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Alles, was wir geben mussten

Roman

Kazuo Ishiguro

(50)
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Beschreibung

Ein grosser Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heissen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London..
Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschliessend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie übersetzt neben Kazuo Ishiguro unter anderem Patricia Duncker und Nadine Gordimer. Barbara Schaden lebt in München.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 14.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42154-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18.2/11.5/2.4 cm
Gewicht 286 g
Originaltitel Never Let Me Go
Übersetzer Barbara Schaden
Verkaufsrang 11260

Buchhändler-Empfehlungen

Ein schauriges, nachdenkliches Buch

Bianca Schiller, Buchhandlung Schaffhausen

In Hailsham, einem Heim für besondere Kinder, lernen wir Kathy, Ruth und Tommy kennen. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Freunde, die wir bis zu ihrem Ende begleiten. Thematisch berührt das Buch heikle moralisch-ethische Fragen und lässt einem immer wieder den Atem stocken. Brutal ehrlich und offen wird das Thema angesprochen, herrschende Selbstverständlichkeiten einfach weiter für selbstverständlich gehalten. Ein System wird skizziert, das den Punkt einer Rückkehr lange überschritten hat. Ishiguro hat einen fantastischen Stil, trifft die Gedankenwelt von Kathy, aus deren Perspektive erzählt wird, immer so schonungslos ehrlich und real. Man findet sich immer wieder dabei ertappt, wie man selbst in heiklen Situationen ähnlich reagieren würde - auch wenn man andere Gründe als Rechtfertigung vorstellen würde. Das Buch lässt einen nachdenklich zurück und gibt einem einen tollen Grund, mit anderen zu diskutieren.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
50 Bewertungen
Übersicht
29
14
4
2
1

von einer Kundin/einem Kunden am 16.08.2020
Bewertet: anderes Format

Eine Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat und über die ich noch immer nachdenke...

Alles, was wir geben mussten
von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2020

"Alles, was wir geben mussten" ist einer der bekanntesten Romane des Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro. Kathy, Ruth und Tommy wachsen in einem Internat auf, in dem es ihnen eigentlich an nichts fehlt. Doch es handelt sich um keine normale Schule, denn sie werden auf eine Zukunft vorbereitet, die sich Normalsterbliche ga... "Alles, was wir geben mussten" ist einer der bekanntesten Romane des Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro. Kathy, Ruth und Tommy wachsen in einem Internat auf, in dem es ihnen eigentlich an nichts fehlt. Doch es handelt sich um keine normale Schule, denn sie werden auf eine Zukunft vorbereitet, die sich Normalsterbliche gar nicht vorstellen können. Nachdem er bereits jahrelang auf meiner Leseliste gestanden ist, habe ich es endlich geschafft, diesen Roman zu lesen. Leider muss ich allerdings sagen, dass mich das Buch - obwohl ich die Idee dahinter großartig finde - überhaupt nicht gepackt hat. Ruth als Erzählerin finde ich überaus langweilig und auch die Erlebnisse die sie für wichtig erachtet und von welchen sie lang und breit erzählt, empfinde ich größtenteils als uninteressant. Gut finde ich, dass der Autor nur langsam aufklärt, was hinter der Schule und der Ausbildung dort steckt. Auch wenn diese Herangehensweise mitunter auch frustrierend sein kann, wird doch auch die Neugierde geweckt. Was meine Lesefreude an diesem Roman vermutlich am meisten gedämpft hat, ist die absolut emotionslose Erzählweise. Ich habe mich absolut distanziert gefühlt und hätte außerdem sehr gerne mehr über die Hintergründe erfahren.

Ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremerhaven am 11.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was ist Ethik? Was ist Moral? Die Geschichte um die Kinder des Internats Halisham ist gleichzeitig faszinierend,bedrückend und feinfühlig. Die wichtigen Fragen des Lebens - Liebe,Freundschaft, Sexualität, Älterweden und Sterben- werden mit einer ganz anderen Herangehensweise beleuchtet. Selbst in den kleinsten Handlungen entdec... Was ist Ethik? Was ist Moral? Die Geschichte um die Kinder des Internats Halisham ist gleichzeitig faszinierend,bedrückend und feinfühlig. Die wichtigen Fragen des Lebens - Liebe,Freundschaft, Sexualität, Älterweden und Sterben- werden mit einer ganz anderen Herangehensweise beleuchtet. Selbst in den kleinsten Handlungen entdeckt man große Veränderungen. Ein Buch das lange nachwirkt.


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