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Auf dem Weg zur Demokratie

Das Streben nach Deutscher Einheit 1792-1871

Am 6. August 1806 erklärte Kaiser Franz II. auf Drängen ­Napoleons unter Hinweis auf die wenige Tage zuvor ­erfolgte Gründung des Rheinbundes durch sechzehn west- und ­süddeutsche Fürsten, dass er das reichsoberhauptliche Amt als erloschen betrachte, sich deshalb von allen ­Pflichten ­gegenüber dem Reich losgelöst sehe und die kaiserliche ­Würde niederlege. Seit der Wahl des Frankenherzogs ­Konrad zum deutschen König in Forchheim 911 waren fast 900 ­Jahre verstrichen. Den unter den Deutschen ­weitverbreiteten Wunsch nach dem neuerlichen Zusammenschluss in ­einem Reich erfüllte der Wiener Kongress 1814/1815 mit der ­Schaffung des lockeren Deutschen Bundes nur unzulänglich. Die von der Nationalversammlung in Frankfurt im Revolutions­jahr 1848/1849 erarbeitete Verfassung blieb ­unausgeführt, ebenso scheiterte der anschliessende Versuch Preussens, einen Bundes­staat zu bilden. Erst 1867 gelang das wenigstens für Norddeutschland. Bis ein neues Gemeinwesen der Deutschen unter dem Namen Reich am 1. Januar 1871 ins Leben trat, dauerte es fast zwei ­Menschenalter.
Dem schweren Weg vom alten zum neuen Reich ist die ­vorliegende Darstellung gewidmet. Es handelt sich nicht um eine deutsche Geschichte dieser mehr als sechs Jahrzehnte im umfassenden Sinn, sondern um die Nachzeichnung einer sehr wichtigen Entwicklungslinie.
Portrait
Fenske, Hans
Hans Fenske, geboren 1936 in Geesthacht, 1956 bis 1963 Studium der Geschichte, der Politischen Wissenschaft und der Geografie in Tübingen und Freiburg, Promotion 1965, Habilitation für Neue und Neueste Geschichte 1971 in Freiburg, 1963 bis 1971 Wissenschaftlither Assistent an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und bis Ende 1972 am Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim. 1973 bis 1977 Universitätsdozent und danach bis 2oo1 Professor für Neue und Neuste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Hauptarbeitsgebiete: Deutsche Geschichte vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ende der Weimarer Zeit, vergleichende Verfassungsgeschichte, Geschichte der politischen Ideen, Landesgeschichte Südwestdeutschlands. Von den Buchveröffentlichungen seien genannt: Konservativismus und Rechtsradikalismus in Bayern nach 1918 (1969), Wahlrecht und Parteiensystem (1972), Der liberale Südwesten (1981), Die Verwaltung Pommerns 1815-1945 (1993), Deutsche Parteiengeschichte (1994), Deutsche Geschichte. Vom Ausgang des Mittelalters bis heute (2002), Preussentum und Liberalismus (2002), Freiherr vom Stein (2012), Der Anfang vom Ende des alten Europa. Die alliierte Verweigerung von Friedensgesprächen 1914-1919 (2013).
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  • Vorwort
    I. Das Ende des alten Reiches
    II. Acht Jahre voller Kämpfe
    III. Die Neuordnung Deutschlands
    IV. Der Deutsche Bund in den ersten Jahrzehnten
    V. Der Reichsgründungsversuch der Paulskirche
    VI. Das preussische Unionsprojekt
    VII. Bismarck und die deutsche Frage 1851 – 1863
    VIII. Der dänische Krieg 1864. Gründe, Verlauf, Auswirkungen
    IX. 1866: Der Zusammenprall Österreichs und Preussens
    X. Die Gründung des Norddeutschen Bundes 247
    XI. Die Luxemburg-Krise 1867
    XII. Die deutsche Frage 1867–1870
    XIII. Die spanische Thronfolgefrage
    XIV. Die Julikrise 1870
    XV. Der Krieg mit Frankreich
    XVI. Die Gründung des Deutschen Reiches
    XVII. Würdigung
    Anhang
    Anmerkungen
    Quellen und Literatur
    Personenregister
    Bildnachweis
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 440
Erscheinungsdatum 06.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95768-184-3
Verlag Olzog
Maße (L/B/H) 23.8/16.3/3.3 cm
Gewicht 743 g
Abbildungen 21 schwarzweisse Abbildungen
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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