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Im Frühling sterben

Roman

(27)
Im Frühling sterben ist die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – »Fiete« – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund ... In eindringlichen Bildern erzählt Ralf Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn, in dem die deutschen Offiziere ihren Männern Handgranaten in die Hacken werfen, damit sie noch angreifen, und die Soldaten in der Etappe verzweifelte Orgien im Angesicht des Todes feiern. Und wir erleben die ersten Wochen eines Friedens, in dem einer wie Walter nie mehr heimisch wird und noch auf dem Sterbebett stöhnt: »Die kommen doch immer näher, Mensch! Wenn ich bloss einen Ort für uns wüsste ...«
Portrait

Ralf Rothmann wurde am 10.05.1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Er lebt seit 1976 in Berlin.


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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 233
Erscheinungsdatum 08.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46680-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/2 cm
Gewicht 234 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 895
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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27 Bewertungen
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Harte Kost!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2018

Hier wird dem Leser kein Detail eines grausamen Krieges erspart. Das Ende kennen wir, trotzdem dominiert enorme Spannung diesen Roman und liefert das Mantra: " ...nie wieder! .....nie wieder!...nie wieder!

Die Gnade der späten Geburt..
von einer Kundin/einem Kunden am 21.07.2017

...wurde Walter und Fiete, zwei Melkern in Lehre aus Norddeutschland, leider nicht zuteil. Stattdessen werden sie bei einem Dorffest Zwangsrekrutiert und an die Ungarnfront gebracht, wo Walter als Fahrer fungiert. Hier erlebt er den Horror des Krieges am eigenen Leibe. Im Gegensatz zu seinem stets zynischen Freund Fiete... ...wurde Walter und Fiete, zwei Melkern in Lehre aus Norddeutschland, leider nicht zuteil. Stattdessen werden sie bei einem Dorffest Zwangsrekrutiert und an die Ungarnfront gebracht, wo Walter als Fahrer fungiert. Hier erlebt er den Horror des Krieges am eigenen Leibe. Im Gegensatz zu seinem stets zynischen Freund Fiete agiert Walter pflichtbewusst, jedoch gerät er in einen Gewissenskonflikt als er erfährt, dass sein Vater ebenfalls in Ungarn stationiert ist. Ralf Rothmann beschreibt schonungslos wie aus Teenagern von jetzt auf gleich Männer, Soldaten, werden die den längst verlorenen Krieg durch ihren Blutzoll verlängern. Großartig geschrieben, getrieben von einem tiefen Pessimismus, wichtig!

von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 20.05.2017
Bewertet: anderes Format

Im "Frühling sterben" ist ein unheimlich beeindruckendes Buch das tief berührt und gleichzeitig zutiefst erschüttert. Absolut großartig!