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Der Mann, der das Glück bringt

Roman

(5)
Zwei Familien, zwei Kontinente, ein Jahrhundert Ray und Elena lernen sich unter dramatischen Umständen in New York kennen: Sie, eine Fischerstochter aus dem Donaudelta, muss die Asche ihrer Mutter nach Amerika bringen; er, ein bislang erfolgloser Künstler, will endlich den Durchbruch schaffen, der seinem Grossvater verwehrt blieb. Ihre Lebensfäden verknüpfen sich unauflöslich, während sie einander die Geschichten ihrer Familien anvertrauen. Florescu entführt den Leser in das turbulente New York der Jahrhundertwende und in das magische Universum des Donaudeltas. Eine literarische Reverenz an die Fähigkeit des Menschen, sein Glück zu suchen, zu überleben und allen Widrigkeiten zum Trotz zu lieben.
Portrait
Catalin Dorian Florescu, 1967 in Timisoara, Rumänien, geboren - ein Schweizer mit rumänischer Seele, wie er von sich selbst sagt. Im Sommer 1982 floh er mit seinen Eltern in die Schweiz. Nach einem Studium der Psychologie und Psychopathologie arbeitete er von 1995 bis 2001 als Psychotherapeut in einem Rehazentrum für Drogenabhängige. Sein erster Roman, ›Wunderzeit‹, erschien 2001. Es folgten die Romane ›Der kurze Weg nach Hause‹ (2002), ›Der blinde Masseur‹ (2006) und ›Zaira‹ (2008). Sein Werk, das in mehrere Sprachen übersetzt ist, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2001 mit dem Chamisso-Förderpreis und 2003 mit dem Anna-Seghers-Preis. Für den Roman ›Jacob beschliesst zu lieben‹, erhielt er 2011 den Schweizer Buchpreis. Zudem wurde er mit dem Josef von Eichendorff-Literaturpreis 2012 für sein bisheriges literarisches Werk ausgezeichnet. 2013 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Bayerische Akademie der Schönen Künste gewählt. Catalin Dorian Florescu lebt als freier Schriftsteller in Zürich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 09.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14621-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,2/2,7 cm
Gewicht 320 g
Verkaufsrang 16.404
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Ein Buch, das viel Glück bringt
von einer Kundin/einem Kunden am 27.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein quasi vollkommenes, belletristisches Goldstück, das alles mitbringt worüber ein gelungener Roman verfügen sollte. Eine feine Sprache, empathische Figuren und in diesem Fall noch zwei unabhängig voneinander laufende Handlungsstränge, die schließlich geschickt ineinander geknüpft werden. Traurig und bezaubernd zugleich!

Ein fantastischer Roman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wennigsen (Deister) am 03.03.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Cover zeigt einen einsamen Ruderer auf einem großen See, auf deinem Ruderblatt steht ein Reiher, der den Ruderer betrachtet. Im Hintergrund sieht man eine entfernte Stadt. Der Roman ist in sieben Kapitel unterteilt, die wiederum aus unterschiedlichen Perspektiven, in unterschiedlichen Jahrzehnten und Orten spielen. Inhalt – Achtung, Spoiler!! Das Buch... Das Cover zeigt einen einsamen Ruderer auf einem großen See, auf deinem Ruderblatt steht ein Reiher, der den Ruderer betrachtet. Im Hintergrund sieht man eine entfernte Stadt. Der Roman ist in sieben Kapitel unterteilt, die wiederum aus unterschiedlichen Perspektiven, in unterschiedlichen Jahrzehnten und Orten spielen. Inhalt – Achtung, Spoiler!! Das Buch beginnt mit einer Rahmengeschichte, die im New York um 1900 spielt und erzählt von Großvater, der als Zeitungsverkäufer und Schuhputzer ums nackte Überleben kämpft. Er gehört wie viele andere seines Alters zur zweiten Generation von Einwanderern, weiß jedoch selbst nicht, wo er herkommt. Auf der unbewussten Suche nach seinen Wurzeln saugt er die Lebensgeschichten anderer Jungen in sich auf und gibt diese wann immer es ihm passend erscheint zum Besten. Bezeichnend dafür ist auch, dass sein Name zunächst nicht wichtig erscheint. Er hat einen großen Traum – er möchte Sänger werden und scheut kein Publikum, da er weiß, dass er die Menschen zum Weinen bringen kann. Doch Träume müssen in den Hintergrund treten, wenn das Überleben auf dem Spiel steht. Für einige Zeit kommt er als Berl bei einem älteren Juden unter. Berl war ein Freund, der während einer sehr kalten Winternacht verstirbt. Bei dem Juden Herschel lernt er das erste Mal, was es heißt, eine Familie zu haben. Doch während er ihm am Abend bei seinen Geschäften mit den Gänsen hilft, ist er tagsüber in einem Haus tätig, in dem schwangeren Frauen ihre Babys abgenommen werden. Zunächst bringt er sie nur zu einem anderen Ort, denkt, dass sie dort gut aufgehoben und versorgt werden, doch als der Kapitän ihn zwingt für ihn zu arbeiten, muss er sehen, dass die Kinder an diesem Ort getötet werden, da es keinen Platz für sie in der Stadt gibt. Die zweite Rahmengeschichte fängt in Rumänien, im Donaudelta an, wo Elena verzweifelt versucht, ein Baby mit ihrem Mann zu bekommen, als es endlich dazu kommt, wird ihre Tochter Elena geboren. Diese sehnt sich nach der großen Stadt und geht als sie erwachsen ist zu einem Frisör, um dort zu arbeiten. Doch ihr sehnlichster Wunsch ist es, nach Amerika zu kommen – es ist das Land ihrer Träume. Doch obwohl sich eine Möglichkeit ergeben könnte, erkrankt sie. Auch diese Elena bekommt eine Tochter, welche sie ebenfalls Elena nennt und dir vom Staat weg genommen wird. Die junge Elena wächst bei verschiedenen Familien auf und wird Schneiderin. Irgendwann erhält sie von Tanti Maria, einer Freundin ihrer Mutter, einen Brief der ihr vom bevorstehenden Tod ihrer Mutter berichtet. Sie trifft erst nach deren Tod ein und nimmt die Asche ihrer Mutter mit auf eine Reise nach New York, da es der letzte Wunsch ihrer Mutter war, dort begraben zu werden. In New York eingetroffen lernt sie in der selben Nacht Ray kennen, der in einem Theater arbeitet. Elena reist kurze Zeit danach wieder nach Rumänien zurück. Ray reist ihr hinterher und umwirbt sie. Wertung Vom ersten Satz an war ich von dem Buch verzaubert, das Ende jedoch hat mich nicht nur verzaubert, sondern zu Tränen gerührt. Es gibt ganze Passagen, die ich zitieren könnte, aber dann könnte ich auch das ganze Buch zitieren, denn es ist in der Tat von so vielen wunderschönen Passagen durchzogen, dass ich mich kaum entscheiden kann, welche ich erwähnen soll. Der Buchtitel „Der Mann, der das Glück bringt“ zieht sich im Grunde wie ein roter Faden durch das Buch und auch durch die Familiengeschichte von Ray, sowohl für seinen Großvater als auch für ihn stellt dies etwas besonderes dar, für die verbitterte Enkeln Elena ist er es, der das erste Glück in ihr Leben bringt. Zeit ihres Lebens hat sie sich wie die „Tochter eines Monsters“ (S. 310) gefühlt, doch Ray trotz ihrer Verbitterung und zwingt sie förmlich, sich für ihn zu öffnen. Ray lebt den Titel des Buches förmlich! Ich habe viele Bücher gelesen, doch dieses Buch wird einen besonderen Platz von mir bekommen.

Ein Buch, das zu Herzen geht
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 02.03.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Elena und Ray treffen sich an einem schicksalshaften Tag im September 2001 in New York. Elenas Mutter träumte ihr ganzes Leben von einem Neubeginn in Amerika, nun ist sie gekommen, um wenigstens die Asche der Mutter in New York zu verstreuen und ihr posthum den Lebenswunsch zu erfüllen. Ray... Elena und Ray treffen sich an einem schicksalshaften Tag im September 2001 in New York. Elenas Mutter träumte ihr ganzes Leben von einem Neubeginn in Amerika, nun ist sie gekommen, um wenigstens die Asche der Mutter in New York zu verstreuen und ihr posthum den Lebenswunsch zu erfüllen. Ray träumt immer noch von einer Karriere als Künstler, genau wie sein Großvater. Die beiden Menschen begegnen sich, fühlen sich nahe und beginnen einander vom Leben von Mutter und Großvater zu erzählen. Diese Rückblenden führen ins New York der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und in einen kleinen vergessenen Ort in Rumänien im Donaudelta, auf zwei Kontinente in diesem Buch wunderbar verbunden werden. In New York versucht der kleine Junge, den wir der Einfachheit halber Großvater nennen, auf der Straße zu überleben. Er kennt seine Eltern nicht, die frühesten Erinnerung führen in ein Waisenhaus. Aber schon ganz früh schlägt er sich als Zeitungsverkäufer, Schuhputzer und Botenjunge durch. Immer auf der Suche nach etwas Essbarem oder einem Unterschlupf für die Nacht. Jeder Tag ist eine Überlebenskampf und wer nicht stark genug ist, der bleibt auf der Strecke. Mitleid kann sich Großvater kaum leisten und findet er einen Toten im Schnee, schaut er erst, ob die Kleidungsstücke noch brauchbar sind. Aber tief im Innern bewahrt er sich die Sehnsucht nach Liebe und Beständigkeit, ja auch nach Glück, obwohl in seiner Lebensrealtität kaum Platz für Moral oder Bedenken sind. Er hat eine wunderschöne Stimme und wenn er singt, bringt der die Frauen zum Weinen und zum Lachen. Er ist für die einen „der Mann, der Glück bringt“ aber er bringt auch den Tod. Elenas Mutter lebt dagegen in einer fast verwunschenen Landschaft in Inselgewirr des riesigen Donaudeltas. Ihr Vater war ein Fischer, der bald nach ihrer Geburt verstarb, ihre Mutter begegnet ihr mit Lieblosigkeit und Verachtung. Wenn nicht Vanea wäre, ein etwas zurückgebliebener, scheuer Fischer, hätte sie nie Freundschaft und Vertrauen erfahren. Elenas Mutter hat nur einen Wunsch, raus aus dem Dorf, sie will unbedingt nach Amerika auswandern und ihre Pläne nehmen immer mehr Gestalt an, als das Schicksal ihr eine schreckliche Prüfung auferlegt. Es sind zwei ganz unterschiedliche Lebenswelten die der Autor vor uns ausbreitet. Beide sind unerbittlich und hart, das Leben des Einzelnen zählt nicht viel, wenn alle ums Überleben kämpfen müssen, das ist in den Ghettos von New York nicht anders, als in den gottverlassenen Dörfern in Rumänien. Aber beide Welten haben auch eine Schönheit, der man sich nicht entziehen kann. Mit seiner bildhaften, poetischen Sprache, malt der Autor diese Orte geradezu für seine Leser. Seine Hauptfiguren werden mit großer Empathie gezeichnet. Florescu liebt seine Figuren, in all ihrem Elend und Verschlagenheit, mit ihren Schwächen und Stärken, er gibt ihnen soviel Respekt und Menschlichkeit mit, dass ich das beim Lesen spürte. Dadurch sind mir die Figuren sehr nahe gekommen. Ihr Leid und ihr Elend münden nicht in Tristesse, trotz der Härte findet sich auch Witz und eine nie endende Hoffnung für seine Personen in diesem Roman. Die Reise in die Vergangenheit, zu Mutter und Großvater der beiden Erzähler ist die große Stärke des Buches, nachdem sie sich getroffen und zueinander gefunden haben, hat sich der Kreis geschlossen. Ray und Elena – das ist eine andere, vielleicht neue Geschichte.