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Unser tägliches Leben

Roman

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Mütter und Töchter haben ein besonders nahes Verhältnis zueinander, zugleich herrscht zwischen ihnen auch eine besondere Spannung - bei der russischen Dichterin Marina Zwetajewa und ihrer 1912 geborenen Tochter Ariadna war dies nicht anders. Die Revolution zwingt ihre Familie ins Exil, erst Ende der 1930er Jahre kehren sie nach Moskau zurück: die Tochter als glühende Revolutionärin, die Mutter in unüberwindlichem Hass auf Stalins Regime. Von einem Leben zwischen Hoffnung, Erkenntnis und Widerstand erzählt Riikka Pelos Roman. In schwebend leichtem Ton, dabei immer zupackend realistisch, entsteht ein intensiv leuchtendes Doppelportrait von Mutter und Tochter - darin eingeschlossen das faktentreue Bild der von ihrer Arbeit besessenen Dichterin unter extremen politischen Bedingungen: Bespitzelung und Verrat sind allgegenwärtig. Doch grösste persönliche Erwartungen und überschäumendes Gefühl behaupten sich noch in widrigstem Klima, bis der politische Terror alle Beziehungen zerschlägt. Riikka Pelo erzählt voller Einfühlung und Scharfblick: als wär's ein Stück von Tschechow, versetzt ins grausame 20. Jahrhundert.
Portrait
Riikka Pelo, geboren 1972, ist für ihre Romane und Drehbücher mehrfach preis­ gekrönt worden. Bereits ihr Debüt, erschienen 2006, wurde ausgezeichnet, für den Roman "Unser tägliches Leben" erhielt sie 2013 den renommierten Finlandia Preis. Riikka Pelo hat längere Zeit in Potsdam und Prag verbracht und lebt heute mit ihrer Familie in Helsinki.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 495
Erscheinungsdatum 16.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-70632-5
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 22,3/15,4/4,6 cm
Gewicht 772 g
Originaltitel Jokapäiväinen elämämme
Auflage 1
Übersetzer Stefan Moster
Buch (gebundene Ausgabe)
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Ein wunderbares und anspruchsvolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 12.06.2017

August 1923: Die russische Dichterin Marina Zwetajewa lebt gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Alja im Exil in der Tschechoslowakei und schreibt dort an einem Gedichtband. Erst spät Ende der 30er Jahre kehrt sie nach Moskau zurück, doch noch immer ist ihr die Sowjetunion zuwider, während Alja zunächst vom Regime... August 1923: Die russische Dichterin Marina Zwetajewa lebt gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Alja im Exil in der Tschechoslowakei und schreibt dort an einem Gedichtband. Erst spät Ende der 30er Jahre kehrt sie nach Moskau zurück, doch noch immer ist ihr die Sowjetunion zuwider, während Alja zunächst vom Regime überzeugt ist... . In diesem Buch hat die Autorin Rilkka Pelo einen wunderbaren und spannenden biographischen Roman über Marina Zwetajewa verfasst, der jedoch an manchen Stellen ein wenig langatmig ist. Besonders gut gelungen ist es ihr, die Unterschiedlichkeit von Mutter und Tochter immer wieder hervorzuheben. Man merkt alleine schon durch die Darstellung der Innenwelt von Marina, dass diese viel mehr nachdenkt und dabei immer sehr in die Tiefe geht. Sie ist eine sehr rational denkende Frau, die in einer schweren Zeit eine klare und mutige politische Position eingenommen hat. Beim lesen wirkte sie auf mich manchmal unnahbar und wenig greifbar. Im Laufe der Handlung merkt man aber, dass sie auch eine andere Seite hat. Als Mutter hat sie viele Eigenschaften an Alja vererbt, aber dennoch ist diese vom Charakter her im Buch ganz anders. Obwohl sie auch als kluge und nachdenkliche junge Frau beschrieben wird, hatte ich bei ihr den Eindruck, dass sie viel mehr gefühlsbetonter ist als Marina. Man sieht jedoch, dass trotz aller Unterschiede ein ganz besonderes Band zwischen Mutter und Tochter vorhanden ist. Vom Schreibstil her ist das Buch sehr anspruchsvoll und verlangt die ganze Aufmerksamkeit des Lesers. Frau Pelo geht oft zu sehr ins Detail, was die Handlung etwas zum stocken bringt und etwas langatmig macht. Was mir sehr gefallen hat, sind die Schilderungen des Alltags der beiden Figuren. Jeweils aus der Ich-Perspektive erfährt man, was diese gerade denken und tun. Insgesamt ist ,,Unser tägliches Leben" ein wunderbares Buch, dass jedoch seinen Lesern einiges abverlangt. Wer sich aber für die Sowjetunion und generell für die Geschichte Russlands interessiert und gerne wirklich anspruchsvolle Literatur liest, bekommt hier eine ganz besondere Lektüre. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.