist mir genau so widerfahren, das ist mein Leben, von dem er da singt! Hier kommen mit Mr. Lee 15 Lieder für helle und dunkle Tage.
Rezension
49 Jahre nach "Ich wollte wie Orpheus singen", seinem Debütalbum, begibt sich Reinhard Mey auf seinem 27. Studiowerk auf die Suche nach "Mr. Lee". Und wie nicht anders zu erwarten, überzeugt der Liedermacher in den 15 neuen Songs mit genau jenen liebevolle Miniaturen und grossflächigen Bildern, die seit je her seine Kompostionen auszeichnen. Seine aussergewöhnliche Sprachgewandtheit kommt besonders gut in Stücken wie "Herr Fellmann, Bonsai und ich" und "Wenn's Wackersteine auf dich regnet" zur Geltung. Neben 13 Liedern aus seiner Feder enthält das Album mit dem von Klaus Hoffmann komponierten Titel "Zeit zu leben" und "Lavender's Blue", einem Wiegenlied aus dem 17. Jahrhundert, zwei Bonus-Tracks, bei denen Reinhard Mey von seiner Tochter Victoria-Luise begleitet wird. Norbert Schiegl (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
Portrait
Reinhard Friedrich Michael Mey, geboren * 21. Dezember 1942 in Berlin, ist ein deutscher Musiker und ein Hauptvertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Seine Pseudonyme sind Frédérik Mey (in Frankreich), Alfons Yondraschek und Rainer May.

Leben
Mey besuchte in Berlin das Französische Gymnasium, an welchem er 1963 erfolgreich das französische Baccalauréat und das deutsche Abitur absolvierte. Im Anschluss daran schloss er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Schering AG Berlin ab. Das danach begonnene Betriebswirtschaftslehre-Studium an der TU Berlin brach Mey nach sechs Semestern ab, um sich ganz der Liedermacherei zu widmen.

Heute lebt Reinhard Mey mit seinen zweiten Ehefrau in Berlin-Frohnau. Zwei gemeinsamen Söhne und eine Tochter sind aus dieser Ehe hervorgegangen. In der TV-Sendung "Beckmann" teilte Mey im September 2009 mit, dass sein zweiter Sohn Maximilian im März 2008 ins Wachkoma gefallen sei.

Karriere
Mey brachte von 1967 bis 2013 insgesamt 26 Studioalben heraus, dazu kommen 13 veröffentliche Live-Platten sowie unzählige Sampler, Singles und DVDs - und das allein in Deutschland.
Doch auch in Frankreich und den Niederlanden kann er große Erfolge feiern: 7 Frédérik-Mey-Alben und 2 Live-LPs erschienen in französischer Sprache und einige seiner Texte sind sogar in französischen Schulbüchern zu finden. Seine einzige Doppel-Platin-Platte erschient 1975 auf niederländisch unter dem Titel "Als de dag van toen ("Wie vor Jahr und Tag")"
1970 versuchte er mit "One Vote for Tomorrow" in Großbritannien an seine anderen Erfolge im Ausland anzuknüpfen, der Versuch schlug jedoch fehl.

Das wohl bekannteste Lied Meys stammt aus dem Jahr 1974 und trägt den Titel "Über den Wolken". Bei der vom ZDF veranstalteten Wahl der 100 besten Lieder des Jahrhunderts erreichte das Lied den 4. Platz und verfehlte die Top 3 damit nur knapp. Platz eins der deutschen Albumcharts erreichte Mey in den Jahren 1972 mit "Mein achtel Lorbeerblatt", 2007 mit "Bunter Hund" und 2013 mit "Dann mach's gut".
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    • So viele Sommer
    1. So viele Sommer
    2. Im Goldenen Hahn
    3. Dr. Brand
    4. Herr Fellmann, Bonsai und ich
    5. Lucky Laschinski
    6. Mr. Lee
    7. Wenn's Wackersteine auf dich regnet
    8. Wenn Hannah lacht
    9. Hörst du, wie die Gläser klingen
    10. Wenningstedt Mitte
    11. Heimweh nach Berlin
    12. Im Haus am Meer
    13. So lange schon
    14. Zeit zu leben
    15. Lavender's Blue
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 06.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 0602547693969
Genre Deutschpop
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Spieldauer 72 Minuten
Verkaufsrang 1268
Musik (CD)
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Kundenbewertungen

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Wunderschönes Album
von einer Kundin/einem Kunden aus Wiesbaden am 05.07.2016

Tolles Album mit wunderschönen Melodien und guten Texten, die aus dem Leben entstanden sind. Die Melodien sind eingängig und immer wieder zu hören. Mein derzeitiger Begleiter beim Autofahren.

Die neue CD von Reinhard Mey
von einer Kundin/einem Kunden aus Leimen am 14.06.2016

Wie immer gut, Fans von Reinhard werden selten enttäuscht, die Grundstimmung der CD ist nun auch wieder positiver, viele Lieder sprechen mir aus der Seele. Sehr zu empfehlen.

Keine schwache Nummer
von einer Kundin/einem Kunden aus Klagenfurt am Wörthersee am 15.05.2016

Selbst wenn man der Meinung ist, dass es so etwas wie ein schlechtes Mey Album eigentlich nicht gibt, stellt man beim Blick in den Plattenschrank fest, dass einige Platten/CDs im Laufe der Jahre ziemlich Staub angesetzt haben. Der Wunsch sie (wieder-)zuhören war offensichtlich - vor allem bei LPs/CDs aus den ersten Hälft... Selbst wenn man der Meinung ist, dass es so etwas wie ein schlechtes Mey Album eigentlich nicht gibt, stellt man beim Blick in den Plattenschrank fest, dass einige Platten/CDs im Laufe der Jahre ziemlich Staub angesetzt haben. Der Wunsch sie (wieder-)zuhören war offensichtlich - vor allem bei LPs/CDs aus den ersten Hälften der 80-er und 2000-er Jahre, trotz einzelner hervorragender Titel, doch begrenzt. Ähnliches galt auch für „dann mach´s gut“ von 2013. Nicht so jedoch bei „Mr. Lee“, das ich mir in der ersten Woche seit seinem Erscheinen sicher schon öfter angehört habe als das Vorgängeralbum in den letzten 3 Jahren. Das liegt nicht nur daran, dass die beiden ersten Titel ("So viele Sommer", " Im Goldenen Hahn") sofort ins Ohr gehen (und bei allem inhaltlichen Anspruch musikalisch eine zuletzt oft vermisste Leichtigkeit zeigen), auch die übrigen gewinnen bei wiederholtem Hören mehr und mehr dazu. Da wird der schwere Schicksalsschlag, der die Familie Mey getroffen hat, mit derartiger poetischer Kraft und Sensibilität thematisiert („Mr. Lee“, „So lange schon“ ) dass es mehr als nur „berührt“, gewinnen auf den ersten Blick weniger "anspruchsvolle" Lieder wie "Dr. Brand, "Wenn Hannah lacht"oder"Herr Fellmann Bonsai und ich" durch überraschende Wendungen bzw. durch Mey´s Alter (er wird kommendes Jahr 75) eine unerwartete emotionale Tiefe, erweisen sich die fast schon obligatorischen Tier- und Berlin Lieder als ausgesprochen charmant und zeigt sich beim Beziehungskrisen Lied "Wenningstedt Mitte" die scharfe Beobachtungsgabe, die schon den jungen Mey ausgezeichnet hat. Auch die übrigen Titel gewinnen schon allein dadurch, dass ihnen der erhobene Zeigefinger fehlt, der mir bei manchen Liedern, vor allem aus den 90-er Jahren, eher unangenehm in Erinnerung ist. Das Klaus Hoffmann Cover ("Zeit zu leben") passt absolut zur Gesamtatmosphäre der CD und übertrifft das Original deutlich. Das Vater - Tochter Duett am Schluss mag manchem überflüssig erscheinen, ist aber erstens wunderschön und beweist zweitens,dass Musikalität in der Tat vererbbar ist. Man kann es auch kurz machen: "Mr.Lee" enthält keine schwache Nummer, ist ganz klar das beste Mey Album seit langer, langer Zeit (sicher seit der Jahrtausendwende) und gehört insgesamt meiner Meinung nach eindeutig zum oberen Drittel der bisher insgesamt 27 Studio Alben. Was ja auch einigen heißt, denn wie gesagt: Es gibt keine wirklich schlechte Reinhard Mey Platte.