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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 3

Alle Toten fliegen hoch Band 3

Joachim Meyerhoff

(59)
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Beschreibung

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Grosseltern einzieht

Mit Anfang zwanzig geschieht dem Erzähler in Joachim Meyerhoffs drittem Roman das Unerwartete: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die grossbürgerliche Villa seiner Grosseltern. Die Tage der ehemaligen Schauspielerin und des emeritierten Professors für Philosophie sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der Erzähler wird zum Wanderer zwischen den Welten. Tagsüber an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, ertränkt er abends seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein. Doch ihm entgeht nicht, dass auch die Grosseltern gegen eine grosse Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach aussen kehren soll und dabei fast immer grandios versagt.

"Wer Meyerhoffs saukomische Lebensgeschichte noch nicht kennt, greife zu, aber Vorsicht: Suchtgefahr." Klaus Modick, Nordwest-Zeitung 20170831

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. 2018 erhielt er für sein Prosawerk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 09.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05034-9
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 18.9/12.6/2.3 cm
Gewicht 261 g
Auflage 18. Auflage
Verkaufsrang 30737

Weitere Bände von Alle Toten fliegen hoch

Kundenbewertungen

Durchschnitt
59 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 14.01.2021
Bewertet: anderes Format

Für mich der schwächste Teil der Reihe, wobei hier eh andere Maßstäbe gelten. Selbst ein schwacher Meyhoff ist immer noch super. Die ganzen Schauspielschulkollegen haben einfach nicht so viel Tiefgang. Das Leben mit seinen Großeltern ist in allen Facetten ist zum schreien schön!

von einer Kundin/einem Kunden am 05.11.2020
Bewertet: anderes Format

Ich habe die Bücher nicht chronologisch gelesen, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut. Hier steht die Schauspielausbildung, aber noch viel mehr die aussergewöhnlichen Grosseltern des Autors im Mittelpunkt. Einfach richtig gut erzählt.

Unbedingt als Live-Hörbuch anhören
von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2020

Das digitale Hörbuch ist stark auf dem Vormarsch, und dieses hier ist ein prima Beispiel für die absolute Bereicherung, die ein gesprochenes Buch sein kann. Begleitung beim Zeichnen, Malern, Motorrad schrauben. Gesellschaft beim Gemüse schnippeln, Socken stricken, Hemden bügeln, Fenster putzen, bei solitären Autofahrten usw., us... Das digitale Hörbuch ist stark auf dem Vormarsch, und dieses hier ist ein prima Beispiel für die absolute Bereicherung, die ein gesprochenes Buch sein kann. Begleitung beim Zeichnen, Malern, Motorrad schrauben. Gesellschaft beim Gemüse schnippeln, Socken stricken, Hemden bügeln, Fenster putzen, bei solitären Autofahrten usw., usw. /// “Alle Toten fliegen hoch” – schon der erste, der Amerika-Band, war ein wunderbarer Hörgenuss, so lustig und später dann so traurig. Die so richtig entsetzliche Lücke ist jetzt, dass “Wann wird es jemals wieder so wie es nie war” momentan nicht als Hör-Version zu haben ist. Bitte dringend um Abhilfe! Meyerhoff schafft es immer wieder, sich als kompletten Loser darzustellen, dabei weiß doch jeder: weit entfernt. Er hat eine so tolle sonore Stimme (“so schön” sagte ja schon die Gesangslehrerein auf der Schauspielschule); man ist sofort betört und hört ihm ungemein gerne zu. Vor allem bei dieser Live-Aufnahme. Wenn er bei den äußerst seltenen Versprechern dann über sich selbst lacht, ist das ein unangefochtener Sympathie-Bonus. Es gibt überhaupt viel zu lachen. Diese Großeltern in ihrer Münchner Villa! Zum Glück wurde den beiden dank ihres Enkels dieses einmalige Denkmal gesetzt. Ich glaube, ich werde das mal entrüstete, mal herzliche “Mon!” und “Herrschaftszeiten!” nie vergessen können.


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