Warenkorb
 

20% Rabatt ab Fr. 30.- Einkauf auf (fast) alles* - Code: HASE2X

Der Report der Magd

Roman. Ausgezeichnet mit dem Arthur C. Clarke Award 1987

Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation und von Volker Schlöndorff unter dem Titel »Die Geschichte der Dienerin« verfilmt.
Rezension
»Packend, verstörend und mit absolutem Suchtpotenzial!«, annabelle (CH), 19.07.2017
Portrait
Atwood, Margaret
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.

Pfetsch, Helga
Helga Pfetsch lebt in Heidelberg und überträgt seit den Siebzigerjahren Literatur aus dem Englischen ins Deutsche, u.a. von Joyce Carol Oates, Doris Lessing, Alice Walker, Don DeLillo, Margaret Atwood, und Toni Morrison. 2005 wurde sie mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt Übersetzerpreis ausgezeichnet.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-31116-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,6/11,9/3,2 cm
Gewicht 290 g
Originaltitel The Handmaid's Tale
Übersetzer Helga Pfetsch
Verkaufsrang 29.735
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 17.90
Fr. 17.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen, Kostenlose Lieferung ab Fr. 30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr. 30 i
In den Warenkorb
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
81 Bewertungen
Übersicht
63
17
1
0
0

Angst und Wut, wohin man blickt
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfarrkirchen am 14.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Geschichte erfüllte mich mit Angst. Angst davor, dass wir – erneut, immer noch oder seit jeher – vor dieser Situation stehen: Unterdrückung zum Zwecke des Systems. Angst davor, dass – erneut – Klassen, Rassen oder Geschlechter ausgenutzt werden, ausgepresst wie Zitronen – zum Zwecke des Systems. Angst davor, dass die Zeit,... Diese Geschichte erfüllte mich mit Angst. Angst davor, dass wir – erneut, immer noch oder seit jeher – vor dieser Situation stehen: Unterdrückung zum Zwecke des Systems. Angst davor, dass – erneut – Klassen, Rassen oder Geschlechter ausgenutzt werden, ausgepresst wie Zitronen – zum Zwecke des Systems. Angst davor, dass die Zeit, in der Frauen keine Rechte hatten, nur zur Fortpflanzung oder Belustigung der Männer dienten, nicht lange vorüber ist. Dass der „Große Mann“ noch immer am Hebel sitzt und sich nur nicht dafür entschieden hat, dass wir es nicht wert sind. Noch nicht. Diese Geschichte erfüllte mich mit Wut. Wut auf die Vergangenheit und auf das Jetzt. Auf die staatliche Überwachung, auf uns selbst, die wir uns gutgläubig wie Kühe, die dem Leittier folgen, auf die Schlachtbank führen lassen. Dass wir vergessen haben, welche Rechte unsere Vorfahren vor erst so wenigen Jahren hart erkämpften mussten – egal ob Frauen oder Männer – und sie als selbstverständlich betrachten. Doch die Geschichte erfüllte mich auch mit Hoffnung. Hoffnung darauf, dass das Regime letztendlich nicht gewinnt. Darauf, dass Menschen – auch wenn sie dumme Herdentiere sind – es schaffen, aus ihrer Situation das Beste zu machen. Oder daraus zu entkommen. Hoffnung darauf, dass wir überlegen. Trotz der Umstände. Und sie erfüllte mich mit Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass ich das Glück habe, in einer Welt zu leben, die mir die Freiheit lässt, zu gebären oder nicht zu gebären, zu arbeiten oder Hausfrau zu sein. Die mir meinen eigenen Willen lässt. Noch. Diese Geschichte ist der Report einer Magd – sie ist grausam und erschütternd, sie ist weder verklärt, noch verträumt. Die Mägde werden geschlagen, vergewaltigt und verstümmelt. Sie werden unterdrückt und wie Hunde an der Leine gehalten. Weder dürfen sie gehen, wohin sie wollen, noch sprechen, mit wem sie wollen. Sie sind Gebärmaschinen. Das ist ihr Lebenszweck. Das ist der Zweck der Frau: den Samen zu empfangen. Die gebärfähigen Frauen werden in Unterwerfung ausgebildet. Sie werden in die Häuser alter Männer verteilt, um dort deren Nachwuchs zu empfangen. Ihnen werden die Identität und die Namen genommen. Dieser Report erzählt von einer von ihnen. Einer Frau, der Mann und Kind genommen wurden, die einem Mann zugeteilt wurde, der sie unterdrücken will und gleichzeitig begehrt, während dessen Frau sie hasst: für ihre Jugend und ihre Fruchtbarkeit. Sie erzählt uns davon, wie alte Frauen ausgestoßen und zur Zwangsarbeit gezwungen werden. Wie Frauen über vierzig nur noch als Hausmägde dienen, bis sie auch dafür zu alt sind. Sie erzählt uns von einem System, in dem die Frauen sich gegenseitig quälen. Aber auch davon, wie gefährlich Zusammenhalt sein kann, wenn er es denn schafft zu sprießen. Lest dieses Buch nicht zur Unterhaltung. Lest es nicht, wenn ihr der Realität vor eurer Tür entfliehen wollt. Dies ist keine Geschichte, die einen Flügel verleiht. Sie wird euch nicht glücklich machen. Aber sie wird euch die Augen öffnen.

Desfreds düstere Welt
von Kaffeeelse am 08.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach der Lektüre von "Der Report der Magd" von Margaret Atwood kann ich wieder nur staunen, was für ein unglaubliches Talent zum Schreiben diese Autorin hat. Ein mich derartig packendes Buch hatte ich schon lange nicht mehr, aber gut, das wird auch an diesem schon extrem düsteren Thema liegen... Nach der Lektüre von "Der Report der Magd" von Margaret Atwood kann ich wieder nur staunen, was für ein unglaubliches Talent zum Schreiben diese Autorin hat. Ein mich derartig packendes Buch hatte ich schon lange nicht mehr, aber gut, das wird auch an diesem schon extrem düsteren Thema liegen und noch mehr daran, wie die Atwood das literarisch umsetzt. Perfekt gemacht in meinen Augen. Nun ist das Buch schon vor vielen Jahren erschienen (1985; deutsch 1987), man könnte denken es hätte einen etwas altbackenen Charme. Aber nein, ganz im Gegenteil, die Thematik passt sogar sehr gut in die heutige Zeit, hat ihre Relevanz nicht wirklich verloren, sondern eher in meinen Augen noch an Relevanz gewonnen. Gerade in den letzten Jahren hat es auf der Bühne der Welt viele Ereignisse gegeben, die mich etwas erschrecken lassen, mich sogar an der Intelligenz der Gattung Mensch zweifeln lassen. So dass vieles aus diesem Buch seine Entsprechung in der heutigen wie auch vergangenen Zeit findet. Gerade auch das Thema der Unterdrückung von Frauen in dieser patriarchalen Welt des Buches findet durchaus auch seine passenden Übereinstimmungen in heutigen wie auch vergangenen Zeiten quer über unseren Erdball verteilt. Und gerade das macht dieses Buch noch eine Spur düsterer in meinen Augen. Und obwohl das Buch eine Dystopie ist, wirkt manches in ihm gar nicht dystopisch, sondern erschreckend real! Zur Handlung: Die Erzählerin, Desfred, beschreibt ihr Leben als Magd im Hause ihres Kommandanten Fred im Staate Gilead. In diesem Staat Gilead, der auf dem Boden der heutigen USA angesiedelt ist, haben nach einer Naturkatastrophe, die einen größeren Teil der Welt verstrahlt hat, religiöse Fanatiker in einem Staatsstreich die Macht an sich gerissen. Die Bevölkerung wird durch Sicherheitskräfte dieser Fanatiker überwacht, ist in verschiedene Klassen gespalten, die durch den vorgeschriebenen Kleidungsstil ihrer weiblichen Mitglieder erkennbar sind. Durch die erwähnte Naturkatastrophe ist ein großer Teil der Bevölkerung verstrahlt und zeugungsunfähig, um ihr Volk zu erhalten müssen alle zeugungsfähigen Frauen als Mägde "arbeiten", müssen der höhergestellten Schicht zu Diensten sein, müssen empfangen, müssen gebären, haben ihre ehemaligen Namen/ihre Identität verloren, tragen nur noch eine Besitzangabe als Namen, Desfred, Deswarren, Desglen. Bei einer Weigerung der jeweiligen Frau könnte die Strafe ein Leben in den verstrahlten Kolonien sein, also ein langsames Sterben. Des Weiteren sind den Frauen arbeiten, der Besitz eines Kontos, lesen, schreiben, kommunizieren, ein selbstständiges Leben führen verboten, sie sind dem Manne untertan und verpflichtet ein sittsames/züchtiges Leben zu führen. Überwacht wird die Bevölkerung durch allgegenwärtige Sicherheitsorgane, die bei einem Zuwiderhandeln gegen das geltende Gesetz schreckliche Strafen gegen die Bevölkerung einsetzen, oft den Tod, hier zynisch die Errettung genannt. Ein Klima der Angst vor Repressalien und vor der Spionage deiner Mitbürger herrscht. Eine schreckliche Welt! noch schrecklicher ist es für Desfred, da sie sich noch an eine Zeit davor erinnern kann. In diesen Rückblicken berichtet sie wie es dazu kommen konnte. Und in diesen Erinnerungen tauchen auch ihr Mann Luke und ihre Tochter auf. Furchtbar! Diese Art der Geschichte ist schon schwer für die Leser zu ertragen, dazu erinnert noch vieles Geschriebene an Jetziges und Vergangenes und immer mehr erkennt man beim Lesen, dass das zwar eine Fiktion ist, aber vieles in den Köpfen von realen Menschen wiederzufinden ist. Und damit gewinnt das Buch eine unheimliche Relevanz und fördert beim Lesen eine gewisse Angst, aber auch einen starken Protest. Die Sprache der Atwood ist wie immer köstlich, man merkt ihr den Spaß an der Sprache an und das trotz der Übersetzung. man merkt diesen Tanz/dieses Spiel mit den Wörtern, dieses Gefühl für den Klang. Und das gefällt ungemein! Und ihr köstlicher, oft etwas zynischer Humor und eine bissige Sprache machen Spaß und lassen diese grausame Geschichte etwas leichter werden.

von einer Kundin/einem Kunden am 29.12.2018
Bewertet: anderes Format

Ein Buch, das einen so schnell nicht wieder loslässt. Düster, aber sehr gut!