Froststurm

Jan-Tobias Kitzel

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Beschreibung

Ein Sturm zieht auf! Ein Froststurm.

Eine junge Frau hetzt des Nachts durch Industriegebiete, die Polizei dicht hinter ihr. Ein Öko-Aktivist quetscht eine Wissenschaftlerin am Strand aus. Ein Reporter versteckt sich in einem Lagerhaus vor seinen Häschern, die Top-Story des Jahrtausends ganz nah bei sich. Ein Minister lässt Nahrungsvorräte für den Weltuntergang lagern. Ein ehemaliger SEK-Polizist schlägt sich mit seinem besten Freund durch ein gefrostetes Deutschland, genauso wie ein Trio Jugendlicher, auf der Suche nach dem letzten Boot, das sie noch retten kann. Der Mensch hat Gott gespielt. Die Welt reagiert. Schritt für Schritt. Endhaltestelle Eiszeit.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 450 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.06.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783957770615
Verlag Begedia Verlag
Dateigröße 1360 KB

Kundenbewertungen

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Psychologisch gelungen
von mabuerele am 16.05.2014
Bewertet: Taschenbuch

Das Buch beginnt mit einem SEK-Einsatz. Nach mehr als zwei Monaten wird ein Mann mehr tot als lebendig aus einem Keller befreit – der Millionär Karl Grothner. So spannend wie der Auftakt ist der gesamte Thriller. Dabei bezieht das Buch seine Spannung nicht nur aus der abwechslungsreichen Handlung, sondern insbesondere aus der p... Das Buch beginnt mit einem SEK-Einsatz. Nach mehr als zwei Monaten wird ein Mann mehr tot als lebendig aus einem Keller befreit – der Millionär Karl Grothner. So spannend wie der Auftakt ist der gesamte Thriller. Dabei bezieht das Buch seine Spannung nicht nur aus der abwechslungsreichen Handlung, sondern insbesondere aus der psychologischen Durchdringung der Protagonisten und ihrer Beziehungen zueinander. Das Entführungsopfer Karl Grothner ist ein eiskalter Geschäftsmann. Ein Nein akzeptiert er nicht. SEIN Wille allein ist das A und O. Er ist völlig emotionslos und nicht empathiefähig, dabei ein absoluter Pedant. Menschen sind für ihn nur Figuren auf dem Schachbrett des Lebens, dessen Züge er bestimmt. Wer einen Fehler macht, fliegt raus. Karl Grothner selbst kennt keine Angst, seine Untergebenen dafür umso mehr. . Der Entführer Marius Kleinhaus ist ein moderner Robin Hood. Er bestiehlt die Reichen. Die Entführung von Karl Grothner soll für in der Coup des Lebens werden. Deshalb plant er minutiös. Der Autor lässt mich jede Kleinigkeit der Planung miterleben. Dr. Krieger ist Justiziar in Grothners Firma. Er fällt für mich in die Kategorie Speichellecker. Für Grothner ist er Erfüllungsgehilfe bei der Vergrößerung seines Imperiums. Elisabeth Hussmann ist die Chefsekretärin. Sie ist unglücklich in ihren Chef verliebt. Ansonsten setzt sie jeden Befehl kommentarlos um. Und dann ist da noch Vlad, der Mann fürs Grobe, der sich trotzdem nur dann selbst die Hände schmutzig macht, wenn es gar nicht anders geht. Wer ihn unterschätzt, hat schon verloren. Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt. Zum einen erfahre ich als Leser, wie es nach der Entführung weitergeht, zum anderen gibt es immer wieder Einblendungen in einen Keller. Dort kommt der Eingesperrte zu Wort. Nach Grothners Verschwinden wird die Geschichte zunehmend tiefgründiger. Die handelnden Personen zeigen plötzlich völlig unerwartete Charakterzüge und Handlungsmuster. Die ermittelnden Beamten durchschauen das Beziehungsgeflecht nicht. Was sich wie ein schneller Erfolg liest, ist nur ein Puzzle in der komplizierten Geschichte. Rache und kaltblütiges Kalkül, Machtanspruch und Eitelkeiten bestimmen das Handlungsgeflecht. Wer nach dem Prolog glaubt, das Ende zu kennen, wird mit jeder Seite in neue Zweifel gestürzt. Wenn Liebe zu Hass wird, ergeben sich ganz neue Spielzüge. Von einigen der Protagonisten erfahre ich durch kurze Rückblenden, wie sie zu dem wurden, was sie sind. Es werden Erinnerungen wach, die ein ganz anderes Licht auf die Protagonisten werfen. Das Buch lässt sich zügig lesen. Es hat mich schnell gefesselt. Der Sprachstil passt zum Thema. Der Autor hat es ausgezeichnet verstanden, die Psyche seiner Protagonisten in Bilder und Handlungsmuster umzusetzen. Die detailgenaue Beschreibung von Folteropfern allerdings mag ich nicht so. Hier ist weniger mehr. Da die betreffenden Taten aber drei für die Handlung entscheidende Stellen kennzeichneten, kann ich damit leben. Positiv hervorzuheben ist außerdem das Nachwort des Autors, wo er auf die psychischen Probleme seiner Protagonisten eingeht und sie kurz wissenschaftlich durchleuchtet. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern es war eine gekonnte psychologische Studie, die von viel Hintergrundwissen zeugt.

Schonungslos, rasant, tiefgründig... aber auch ekelhaft schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Roding am 01.05.2014
Bewertet: Taschenbuch

"Das Spiel ist zu Ende, wenn ich sage, dass es zu Ende ist!" Die Entführung des Multimillionärs Karl Grothner soll Marius Kleinhans reich machen. Trotz aller schützenden Sicherheitssysteme gelingt ihm der große Coup, doch um welchen Preis? Hätte er sich über die Persönlichkeit seines Opfers mehr Gedanken gemacht, wäre er Einbrec... "Das Spiel ist zu Ende, wenn ich sage, dass es zu Ende ist!" Die Entführung des Multimillionärs Karl Grothner soll Marius Kleinhans reich machen. Trotz aller schützenden Sicherheitssysteme gelingt ihm der große Coup, doch um welchen Preis? Hätte er sich über die Persönlichkeit seines Opfers mehr Gedanken gemacht, wäre er Einbrecher geblieben, statt zum Kidnapper zu werden. Aber zur Umkehr ist es schon lange zu spät! Eine tödliche Maschinerie aus Mord, Lügen und Intrigen gerät unaufhaltsam in Gang. Der Strudel aus Machtgier und morbider Liebe reißt alle Protagonisten mit sich. Wer wird verlieren, wer gewinnen? Wer ist gut und wer ist böse? Vorab: "Karl - ausgeliefert" ist neben "Das letzte Sandkorn" das zweite Buch aus der Feder von Bernhard Giersche. Neben den beiden Büchern gibt es auch noch Kurzgeschichten, z. B. "Nummer 27" in der Anthologie "24 kurze Albträume" von ihm. Wer "Das letzte Sandkorn" gelesen hat, weiß, dass Bernhard Giersche immer am Puls der Zeit ist. Er presst seinen literarischen Finger tief in die Wunden des Lesers und hinterlässt darin Eier, deren Ausgeburt noch lange, lange Zeit nach dem Lesen "Juckreiz" verursacht. Was ich damit sagen will: der Stoff aus dem seine Bücher sind gibt einem noch lange Zeit zu Denken. Aber nun widmen wir uns doch mal Karl Grothner: Karl ist (nicht) sexy. Karl ist reich. Karl ist erfolgreich. Karl leitet sein eigenes Imperium: "Grother Solutions" - ein Geflecht aus verschiedenen Geschäftszweigen, das bekannt dafür ist, für jedes Problem eine Lösung zu haben. Und wenn es mal keine Lösung gibt, schafft man sich eben eine in Form eines neuen Geschäftszweiges. Karl hat eine AGENDA für sein ganzes Leben. Jede Minute, jede Sekunde seines Tages folgt einem Plan - SEINEM Plan. Nur eines hat Karl nicht bedacht: die Variable Marius Kleinhans bringt seine Gleichung des Lebens in ein Ungleichgewicht, und die Auflösung dieser Variable bringt ein paar Probleme mit sich. Aber nichts, wofür Karl nicht eine Lösung parat hätte - oder auch nicht. Bernhard Giersche hat sich mächtig ins Zeug gelegt um das Bild von Karl zu perfektionieren. Nach und nach wird man mit Details aus Karls bisherigem Leben gefüttert, die dieses Bild von einem Mann vervollkommnen und die Gründe für sein "seltsames" Verhalten liefern. Marius Kleinhans spielt in "Karl - ausgeliefert" eine nicht unwichtige Rolle und schafft es mit wenigen Handgriffen Karls Welt aus den Fugen zu heben. Seine Handlungen sind - aus seiner Sicht - absolut nachvollziehbar und die Idee dahinter ist absolut genial. Bis ins kleinste Detail hat er seinen Coup geplant - doch auch er macht dabei einen kleinen Fehler: er hat die Rechnung ohne Karl gemacht. Im Laufe der Seiten lernen wir noch weitere Personen kennen, so z. B. die reizende Elisabeth Huss, Karls kompetente Chefsekretärin, die bereit ist, weitaus mehr für ihren Chef zu tun, als sich dieser in seinen kühnsten Träumen vorstellen kann/will. Oder Dr. Hans-Peter Krieger (wir sind weder verwandt, noch verschwägert), Jurist in Reinkultur. Er ist einer der wenigen Menschen in Karl Grothners innerem Zirkel, der Fragen stellen darf, ohne gefeuert zu werden. Der Autor schafft es auch hier wieder, den Spannungsbogen bis zum Schluss konstant hoch zu halten, indem er uns Lesern immer wieder ein Häppchen hinwirft, mit dem man seine Gedanken auf Reise schicken kann. Die Reise endet jedoch jedes Mal in einer Sackgasse. Zumindest war es bei mir so. Zu keinem Zeitpunkt war der Ausgang vorhersehbar. Und zum Schluss dann ein Ende mit Schrecken, das einem nochmal vor Augen führt wie ausgefuchst der ganze perfide Plan ist, bzw. war. Gleich zu Beginn wird man mitten in ein Szenario geworfen, dass alles bietet, was das Thriller-Herz begehrt: Hochspannung, Action, Tempo... Bernhard Giersche tritt gleich zu Beginn kräftig das Gaspedal - und zu keiner Zeit gerät der Plot ins Stocken, obwohl das Gaspedal zu klemmen scheint und die Bremsen nicht funktionieren. "Karl - ausgeliefert" ist eines der wenigen Bücher, die einen von Anfang an in seinen Bann schlagen und erst ganz zum Schluss wieder auswerfen. Zurück bleibt ein Leser, der das soeben Gelesene erst mal verdauen muss. Bernhard Giersche lässt uns an seinem Wissensfundus und an den Ergebnissen seiner Recherchen teilhaben und beglückt uns mit einem Mann, der seinesgleichen sucht und auf den die Welt gewartet hat: KARL!

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