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Die Vegetarierin

Roman

Portrait

Han Kang ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, seitdem erschienen zahlreiche Romane. Seit sie für "Die Vegetarierin" gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize erhielt, haben ihre Bücher auch international grossen Erfolg. Zuletzt erschien von ihr bei Aufbau der Roman "Menschenwerk", der mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis ausgezeichnet wurde. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783841211545
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 1952 KB
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Verkaufsrang 679
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
20
16
5
2
1

Man gerät in einen Sog!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Yeong-Hye wird von Heute auf Morgen Vegetarierin, ihre einzige Erklärung „Ich hatte einen Traum“. Für uns Europäer nichts Besonderes doch in Korea gleicht die Entscheidung zum Vegetarismus einem auflehnen gegen die Gesellschaft, gegen die Tradition. Ein plötzliches Abweichen von der Norm ist unvorstellbar. Geschildert wird dies im ersten Akt von... Yeong-Hye wird von Heute auf Morgen Vegetarierin, ihre einzige Erklärung „Ich hatte einen Traum“. Für uns Europäer nichts Besonderes doch in Korea gleicht die Entscheidung zum Vegetarismus einem auflehnen gegen die Gesellschaft, gegen die Tradition. Ein plötzliches Abweichen von der Norm ist unvorstellbar. Geschildert wird dies im ersten Akt von ihrem Ehemann der sie nicht liebt aber ihre Unscheinbarkeit schätzt. Mehr als unsympathisch beschreibt er seine eigenen Leiden obwohl es eindeutig ist dass in Yeong-Hye ein viel tieferer Schmerz sitzt. Im Zweiten Teil glaubt man die junge Frau hat ihren eigenen Frieden gefunden, doch wird dieser wieder gestört. Ihr Schwager der Künstler ist besessen von einer Filminstallation in deren Mittelpunkt Yeong-Hye steht. Das Finale erzählt schließlich ihre Schwester. Die einzige Person in Yeong-Hyes Leben die sich nicht von ihr abgewannt hat. Han Kang schreibt all dies in Sätzen, die unaufgeregt daherkommen, lapidar und gleichmütig, und die aber zugleich eine unerträgliche Spannung erzeugen, weil in jedem Satz die Angst mitschwingt, schon der nächste könne in Gewalt umschlagen. Wie hypnotisiert wurde ich durch dieses Buch gezogen. Nicht fähig es wieder aus der Hand zu geben. Weil Yeong-Hyes Geschichte immer aus der Sicht anderer geschildert wird braucht man auch fast das ganze Buch um die junge Frau bzw. ihren Schmerz zu erkennen und Schluss endlich auch zu verstehen.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2019
Bewertet: anderes Format

Es ist keine leichte Lektüre, aber das soll sie ja auch nicht sein. Diese Autorin sollte man sich merken, denn ihre Werke beeindrucken nachhaltig. Intensiv und zerstörerisch.

Erschreckender Leidensweg
von Kaffeeelse am 13.12.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ja, und auch dieses Buch möchte ich wieder als ein Jahreshighlight bezeichnen. Erstaunlich, jetzt das dritte in Folge. Ich bin hin und weg. Ein Wahnsinnsteil. So ein Wahnsinnssog. Diese intensive und den Leser so tief treffende Art des Umsetzens. Ich verstehe auch diese verschiedenen Arten dieses Buch zu sehen... Ja, und auch dieses Buch möchte ich wieder als ein Jahreshighlight bezeichnen. Erstaunlich, jetzt das dritte in Folge. Ich bin hin und weg. Ein Wahnsinnsteil. So ein Wahnsinnssog. Diese intensive und den Leser so tief treffende Art des Umsetzens. Ich verstehe auch diese verschiedenen Arten dieses Buch zu sehen und zu bewerten. Entweder du liebst es, oder du kannst absolut nichts damit anfangen. Ich gehöre zu denen, die dieses hypnotisierende Werk lieben. Jetzt muss ich leider eine S P O I L E R Warnung aussprechen. Um dieses umfassende Werk, und das bei den wenigen Seiten, in meinen Augen korrekt zu beschreiben, muss ich leider einiges verraten. Zum Inhalt: Am Beispiel einer jungen Frau und ihrem verstörenden und sehr betroffen machenden Leidensweg sehen wir was Traumata in frühen Jahren bewirken können. Yong-Hye und ihre Geschwister müssen einen zur Gewalt, psychisch und physisch, neigenden Vater ertragen. Darunter leiden besonders die Schwestern Yong-Hye und In-Hye. Yong-Ho, der Bruder, kann die Gewalt, die er zu Hause erlebt, gewaltausübend an anderen ausleben. Den Schwestern ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Schon in jungen Jahren hat Yong-Hye suizidale Gedanken, die sich durch ihre medizinische Nichtbehandlung natürlich manifestieren. Als sie dann Chong heiratet um der Hölle zu hause zu entkommen, wird es nicht besser. Chong ist ein gefühlskalter und egoistischer Mann und durch die Kälte zu Hause fängt sie irgendwann an eigenartige Träume zu haben und sehr wenig zu schlafen. Letzteres bewirkt dann ein Zunehmen der Symptome und es entwickeln sich Wahnvorstellungen. Durch die eigenartigen und wahnhaften Träume beeinflusst, entschließt sich Yong-Hye kein Fleisch und keine sonstigen tierischen Produkte mehr zu essen. Bei einem Familientreffen endet alles in einem Fiasko und für Yong-Hye in einem ersten Psychiatrieaufenthalt. Nach der Entlassung aus der Psychiatrie und der Trennung von ihrem Mann lebt Yong-Hye erstmal wieder auf, bleibt aber seltsam und trifft auf den anderen Exzentriker der Familie, ihren Schwager, den Künstler. Beide nähern sich an und haben ein seltsames und gleichzeitig wunderschönes Intermezzo, sehr sinnliche Bilder von mit Blumen bemalten Körpern. Aber auch dem kurzen Aufblühen ist kein gutes Ende beschieden und das Drama geht weiter. Einerseits ist das Buch für mich eine Beschreibung, wie ein in jungen Jahren erlebtes Trauma einen Menschen verändern/krankmachen kann, andererseits ist es für mich ebenso eine Kritik an einem patriarchalen System, in dem Frauen einfach nur zu funktionieren haben. Auch das Thema Selbstbestimmung spielt eine große Rolle, obwohl ich das differenziert sehe, man sollte sich fragen ob diese Gedanken aus gesunden Köpfen kommen. Wenn ein psychisch Gesunder Dinge für sich entscheidet, dann ist das so, psychisch Erkrankten aber sollte geholfen werden wieder klarer zu denken. Eine in drei Erzählsträngen gehaltene und von drei Personen (Chong, der Ehemann/der Schwager/die Schwester In-Hye) erzählte Geschichte, die in einfachen Worten einen sehr starken Sog erzeugt. Eine interessante Autorin, die man sich definitiv merken muss. Bitte unbedingt Lesen.