Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

Ein dokumentarischer Roman aus dem Jahr 1818

Französische Bibliothek Band 6

Jean Baptiste Henri Savigny, Alexandre Corréard

(1)
Die Leseprobe wird geladen.
eBook
eBook
Fr. 7.50
Fr. 7.50
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

Fr. 35.90

Accordion öffnen
  • Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

    Matthes & Seitz

    Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen

    Fr. 35.90

    Matthes & Seitz

eBook

ab Fr. 4.90

Accordion öffnen

Beschreibung

Die Wahrheit ist oft unwahrscheinlich!
Am 2. Juli 1816 zerbrach die auf Grund gelaufene Fregatte Medusa vor der Küste Afrikas. Da nicht genügend Rettungsboote an Bord waren, wurde ein Floss gezimmert, auf dem nicht weniger als 150 Personen untergebracht wurden. Ohne Skrupel entfernten sich die Rettungsboote und liessen das weitgehend manövrierunfähige Gefährt zurück. Als das Floss durch Zufall nach zwölf Tagen entdeckt wurde, befanden sich nur noch fünfzehn Personen am Leben.

Der vorliegende Romanbericht zweier Überlebender beschreibt eindrucksvoll den Kampf auf hoher See sowohl gegen den Hunger als auch gegen die Leidensgenossen. Berühmt wurde der Text nicht nur durch die erstaunlich nüchterne Schilderung von Meuterei und Kannibalismus, sondern auch durch die politische Bedeutung, da nicht wenige Zeitgenossen in diesem Schiffbruch ein Bild des Staatsschiffs sahen. Die Medusa wurde sofort als allégorie réelle auf die Zustände im nach-revolutionären Frankreich bezogen.

Der Bericht lieferte aber auch den Impuls für eine der imposantesten Bildfindungen der Moderne. Gaben die beiden Autoren den politischen Misständen durch ihre Beschreibung des Schiffbruchs eine Stimme, so gab der junge Théodore Géricault ihm mit seinem gleichnamigen Monumentalgemälde ein Gesicht.

In seinem Essay geht Jörg Trempler auf die Beziehung zwischen Textquelle und Bildgestalt ein. Er kommt über die Rezeptionsgeschichte des Gemäldes auf aktuelle Fragen zur Bildpolitik zu sprechen und zieht eine Parallele zur heutigen Livebildberichterstattung.

Jean Baptiste Henri Savigny, am 10. April 1793 geboren und am 27. Januar 1843 gestorben, war Chirurg und Arzt an Bord der Fregatte Medusa. Nach dem Untergang des Schiffes, war er einer der drei freiwilligen Offiziere, die sich auf dem Rettungsfloss mit den anderen 152 Schiffbrüchigen befunden haben.

Alexandre Corréard, am 8. Oktober 1788 in den Alpen geboren und am 16. Februar 1857 in Seine-et-Marne gestorben, war ein französischer Ingenieur, Journalist und Geograph.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.10.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783882211641
Verlag Matthes & Seitz Berlin Verlag
Dateigröße 2982 KB
Übersetzer Anonym

Weitere Bände von Französische Bibliothek

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Erschreckend
von einer Kundin/einem Kunden am 13.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wer im Louvre den Raum 700 im 1. Stock erreicht, trifft auf das Gemälde „La Radeau de la Méduse“ von Théodore Géricault. Es beeindruckt mit seiner Größe und mit der Wucht des dargestellten Dramas. So wie das Bild die Betrachterin ergreift, so müssen die Berichte vom Untergang der Fregatte Medusa vor der westafrikanischen Küste F... Wer im Louvre den Raum 700 im 1. Stock erreicht, trifft auf das Gemälde „La Radeau de la Méduse“ von Théodore Géricault. Es beeindruckt mit seiner Größe und mit der Wucht des dargestellten Dramas. So wie das Bild die Betrachterin ergreift, so müssen die Berichte vom Untergang der Fregatte Medusa vor der westafrikanischen Küste Frankreichs Leser und Leserinnen erschüttert haben. Dieses existenzielle Drama, das sich weit entfernt abspielte, erodierte mit seinen unvorstellbaren Ereignissen sogar das politische Ansehen der Bourbonenherrschaft unter Ludwig XVIII. Und tatsächlich – wie nachlesbar – sind die Vorkommnisse vor, während und nach dem Auflaufen der Fregatte auf einer Sandbank mitten im Meer unglaublich. Allerdings wäre es banal, den Bericht des Schiffsarztes und Chirurgen Jean Baptiste Henri Savigny auf die Wiedergabe erschreckender und brutaler Geschehen zu reduzieren. Vielmehr braucht seine „Schreibe“ nicht den Vergleich mit Herman Melville, Stephen Crane oder Joseph Conrad zu scheuen.

  • Artikelbild-0