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Die Spionin

Roman

(101)

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in
ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr aussergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so gleichsam zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich - erotisch wie politisch - auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Rezension
Kai Lohnert, Literaturexperte Thalia:
Die Tänzerin Mata Hari, die während des Ersten Weltkrieges als Spionin für den deutschen Geheimdienst arbeitete und deswegen von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt wurde, hat mich immer schon fasziniert. Nun hat sich der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho dem Mythos dieser schillernden Frau, die eigentlich Margaretha Zelle hieß und in den Niederlanden aufwuchs, literarisch angenommen. In seinem neuen Roman „Die Spionin“ versucht Coelho zu ergründen, wer diese geheimnisvolle Frau war, die mit ihrer Idee von Freiheit und Leben schon früh die ersten Feministinnen inspirierte und die vielen als das Idealbild einer Femme fatale entsprach. Ich bin kein Fan von Coelho. Aber in diesem Buch versteht er es wirklich meisterlich, das bewegte Leben dieser geheimnisvollen Frau dramaturgisch interessant über viele Jahrzehnte hinweg nachzuerzählen. Dabei ergibt sich für den Leser eine vielschichtige Interpretationsmöglichkeit von Zelles Lebensverständnis.
Portrait
Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschliesst zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 215 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 23.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06977-8
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,9/12,4/2,4 cm
Gewicht 254 g
Originaltitel A Espiã
Auflage 2
Übersetzer Maralde Meyer-Minnemann
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
101 Bewertungen
Übersicht
29
33
32
6
1

von einer Kundin/einem Kunden am 05.12.2018
Bewertet: anderes Format

Unheimlich gut erzählt. Paulo Coelho versteht es einfach literarisch wertig und unterhaltsam zugleich zu schreiben.

Mal ganz anders
von einer Kundin/einem Kunden am 20.05.2018

Meine Meinung: Paulo Coelho ist einfach ein toller Schriftsteller. Ich habe schon ein paar Bücher von ihm gelesen, die mir allesamt gut gefallen haben. Den Klappentext von ?Die Spionin? fand ich interessant, weswegen ich das Buch gerne lesen wollte. Dieses Buch widmet der Schriftsteller Mata Hari. Der Roman ist als fiktiver... Meine Meinung: Paulo Coelho ist einfach ein toller Schriftsteller. Ich habe schon ein paar Bücher von ihm gelesen, die mir allesamt gut gefallen haben. Den Klappentext von ?Die Spionin? fand ich interessant, weswegen ich das Buch gerne lesen wollte. Dieses Buch widmet der Schriftsteller Mata Hari. Der Roman ist als fiktiver Brief ausgestaltete, den sie aus dem Gefängnis kurz vor ihrer Hinrichtung schreibt. Der Autor verknüpft hier gekonnt Realität mit Fiktion. Das hat mich gar nicht gestört. Im Gegenteil finde ich, dass alles sehr gut harmoniert hat. Mata Hari war mir vor dem Roman nur dem Namen nach bekannt. Ich hätte aber keine detaillierteren Informationen geben können. Das ist aber kein Problem. Coelho holt den Leser bei null ab und führt ihn in das Leben dieser vielseitigen Frau ein. Der Roman blieb recht oberflächlich was die Charaktere betrifft, was mich angesichts der geringen Seitenzahl nicht verwunderte. Trotzdem fügt Coelho, wie man es von ihm gewohnt ist, einige Lebensweisheiten ein. Sodass das Buch hinterher eine gute Aussage parat hat. Der Schreibstil hat mir gefallen. Er war angenehm zu lesen. Auch die Briefform finde ich nicht störend und mal was anderes zum ?Normalen?. Wirkliche Spannung kam meiner Ansicht nachricht auf. Bei mir war es eher Interesse, dass durchgehend geweckt wurde. Ich finde diese Frau sehr vielseitig und deswegen hat mich ihr Werdegang interessiert. Ich würde sagen, dass Coelho mit diesem Werk ein wenig von dem abgewichen ist, was man von ihm normalerweise kennt. Trotzdem habe ich ein paar schöne Lesestunden mit dem Buch verbringen können und habe zusätzlich das Gefühl noch einiges geschichtlich gelernt zu haben.

Klein aber fein
von einer Kundin/einem Kunden aus Aistersheim am 12.03.2018

Ein nettes Buch, ich habe es gerne gelesen. Allerdings sollte man, wenn einem die Geschichte von Mata Hari nicht so geläufig ist, diese zuvor nocheinmal durchlesen, um mehr zu verstehen. Für meinen Teil wurden doch einige wesentlichen Teile ihrer Geschichte ausgelassen, und nicht immer kann man ganz folgen, welche... Ein nettes Buch, ich habe es gerne gelesen. Allerdings sollte man, wenn einem die Geschichte von Mata Hari nicht so geläufig ist, diese zuvor nocheinmal durchlesen, um mehr zu verstehen. Für meinen Teil wurden doch einige wesentlichen Teile ihrer Geschichte ausgelassen, und nicht immer kann man ganz folgen, welche Zeit vergangen ist, was sie nun erlebt hat. Wahrheit und Erfindung verschwimmen, so mach die Geschichte aber auch möglich, dass man sich mehr in ihr Leben hineinversetzen kann. Und trotzdem ein schönes Buch, das einen die Freiheit des Lebens im 21ten Jahrhundert genießen lässt.