Thomas Mann und das Judentum

Die Vorträge des Berliner Kolloquiums der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft

Thomas-Mann-Studien Band 30

Manfred Dierks, Ruprecht Wimmer

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Beschreibung

Thomas Mann hat die "jüdische Frage" vielfach auf eigenem Terrain ausgetragen. Vieles von dem, was er an den Juden ablehnt, hasst er an sich selbst, seine Kritik trifft sehr oft auch eigene Ich-Anteile. Manche Sonderleistung, die er als Aussenseiter nötig hat, spricht er aus gleichem Grunde auch den Juden zu. Es ist ein komplizierter, oft verdeckter Prozess der Identitätssicherung - ein Oszillieren zwischen den Polen "Bejahung" ("ich bin ein Aussenseiter wie die Juden") und "Abgrenzung" ("ich bin als geborener Deutscher nicht so wie Ihr").

Aus dem Inhalt: H. Detering: Juden, Frauen, Literaten. Stigma und Stigma-Bearbeitung in Thomas Manns frühen Essays (1893–1914) – H.R. Vaget: "Von hoffnungslos anderer Art". Thomas Manns Wälsungenblut im Lichte unserer Erfahrung – Y. Elsaghe: Judentum und Schrift bei Thomas Mann – S. Breuer: Das "Zwanzigste Jahrhundert" und die Brüder Mann – M. Dierks: Thomas Mann und die "jüdische" Psychoanalyse. Über Freud, C.G. Jung, das "jüdische Unbewusste" und Manns Ambivalenz – A. Feinberg: Der Zauberer in der Wüste. Der israelische Blick auf Thomas Mann und seine Werke – R. Wimmer: Doktor Faustus und die Juden – Th. Klugkist: Thomas Mann und das Judentum. Eine Collage

Manfred Dierks, geb. 1936 in Leipzig, Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Berlin, London, Zürich und Freiburg. Trampreisen durch Europa und Nordafrika u. Seefahrt (Ägypten, Ceylon, Indien, Pakistan). 1984 Prof. für Literaturwissenschaft an der Uni Oldenburg, Neben den wissenschaftlichen Büchern auch Romane.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Manfred Dierks, Ruprecht Wimmer
Seitenzahl 221
Erscheinungsdatum 01.02.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-465-03302-8
Verlag Klostermann, Vittorio
Maße (L/B/H) 23.7/16.2/2.5 cm
Gewicht 448 g
Auflage 1. Auflage

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  • Aus dem Inhalt:

    Heinrich Detering: Juden, Frauen, Literaten. Stigma und Stigma-Bearbeitung in Thomas Manns frühen Essays (1893-1914)
    Hans Rudolf Vaget: "Von hoffnungslos andere Art." Thomas Manns "Wälsungenblut" im Lichte unserer Erfahrung
    Yahya Elsaghe: Judentum und Schrift bei Thomas Mann
    Stefan Breuer: Das "Zwanzigste Jahrhundert" und die Brüder Mann
    Manfred Dierks: Thomas Mann und die "jüdische" Psychoanalyse. Über Freud, C.G. Jung, das "jüdische Unbewusste" und Manns Ambivalenz
    Anat Feinberg: Der Zauberer in der Wüste: Der israelische Blick auf Thomas Mann und seine Werke
    Ruprecht Wimmer: "Doktor Faustus" und die Juden
    Thomas Klugkist: Thomas Mann und das Judentum. Eine Collage