Die Wand

Roman

List bei Ullstein Band 60571

Marlen Haushofer

(57)
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Beschreibung

Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stösst die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.

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Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-60571-5
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18.8/12.1/3 cm
Gewicht 272 g
Auflage 25. Auflage
Verkaufsrang 19552

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Buchhändler-Empfehlungen

Faszinierend, verstörend, hoffnungsvoll

Bianca Schiller, Buchhandlung

Dieser Roman hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Die Geschichte schildert den Alltag der Frau, die plötzlich von einer unsichtbaren Wand umgeben ist. Nach anfänglicher Verwirrtheit findet sie sich mit ihrem Schicksal ab, denn um zu überleben muss gesät, die Tiere versorgt und Holz für den Winter gehackt werden. In dieser nicht sehr spannend daherkommenden Schlichtheit saugte mich Haushofers Roman mit unter die "Kuppel", denn um was geht es eigentlich? Es geht für mich um die Frage nach menschlicher Existenz, was ein einzelner wirklich benötigt, um zu (über)leben. Es geht für mich um die Grösse der Natur, ihre - wenn man so will- Grausamkeit und um den Kern eines jeden Menschen. Die Monologe, Gedankenspiele und Überlegungen der Hauptfigur nehmen einem stellenweise die Luft. Ein beeindruckender, prägender Roman! Und nebenbei gibt es auch eine gelungene Verfilmung!

das "under the dome" der schweiz

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Als Schullektüre mit Wiederwillen begonnen, musste ich schon nach der ersten Seite feststellen dass dieses Buch gar nicht so schlecht war wie gedacht. Der Schreibstil ist einfach gehalten, verschieden Wörter werden erklärt. Erzählt wird aus der Ich perspektive, wobei Ich für eine Frau mittleren Alters steht. Ihren Namen erfährt man leider bis zum Schluss nicht. Die Geschichte, handelt von eben dieser Frau, welche ein paar Tage Urlaub bei Freunden in einer Waldhütte machen möchte. Als diese einmal in die Stadt gehen und nicht wiederkommen wird sie misstrauisch und geht sie suchen. Dabei erkennt sie, dass sie in einer Art Glaskuppel gefangen ist. Das Leben ausserhalb ist erstarrt und tot. Ausser dem Hund Luchs, der trächtigen Kuh Bella und einer Katze ist sie alleine. Marlen Haushofer fokussiert mehr auf das Überleben und den Kampf gegen die Einsamkeit und Angst, als auf das wieso und warum der Glaskuppel. Trotzdem war das Buch sehr spannend und das einzige was mich etwas gestört hat war das Ende. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Trotzdem eine sehr gelungene Geschichte, von der ich froh bin sie gelesen zu haben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
57 Bewertungen
Übersicht
38
13
2
3
1

Isolation und ein Kampf ums Überleben
von Anita D. aus Burgenland am 24.05.2021

In diesem Buch wird die Protagonistin bei einem Ausflug auf eine Almhütte über Nacht von einem unsichtbaren Hindernis von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre einzigen Gefährten sind ein Hund, eine Katze und eine schwangere Kuh. Durch diese ungewollte Isolation stellt sie sich ihren tiefgängigen Gedanken, schreibt Tagebücher und kä... In diesem Buch wird die Protagonistin bei einem Ausflug auf eine Almhütte über Nacht von einem unsichtbaren Hindernis von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre einzigen Gefährten sind ein Hund, eine Katze und eine schwangere Kuh. Durch diese ungewollte Isolation stellt sie sich ihren tiefgängigen Gedanken, schreibt Tagebücher und kämpft ums Überleben. Es ist bereits einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Nichtsdestotrotz hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen und möchte es jeder/m ans Herz legen.

Macht immer wieder nachdenklich
von einer Kundin/einem Kunden aus Neverin am 15.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein bewegendes Buch! Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt: "Was würde ich in dieser Situation machen?" Ich habe ein Happy End erwartet, aber irgendwie gibt es kein Ende. Jeder kanns sich selbst seine Gedanken machen. Ein großartiges Buch!

Dystopische und eindrückliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 23.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eigentlich beginnt der Roman ganz harmlos mit einem Ausflug in die Berge, der sich jedoch schon bald als fatales Erlebnis entwickelt. Eine Frau reist mir ihrer Cousine und deren Mann ins gemeinsame Ferienhaus, um ein paar unbeschwerte Tage zu verbringen. Die Cousine und ihr Mann kehren jedoch bereits am ersten Abend von einem... Eigentlich beginnt der Roman ganz harmlos mit einem Ausflug in die Berge, der sich jedoch schon bald als fatales Erlebnis entwickelt. Eine Frau reist mir ihrer Cousine und deren Mann ins gemeinsame Ferienhaus, um ein paar unbeschwerte Tage zu verbringen. Die Cousine und ihr Mann kehren jedoch bereits am ersten Abend von einem Ausflug ins nahe gelegene Dorf nicht zurück, da eine unsichtbare Wand, woher auch immer diese kommt, ihnen die Rückkehr unmöglich macht. Es beginnen Tage der Entbehrung, des Hungers, der Einsamkeit aber auch der intensiven Naturerfahrung mit dem Wald, den Tieren und den Jahreszeiten. Obwohl in den fast 400 Seiten sich nicht allzu viel Handlung abspielt, birgt dieses Buch eine unheimliche Dichte an Erlebnissen, die letztlich nur dem Überleben dienen. Ein Roman der Ruhe und Unruhe, Angst und Zuversicht, Leben und Tod, Tier und Mensch, Natur und Zivilisation alles in einem verbindet. Er entwickelt einen starken Sog, der einem so schnell nicht loslässt.


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