Moralische Geschichten

KIWI Band 868

Maxim Biller

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Beschreibung

Maxim Billers gefeierte Moralische GeschichtenJeden zweiten Sonntag muss man die Kaffeetasse sicher abstellen, bevor man Billers Kürzesterzählungen in der FAS am Frühstückstisch liest, denn es wird gefährlich: entweder bleibt das Brötchen im Halse stecken, oder man bricht in prustendes Lachen aus – meistens irgendwie beides.

Heftige Reaktionen sind sicher, wenn Biller sich den ganz alltäglichen, allgemein-menschlichen Abgründen im Leben von Juden, Nicht-Juden und anderen menschlichen Wesen zuwendet. Da wird ein Lippenstiftrest nach einem feuchten Traum zum Gottesbeweis, die tätowierte Nummer auf dem linken Arm zum Lottogewinn und ein Fleischermesser zum Garanten einer glücklichen Ehe. Eine irrwitzige Komik entsteht, weil mit Titeln wie Kosmos, Der Sinn des Lebens, Dichtung und Wahrheit oder Apokalypse die ganz grossen Themen angeschlagen, dann aber rasant auf das Alltagsniveau heruntergebrochen werden.

Träume, Phantasien und Freud’sche Fehlleistungen führen zu den überraschendsten und befreiendsten Erkenntnissen. So stösst der Literaturstudent Orlovsky in Kafkas Tagebüchern auf den Eintrag »Manchmal denke ich, ich bin einfach nur bescheuert« und erhält dadurch ein völlig neues Kafka-Bild, ohne den Satz später jemals wiederfinden zu können.

Maxim Biller schreibt seit zwanzig Jahren seine Moralischen Geschichten, die seit drei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung abgedruckt werden. Diese Auswahl grösstenteils unveröffentlichter Geschichten versteht sich als wertvoller Beitrag zur Unterhaltungsliteratur und zur kulturellen Verständigung.

"Maxim Billers Moralische Geschichten sind das Beste, was man von ihm lesen kann. [...] so grotesk, dass es schon wieder lustig ist." Badische Zeitung

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Von ihm sind bisher u.a. erschienen: der Roman Die Tochter, die Erzählbände Wenn ich einmal reich und tot bin, Land der Väter und Verräter und Bernsteintage. Sein Roman Esra wurde gerichtlich verboten und ist deshalb zurzeit nicht lieferbar. Über sein letztes Theaterstück Kanalratten schrieb die Literarische Welt, es sei »so komisch, sexy und aufregend«, als hätten Woody Allen und Philip Roth es zusammen geschrieben. Er ist Kolumnist der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der ZEIT. Sein im Jahr 2007 erschienener Short-Story-Band Liebe heute wurde unter dem Titel Love Today in den USA veröffentlicht. Zuletzt erschien sein Memoir Der gebrauchte Jude.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 21.04.2005
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 240
Maße (L/B/H) 19/12.6/1.9 cm
Gewicht 198 g
Auflage 5. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03477-6

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