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Jungk, R: Heller als tausend Sonnen

Das Schicksal der Atomforscher

Dieser faszinierende Sachreport wendet sich an alle, die Auge in Auge mit der grössten Gefahr des 20. Jahrhunderts leben. Er beschreibt die Geschichte der Atombombe als "eine Geschichte wirklicher Menschen" (C. F. Frhr. von Weizsäcker), die im Sommer 1939 noch in der Lage gewesen wären, den Bau von Atombomben zu verhindern und die Chance ungenutzt vorbeigehen liessen: sie zeigten sich der bedrohlichen neuen Erfindung moralisch und politisch nicht gewachsen. Jungk breitet ein überwältigendes Tatsachenmaterial aus, erschliesst bislang unzugängliche Quellen und macht auf erregende Weise das Dilemma berühmter Wissenschaftler deutlich, die zwischen Forscherdrang und Gewissensqual schwanken. Was in den zwanziger Jahren als kollegiales Teamwork junger Wissenschaftler begonnen hatte, entwickelt sich zur Tragödie. Forscher, die sich ursprünglich allein dem wissenschaftlichen Fortschritt verpflichtet fühlten, sahen sich sehr bald in das Spannungsfeld machtpolitischer Auseinandersetzungen gerissen, und viele von ihnen begannen zu erkennen, dass sie, wie der amerikanische Atomphysiker Oppenheimer sich ausdrückt, "die Arbeit des Teufels" getan hatten. Trotz scharfer Angriffe fällt Jungk kein moralisches Verdammungsurteil. Er will sein Buch als Beitrag zu dem grossen Gespräch verstanden wissen, "das vielleicht eine Zukunft ohne Furcht vorbereiten kann".
Portrait
Jungk, Robert
Robert Jungk wurde 1913 in Berlin geboren und starb 1994 in Salzburg. Er arbeitete nach 1933 in Frankreich und im republikanischen Spanien an Dokumentarfilmen und schrieb von 1940 bis 1945 für die 'Weltwoche' in Zürich. Er hatte einen Lehrauftrag für Zukunftsforschung an der TU Berlin und war Vorsitzender der Gruppe 'Mankind 2000' in London. Das Thema, das er in 'Die Zukunft hat schon begonnen' anschlug, wurde später in 'Heller als tausend Sonnen' (1956) und 'Strahlen aus der Asche' (1959) vertieft, international berühmten Büchern, die eindringlich vor den Gefahren der entfesselten Atomkraft warnen. Sein 1973 veröffentlichtes Buch 'Der Jahrtausendmensch' führte 1975 zur Gründung einer 'Fondation pour l'invention sociale', die Ansätze zu einer humaneren Technologie und Gesellschaft koordinieren und fördern soll. 1977 veröffentlichte er 'Der Atom-Staat', eine eindringliche Warnung vor den entmenschlichenden Folgen einer uneingeschränkten Atomenergie-Nutzung.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 346
Erscheinungsdatum 21.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-688-10047-7
Verlag Rowohlt Repertoire
Maße (L/B/H) 19/12.3/2.7 cm
Gewicht 388 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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