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Kriegssplitter

Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert

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gebundene Ausgabe
Was bedeutet Krieg in unserer Zeit?

Die Angst vor einem grossen Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Die Kriege in der Ukraine wie im Mittleren und Nahen Osten lassen zweifeln, ob das 20. Jahrhundert tatsächlich als ein «kurzes Jahrhundert» 1989/90 zu Ende gegangen ist - oder nicht vielmehr auf unheilvolle Weise andauert. Wir sehen uns konfrontiert mit ungeahnten Formen der Gewalt, mit Konflikten, die uns nahe rücken. Der Krieg ist ganz und gar nicht verschwunden; er hat nur eine neue Gestalt angenommen. Herfried Münkler zeichnet die kulturelle wie politische Evolution der Gewalt von den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach - und plädiert für eine echte geopolitische Strategie, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ein Buch, das uns die neuen Formen der Gewalt und die Welt von heute begreifen lässt.
Rezension
Münkler lesen macht klüger. Tages-Anzeiger
Portrait

Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Viele seiner Bücher gelten mittlerweile als Standardwerke, etwa «Die neuen Kriege» (2002), «Imperien» (2005), «Die Deutschen und ihre Mythen» (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie «Der Grosse Krieg» (2013) und «Die neuen Deutschen» (2016), die beide monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste standen. Zuletzt erschien „Die neuen Deutschen. Ein Land vor seiner Zukunft" (2016, zusammen mit Marina Münkler), das ebenfalls ein Bestseller war.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 16.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-63097-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12.5/3 cm
Gewicht 350 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 67490
Buch (Taschenbuch)
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Eine brilliante, politisch-historische Analyse moderner Konflikte
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2017

Nichtstaatliche Akteure haben die moderne Kriegführung fundamental verändert. Herfired Münkler bietet einen überzeugenden theoretischen Rahmen für die unterschiedlichen Strategien von Staaten und anderen Gewalt ausübenden politischen Akteuren (wie z. B. Terroristen). Wer verstehen möchte, was die modernen Kriege von den Weltkrie... Nichtstaatliche Akteure haben die moderne Kriegführung fundamental verändert. Herfired Münkler bietet einen überzeugenden theoretischen Rahmen für die unterschiedlichen Strategien von Staaten und anderen Gewalt ausübenden politischen Akteuren (wie z. B. Terroristen). Wer verstehen möchte, was die modernen Kriege von den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts unterscheidet, welche Art von Konflikten vielleicht das 21. Jahrhundert bestimmen werden und welche Lösungsansätze sich Staaten bieten, dem bietet dieser Titel eine in sich stimmige und überzeugende Analyse. Absolut empfehlenswert!

Neue Kriege, alte Muster
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Herfried Münkler kommt in seiner neuen Publikation „Kriegssplitter“ wiederholt auf die sogenannten „Neuen Kriege“ und der mit denen verbundenen asymmetrischen Kriegsführung zurück. Mittlerweile hat sich der Begriff des asymmetrischen Krieges, der den Diskussionen innerhalb diverser militär- und politikwissenschaftlichen Kreise... Herfried Münkler kommt in seiner neuen Publikation „Kriegssplitter“ wiederholt auf die sogenannten „Neuen Kriege“ und der mit denen verbundenen asymmetrischen Kriegsführung zurück. Mittlerweile hat sich der Begriff des asymmetrischen Krieges, der den Diskussionen innerhalb diverser militär- und politikwissenschaftlichen Kreisen entstammt, sogar in den öffentlichen Medien durchgesetzt. Was früher als ein Partisanen- oder Guerillakrieg (zuweilen auch als militärischer Widerstand, Bürgerkrieg oder Untergrundkampf) bezeichnet wurde, gilt heute als ein asymmetrischer Krieg. Um es deutlich zu sagen: Das sogenannte Phänomen der „Neuen Kriege“ ist kein unbedingt neues Phänomen. Und darum geht es auch Münkler in dem neuen Buch. Einerseits versucht Münkler zu zeigen, dass sich eine gewisse Geschichte der asymmetrischen Kriegsführung schreiben lässt, andererseits möchte er auf neue Phänomene hinweisen, die bei derzeit geführten Kriegen eine Rolle spielen: Internet, Drohnen, Ununterscheidbarkeit von Zivilisten und militärischen Einheiten, mediale Propaganda, Ungleichgewicht der technischen Ausrüstung, zur Schau gestellte Grausamkeiten usw. Für regelmäßige Nachrichtenseherinnen birgt das Buch wirklich nicht viel Neues. Dass die Kriege und bewaffneten Konflikte nicht unbedingt durch gleichwertige, symmetrische Konstellationen entschieden werden, ahnten wir schon immer: Nicht erst durch die Kriegsberichterstattung von den Befreiungskämpfen der ehemaligen europäischen Kolonien, oder aus Vietnam, Afghanistan, Somalia, Ruanda, Irak und jetzt Syrien. Münkler hat sich in den letzten Jahrzehnten mit seinen Publikationen und Expertisen einen Namen gemacht, als Politik- und Militärwissenschaftler. Am Projekt „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“ des Auswärtigen Amt der deutschen Regierung nahm er als Experte teil. In den letzten Jahren forderte er dringend eine geopolitische Option der europäischen Militärstrategie. Aufgrund dieser auch umstrittenen Haltung zu militärischen Strategien und Optionen, setzte er sich wiederholt einer heftigen Kritik in öffentlichen Medien und in den Universitäten aus.