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Wir sehen uns am Meer

Roman

Dorit Rabinyan

(68)
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Beschreibung

Romeo und Julia heute: Von der unmöglichen Liebe zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser

Die Tel Aviverin Liat lernt in New York den Maler Chilmi kennen, der aus Ramallah stammt. Die beiden verlieben sich, wohl wissend, dass ihre Liebe keine Zukunft hat: Wenn die Zeit in New York vorbei ist, wird auch die Beziehung, die eigentlich nicht sein darf, zu Ende gehen. Doch Liat und Chilmi haben die Rechnung ohne ihre Gefühle gemacht ...

In der Heimat hätten sie sich nie kennengelernt, aber durch einen Zufall treffen die Israelin Liat und der Palästinenser Chilmi in New York aufeinander und verlieben sich. Liat kämpft mit sich, denn weder ihre Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde dürfen von der Beziehung erfahren, die ein klares Enddatum hat: Wenn Liat zurück nach Israel geht, ist Schluss. Doch Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen, und die Herkunft der beiden sowie die Perspektivlosigkeit belasten ihre Gegenwart - eine Zukunft scheint unmöglich. Gibt es einen Ausweg, oder ist das private Glück vor dem Hintergrund des Konflikts der beiden Völker unmöglich?

Ein Roman, der mit grosser Wucht und in einer bildreichen, emotionalen Sprache von einer aussichtslosen Liebe erzählt. Das Buch wurde vom israelischen Erziehungsminister im Januar dieses Jahres von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief.

»Ein Lesegenuss«

Dorit Rabinyan wurde als Tochter einer iranisch-jüdischen Familie in Israel geboren. Ihre beiden Romane »Unsere Hochzeiten« und »Die Mandelbaumgasse« waren Bestseller und wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Dieser dritte Roman wurde ebenfalls in Israel ein Bestseller und erscheint in zahlreichen Ländern. Er wurde mit dem wichtigen Bernstein-Preis ausgezeichnet.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783462316285
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Originaltitel Gader Chaiija/Borderlife
Dateigröße 1467 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
68 Bewertungen
Übersicht
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Insel der Zeit
von Lesefee23.05 am 27.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Ach, das Meer, das Meer, das Meer ist einzigartig!“ „Wir sehen uns am Meer“ ist ein Roman von Dorit Rabinyan. Er erschien im Januar 2018 im Droemer Knaur Verlag. Liat und Chilmi begegnen sich in New York und verlieben sich ineinander. Doch die Liebe, die so perfekt scheint, ist nur eine Liebe auf Zeit, denn Liats Rückflug i... „Ach, das Meer, das Meer, das Meer ist einzigartig!“ „Wir sehen uns am Meer“ ist ein Roman von Dorit Rabinyan. Er erschien im Januar 2018 im Droemer Knaur Verlag. Liat und Chilmi begegnen sich in New York und verlieben sich ineinander. Doch die Liebe, die so perfekt scheint, ist nur eine Liebe auf Zeit, denn Liats Rückflug in die Heimat ist schon gebucht und eine Beziehung zwischen Israelin und Palästinenser sowieso ausgeschlossen… Doch Gefühle halten sich ja bekanntlich nicht immer an Regeln, kann es für die beiden also eine Zukunft geben…? „Wir sehen uns am Meer“ ist kein typischer Liebesroman. Liat und Chilmi wären sich in Heimat niemals begegnet. Es wäre schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen, denn es ist Palästinensern verboten in die Gebiete der Israelis zu kommen. In New York jedoch, ist alles anders und sogar eine Beziehung zwischen Israelin und Araber scheint möglich. Dennoch ist die Beziehung der beiden eine Liebe auf Zeit, denn Liats Rückflug in die Heimat ist bereits gebucht, ein Umdenken kommt für sie nicht in Frage. Zudem ist die Beziehung während der gesamten Zeit von Vorurteilen überschattet. Liat schämt sich für Chilmi und leugnet seine Existenz vehement vor Freunden und Familie, was Chilmi fortwährend verletzt und traurig macht. Über lange Abschnitte hatte ich das Gefühl zu wenig Kenntnisse über die Situation in Israel zu haben, um die Zusammenhänge und Konfliktpunkte im Roman vollständig zu verstehen. Diese Ahnung bleibt auch nach dem Beenden des Buches bestehen und zurück bleibt das vage Gefühl zu wenig Allgemeinbildung zu besitzen. Trotzdem habe ich einige Einblicke in den Konflikt um Israel gewinnen können und denke, dass die Vorurteile und angesprochenen Sichtweisen sich nicht nur auf dieses Land, sondern auch auf weitere Länder und Völker übertragen lässt. Viel zu oft lassen wir uns von Dingen leiten, die wir einmal gehört haben oder die man uns von klein auf beigebracht hat. Viel zu selten hinterfragen wir die Dinge oder geben Fremden eine wahre Chance. Dieses wird im Roman sehr deutlich, denn durch die rückblickende Ich-Perspektive von Liat werden ihre widersprüchlichen Gefühle zu Chilmi sehr deutlich. Auf der einen Seite ist sie bis über beide Ohren verliebt, auf der anderen Seite verleugnet sie die Beziehung und erschreckt ein ums andere Mal über sich selbst und die „Ungehörigkeit“ ihrer „Affäre“. Da die Autorin selbst Israelin ist, gehe ich davon aus, dass Liats Gefühle und ihr Verhalten sehr realistisch und authentisch ist. Ich für meinen Teil fand ihre Gedanken jedenfalls sehr nachvollziehbar und logisch, die Beschreibungen aus ihrer Kindheit erschreckend und Ungleichheit der beiden Völker im selben Land beängstigend. Welten scheinen aufeinander zu treffen mit Sichtweisen, die kaum entgegengesetzter sein könnten und trotzdem doch dasselbe wollen: Frieden, Sicherheit und Heimat. Ob Liat und Chilmi eine gemeinsame Zukunft haben oder nicht, ist die Frage, die man sich während des Lesens immer wieder fragt und irgendwie war für mich jeder Ausgang möglich. Dennoch hat mich das reale Ende dann wirklich überrascht und vollständig schockiert. Ich bin entsetzt, erschüttert und sprachlos. Die Verknüpfung zum Buchtitel ist großartig und dennoch kaum zu erahnen, bevor man es nicht gelesen hat. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll und eine endgültige Bewertung fällt mir wirklich schwer. Eindeutig weiß ich aber, dass das Buch mich bewegt und berührt hat, mich zum Nachdenken gebracht hat und eindeutig „schwerere Kost“ war, als die Romane die ich normalerweise lese. Mein Fazit ist daher insgesamt auch positiv und ich vergebe 4 von 5 Sternen. Zwar hatte ich, gerade im letzten Abschnitt Probleme mit der ungewöhnlichen Erzählweise, die plötzlich vom klassischen Ich-Erzähler in einen Ich-Erzähler wechselt, der von „dir“ berichtet und hatte auch über lange Strecken das Gefühl zu wenig informiert für dieses Buch zu sein, trotzdem hat das Buch mich aber berührt und bewegt. Ich glaube, es ist ein großartiger Roman mit wichtiger Botschaft und denke, dass man ihn unbedingt gelesen haben sollte!

Ein sehr beeindruckendes Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 02.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Zufall führt die Tel Aviverin Liat und den Maler Chilmi aus Ramallah in New York zusammen und sie verlieben sich. Ein Liebe, die so nicht sein darf und doch erleben die Beiden schöne und intensive Wochen. Schon gegenüber den Familien müssen sie schweigen und zu dem ist klar, nur in New York ist diese Liebe möglich. Ein sehr ... Der Zufall führt die Tel Aviverin Liat und den Maler Chilmi aus Ramallah in New York zusammen und sie verlieben sich. Ein Liebe, die so nicht sein darf und doch erleben die Beiden schöne und intensive Wochen. Schon gegenüber den Familien müssen sie schweigen und zu dem ist klar, nur in New York ist diese Liebe möglich. Ein sehr beeindruckendes und bewegendes Buch. Das Buch kann auch zur Diskussion anregen, zumal es in Israel als Schullektüre verboten wurde. Ein Roman der Lesenswert ist.

Hat diese Liebesgeschichte eine Chance?
von einer Kundin/einem Kunden am 13.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer meine Buchbesprechungen regelmäßig liest, weiß, dass ich ein großes Interesse an dem Staat Israel und an der Nahost-Problematik habe. Da ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass mich gerade dieses neue Buch von Dorit Rabinyan angesprochen hat, denn es geht um eine Liebesgeschichte zwischen einer jungen Jüdin und einem jun... Wer meine Buchbesprechungen regelmäßig liest, weiß, dass ich ein großes Interesse an dem Staat Israel und an der Nahost-Problematik habe. Da ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass mich gerade dieses neue Buch von Dorit Rabinyan angesprochen hat, denn es geht um eine Liebesgeschichte zwischen einer jungen Jüdin und einem jungen Palästinenser. Zusätzlich hat mich der Hinweis des Verlages extra neugierig gemacht: „Das Buch wurde vom israelischen Erziehungsminister von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen, was auch in Deutschland ein starkes Presseecho hervorrief.“ Denn ich fragte mich – und frage mich immer noch – warum denn bloß? Die eigentliche Geschichte ist kurz erzählt. In New York lernt die Übersetzerin Liat, wohnhaft in Tel Aviv, per Zufall den Maler Chilmi kennen. Sie finden sich beide ausgesprochen sympathisch und verbringen gleich den ganzen restlichen Tag zusammen. Doch es gibt hierbei ein großes, unüberwindlich erscheinendes Hindernis: Chilmi ist ein Palästinenser aus Ramallah. Gegen ihren Willen verliebt sich Liat in ihn. Und auch Chilmi liebt Liat. Doch welche Chance hat diese Liebe? Für Liat ist von vorne herein klar, dass sie nur für die Zeit ihres 6-monatigen Aufenthalts in New York Bestand haben kann. Und so verfolgen wir diese Liebesgeschichte über die 6 Monate in New York, aber wir folgen den beiden auch danach, wo sie wieder in ihrer jeweiligen Heimat angekommen sind. Dorit Rabinyan besticht durch ihre ausdrucksstarke Erzählweise. Besonders die wunderschön geschriebene Liebesszene im Kapitel 7 ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Sie malt Bilder, sie sieht ganz tief in die Seele hinein und hat es geschafft, mich ganz tief in diese Geschichte hineinzuziehen. Was ist dies für eine Zeit, in der sich zwei Menschen nicht lieben dürfen, weil ihre Nationen keinen Frieden miteinander finden. Immer wieder flackern in den Gesprächen zwischen Liat und Chilmi Themen auf, die auch sie sehr unterschiedlich wahrnehmen, z.T. sich sogar nicht einigen können. Aber ihrer Liebe tut es keinen Abbruch. Und dann kommt das Ende, was mich vollkommen umgehauen hat! Aber lesen Sie dieses Buch selbst. Es lohnt sich auf jeden Fall! Ein Aspekt dieses Buches hat mich besonders berührt. Und das ist die Angst, von bekannten Menschen entdeckt zu werden, die von dieser Liebe nichts wissen dürfen. Da liebt man einen Menschen und hat trotzdem Angst zu seiner Liebe zu stehen. Wie sieht dies für den anderen aus. Ist man die Liebe nicht wert? Schämt sich der eine für die Liebe? Und diese Thematik betrifft nicht nur die Liebesgeschichten zwischen Juden und Palästinensern, sondern auch homosexuelle Paare, Paare mit verschiedenen Hautfarben oder verschiedener Religionen. Und damit ist dieses Buch für mich auch noch einmal ein ganz spezieller Augenöffner. Ein fantastisches Buch, was für Liebe und die Toleranz zwischen den Menschen wirbt!


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