Visio mystica im Spannungsfeld frühchristlicher Überlieferungen

Die Lehre der sogenannten Antoniusbriefe von der Gottes- und Engelschau und das Problem unterschiedlicher spiritueller Traditionen im frühen ägyptischen Mönchtum

Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity Band 52

Dmitrij Bumazhnov

eBook
eBook
Fr. 92.90
Fr. 92.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Taschenbuch

Fr. 140.00

Accordion öffnen
  • Visio mystica im Spannungsfeld frühchristlicher Überlieferungen

    Mohr Siebeck

    Versandfertig innert 3 Wochen

    Fr. 140.00

    Mohr Siebeck

eBook (PDF)

Fr. 92.90

Accordion öffnen

Beschreibung

Dmitrij Bumazhnov widmet sich dem Problem der spirituellen Traditionen im frühen ägyptischen Mönchtum. Am Beispiel der visio mystica in den sog. Antoniusbriefen, in der pachomianischen Tradition, in den Apophthegmata patrum, bei dem hl. Johannes Cassian, in den Briefen des hl. Ammonas, im Traktat De patientia des Ps.-Ammonas und in den Schriften des hl. Epiphanius von Salamis demonstriert er, dass das ägyptische Mönchtum im 4. Jh. zwei unabhängige und miteinander konkurrierende Traditionen der mystischen Schau - die unmittelbare Augenschau und die mentale Gottesschau - kannte, die sich auf die biblische und parabiblische Überlieferung einerseits und auf die christlich-platonische Tradition andererseits zurückführen lassen. Strittig dabei ist die Frage, ob man die Gottheit mit blossen Augen betrachten kann. Das Bestehen der beiden mönchisch-ägyptischen Traditionen weist der Autor für die Zeit gegen 370 nach, womit er eine Vorstufe des ersten origenistischen Streites 399 in Ägypten dokumentiert. Das Auseinanderhalten der beiden Traditionen liefert einen wichtigen Ansatzpunkt für das Studium der weitgehend unbekannten Anfänge des Mönchtums im Niltal. Die Analyse der Briefe des sog. Antoniuskorpus zeigt ausserdem, dass der erste Brief und die Briefe 2-7 auf unterschiedliche Autoren zurückgehen, wobei der Brief 1 mit grösserer Wahrscheinlichkeit dem Vater der Mönche zugeschrieben werden kann als der Rest der Sammlung. In Bezug auf das Traktat De patientia des Ps.-Ammonas wird deutlich, dass dieser Text im späten 4. Jh. in den origenistischen mönchischen Kreisen Ägyptens entstanden ist.

Geboren 1967; Studium der Klassischen Philologie an der Universität St. Petersburg; 2001 Promotion in "Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients" Tübingen; 2008 Habilitation für das gleiche Fach in Tübingen; seit 2011 Mitglied des Forschungszentrums EDRIS, Göttingen.

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 308 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.05.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783161513510
Verlag Mohr Siebeck
Dateigröße 18977 KB

Weitere Bände von Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity

Kundenbewertungen

Es wurden noch keine Bewertungen geschrieben.
  • Artikelbild-0